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Neuerscheinungen
Migrations- und Integrationspolitik
Jahrbuch für Migrationsrecht 2006/2007
Alberto Achermann, Martina Caroni, Astrid Epiney, Walter Kälin, Minh Son Nguyen, Peter Uebersax
Das neue «Jahrbuch für Migrationsrecht» befasst sich schwerpunktmässig mit dem Thema der «Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen», also namentlich mit der Wegweisung, der Ausweisung und der Ausschaffung von Ausländerinnen und Ausländern und deren Durchsetzung mittels Zwangsmassnahmen. Das neue Ausländergesetz und das revidierte Asylgesetz führen zu zahlreichen Neuerungen, die zu vertiefter Untersuchung Anlass geben. So wird beispielsweise seit Anfang 2007 eine neue Zwangsmassnahme in Form der Durchsetzungshaft angewendet. Einige Grundfragen, namentlich die Frage der Verhältnismässigkeit der Entfernung, die sich im Begriff der Zumutbarkeit manifestiert, bleiben unter altem und neuem Recht die gleichen. Dargestellt wird im Weiteren die Rechtslage in der Europäischen Union bezüglich Fragen der Ausweisung, die Auswirkungen auf die Schweiz entfaltet. Eine Abhandlung widmet sich den menschenrechtlichen Schranken der Weg- und Ausweisung. Aus aktuellem Anlass findet sich schliesslich ein Beitrag zu den neuartigen Integrationsverpflichtungen u.a. mittels «Integrationsvereinbarungen», die mit dem Ausländergesetz eingeführt werden.
Bern: Stämpfli 2007
ISBN 978-3-7272-2762-2. CHF 75.-
Die srilankische Diaspora in der Schweiz.
Joëlle Moret, Denise Efionayi, Fabienne Stants
Rund 42'000 Personen srilankischer Herkunft leben in der Schweiz, sie sind grösstenteils Tamilen. Die gute strukturelle Integration geht mit einer gewollt beschränkten gesellschaftlichen und kulturellen Einbindung vor allem der ersten Generation einher.
Bern: Bundesamt für Migration BFM
Download: www.bfm.admin.ch
Migrant Integration Policy Index.
Jan Niessen, Thomas Huddleston, Laura Citron
Der «Migrant Integration Policy Index» (MIPEX) analysiert anhand von über 130 Politikindikatoren in den Bereichen Arbeitsmarktzugang, Familienzusammenführung, langfristiges Aufenthaltsrecht und Einbürgerung, politische Partizipation und Antidiskriminierung die Integrationsstrategien in 25 EU-Mitgliedsstaaten, in Kanada, Norwegen und der Schweiz. Hierdurch entsteht ein umfassendes Abbild der gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen für Integration in Europa. Der MIPEX vergleicht diese Rahmenbedingungen mit internationalen Massstäben und ermöglicht so auch einen transparenten Vergleich verschiedener Integrationsansätze.
Bruxelles: British Council & Migration Policy Group 2007
Website: www.integrationindex.eu
Migration – ein Beitrag zur Entwicklung?
Schweizerisches Rotes Kreuz (Hg.)
Bis vor kurzem wurden Migrierende, darunter an erster Stelle Flüchtlinge und schlecht qualifizierte Arbeitskräfte, vor allem als Problem wahrgenommen. Nationalstaaten betrachteten Migration als Hindernis für Entwicklung. Seit jedoch nachgewiesen werden konnte, dass die Summe der Rücküberweisungen von Migrierenden weltweit jene der internationalen Entwicklungshilfe um mehr als das Doppelte übersteigt, gilt Migration als Chance für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Die Fachpublikation bietet einen Überblick über die Positionen und Fragen, die diese Debatte bestimmen: Gibt es Wege einer Rückführung des Know-hows von Migrierenden in die Herkunftsländer, und welche Rolle spielt die Diaspora in diesem Prozess? Tragen Rücküberweisungen von Migrierenden zur ökonomischen Entwicklung ihrer Herkunftsregion bei oder ist ihr Effekt negativ, weil sie Abhängigkeit erzeugen? Und wie stellt sich die offizielle Schweiz diesen Herausforderungen?
Zürich: Seismo 2007
ISBN 978-3-03777-052-8, CHF 38.–
Wo steht die Schweizer Migrationspolitik?
Caritas Schweiz/Suisse (Hg.)
Die Welt ist in Bewegung. Frauen und Männer von unterschiedlicher Herkunft und Ausbildung wandern zwischen allen Teilen der Welt. Migration ist nicht nur in der Schweiz ein wichtiges Thema – sie ist international eine der grossen gesellschaftlichen Herausforderungen. Caritas Schweiz legt im neuen Positionspapier zum Thema Migration die Entwicklungen der letzten Jahre in Europa und in der Schweiz dar, erklärt Ursachen und Folgen und durchleuchtet die zentralen Bereiche der aktuellen Schweizer Migrationspolitik. Das Positionspapier plädiert für eine weltoffene Haltung und fordert die Politik dazu auf, nicht nur innerhalb der Schweizer Staatsgrenze, sondern international nach Lösungen zu suchen.
Luzern: Caritas-Verlag 2007
ISBN 978-85692-109-6, CHF 18.–
Die «Jugo-Schweiz» – Klischees, Provokationen, Visionen.
Philipp Kämpf
Viele Schweizer suchen ihre Identität, indem sie sich vom Fremden abgrenzen: «Ich weiss zwar nicht, was ein Schweizer ist, aber ich weiss, dass ich kein ‹Jugo› sein will.» Des Schweizers Lieblings-Sündenbock hat einen Namen auf «-vić». Das Buch über die «Jugo-Schweiz» geht den entsprechenden Klischees kritisch auf den Grund. Im Alltag recherchierte Begebenheiten, ungewohnte Eindrücke und Fakten, Bedenkliches, teils auch Humoristisches ergibt ein facettenreiches Bild, um in eine positive Vision des Miteinander zu münden. Fazit: Der «Jugo» existiert vor allem in Schweizer Köpfen. Probleme aus der südosteuropäischen Einwanderung sind meist eingebildet oder von Politikern in Kampagnen-Zeiten herbeigeredet. Vielleicht ist es gerade die kulturelle Nähe zwischen Zagreb und Zürich, die gewisse Schweizer irritiert. Dies zeigen auch die Interviews mit erfolgreichen Einwanderern wie Ex-Mister-Schweiz Robert Ismajlović, Schriftstellerin Dragica Rajčić oder Fussballer Sreto Ristić. Statistisches zur ex-jugoslawischen Bevölkerung, zu Sprachen und Religionen, aber auch zu den Herkunftsstaaten von Slowenen, Kroaten, Bosniern, Serben, Montenegrinern, Kosovaren und Mazedoniern runden das Buch ab – wohltuende Fakten im medial überhitzten Thema «Balkan».
Zürich/Chur: Rüegger Verlag 2008
ISBN 978-3-7253-0892-7, CHF 24.–
Ethnizität und Migration. Einführung in Wissenschaft und Arbeitsfelder.
Brigitta Schmidt-Lauber (Hg.)
Die Publikation trägt Forschungsansätze zum Themenfeld Ethnizität und Migration zusammen und führt in Aufgabenfelder speziell für Ethnologinnen und Ethnologen ein. Experten bieten Überblicke zum Forschungsstand ihres jeweiligen Bereichs und stellen Grundlagenwissen zu Forschungsperspektiven, Fragestellungen und Berufsfelder zur Verfügung.
Berlin: Reimer Verlag 2007
ISBN 978-3-496-02797-3, CHF 48.–
Demografie
International Migration Outlook 2007.
OCDE/OECD
International migration has jumped up the policy agenda in OECD countries. This annual publication analyses recent developments in migration movements and policies in these countries. It underlines the growing importance of inflows of highly qualified workers, temporary workers and students. It highlights the increased immigration from India, China, Eastern Europe and Africa, and confirms the tendency towards the feminisation of this movement. This edition focuses on the employment situation and the participation rate of immigrants, particularly on jobs in the services sector.
Paris: OCDE 2007
ISBN 978-92-64-03301-6, € 75.-
Gaining from migration. Towards a new mobility system.
Jeff Dayton-Johnson et al.
Das OECD-Entwicklungszentrum hat die Empfehlungen von Experten im Hinblick auf die Evaluierung der EU-Migrationspolitik und Erarbeitung einer mit der Entwicklungszusammenarbeit abgestimmten Strategie zur Steuerung und bestmöglichen wirtschaftlichen Nutzung von Migration zusammengestellt. Vor dem Hintergrund eines Rückgangs des einheimischen Arbeitskräftepotentials in der EU aufgrund des demographischen Alterungsprozesses sehen die Experten Bedarf für ein «System gesicherter und gut regulierter Arbeitskräftemobilität». Angestrebt werden solle daher ein System zirkulärer Arbeitskräftemigration zwischen Entsende- und Aufnahmeländern, die Verbesserung der politischen Partizipationsmöglichkeiten und des Zugang der Zugewanderten zum Bildungswesen sowie der Abstimmung der Migrationspolitik mit der Entwicklungszusammenarbeit. Migrantenorganisationen sollen finanziell gefördert und in die Ausarbeitung von Arbeitsmarkt-, Integrations- und Entwicklungspolitik einbezogen werden.
Paris: OECD 2007
ISBN 978-92-64-03740, € 24.-
Kinder und Jugendliche mit ausländischem Pass in der Schweiz.
Werner Haug, Marcel Heiniger, Sylvie Rochat
Gegenwärtig lebt über eine halbe Million Kinder und Jugendliche mit ausländischem Pass in der Schweiz. Wer sind sie, woher kommen sie und wie unterscheiden sie sich von ihren schweizerischen Altersgenossen bzw. den erwachsenen Ausländerinnen und Ausländern? Diese Kurzanalyse liefert Grundinformationen über Zahl, Herkunft, Dynamik und soziale Lage der ausländischen Kinder und Jugendlichen in der Schweiz. Sie präsentiert wichtige Kennzahlen und Indikatoren in grafischer Form mit kurzen erläuternden Texten, welche wenn möglich die zeitliche Entwicklung in den letzten 25 Jahren miteinbeziehen. Dies erlaubt, Zusammenhänge und Entwicklungen zu erkennen und tagesaktuelle Ereignisse, welche ausländische Kinder und Jugendliche betreffen, vor einem breiteren Hintergrund einzuordnen.
Neuchâtel: Bundesamt für Statistik BFS 2007
ISBN 978-3-303-01235-2, CHF 7.–
(Politische) Partizipation
Mitreden und Mitgestalten. Strukturelle Partizipation in den Kantonen.
Eidgenössische Ausländerkommission EKA (Hg.)
Wo dürfen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz an die Urne? Wo gibt es eine Stadtpräsidentin, die keinen Schweizer Pass vorzuweisen hat? Welche Kantonspolizei beschäftigt Ausländerinnen? Welches Richteramt verlangt nicht das Schweizer Bürgerrecht? Welcher Kanton verfügt über ein Integrationsgesetz, welcher über ein Leitbild zur Integration? Wie können Ausländer-Organisationen bei Vernehmlassungen mitwirken? Das föderale System der Schweiz macht es ziemlich schwierig, Fragen zu den Mitwirkungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten von Ausländerinnen und Ausländern zu beantworten. Die Zusammenstellung vergleicht die Partizipationsformen in den verschiedenen Kantonen. Sie regt an, Modelle aus anderen Kantonen zu prüfen und im eigenen Kanton neue Mitwirkungsmöglichkeiten ins Auge zu fassen.
Bern: EKA/CFE 2007
Download: www.eka-cfe.ch/d/Doku/themen/partizipation.pdf
Diskriminierung bei der Einbürgerung.
Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR
Die EKR befasst sich in dieser Studie unter dem Blickwinkel möglicher Diskriminierung mit den aktuellen Einbürgerungsverfahren auf der Gemeindeebene und den parlamentarischen Vorstössen zu diesem Thema.
Bern: EKR/CFR 2007
CHF 7.– Bestellungen: ekr-cfr@gs-edi.admin.ch
Interkulturelle Kommunikation
alle anders – alle gleich zum dran bleiben.
Projektideen und Tipps für die eigene Umsetzung.
Zum Abschluss der Kampagnenaktivitäten in der Schweiz wurde eine Schlusspublikation erarbeitet. Sie gibt Einblick in 15 realisierte Projekte aus der ganzen Schweiz, welche exemplarisch für die vielen anderen Projekte stehen, die in dieser Zeit realisiert wurden. Die Kampagnenleitung erhofft sich, dass die Projekte mit den zusätzlich enthaltenen Informationen (Literaturtipps, Projektfonds-Adressen, Praxishilfen) Ideen für zukünftige Aktivitäten liefern.
Download: www.alleanders-allegleich.ch
Transkulturell handeln – Vielfalt gestalten. Zur Bedeutung transkultureller Kompetenzen in einer Gesellschaft der Diversität.
Monika Eicke, Bettina Zeugin
Unsere Gesellschaft wird immer mehr von globalen Einflüssen geprägt. Die Mobilität wird grösser, die Lebensgestaltung individueller. Menschen mit unterschiedlichsten Wertvorstellungen, Lebensstilen und religiösen Glaubensrichtungen leben und arbeiten neben- und miteinander. Um auf diese gesellschaftlichen Veränderungen reagieren zu können, braucht es transkulturelle Kompetenzen. Caritas Schweiz beleuchtet in ihrem Diskussionspapier die Ursachen und Hintergründe der gesellschaftlichen Diversität und zeigt die Vorteile des transkulturellen Ansatzes auf. Das Papier dient als Orientierung für die Praxis und ist ein Beitrag für die Integrationsarbeit in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.
Luzern: Caritas Verlag 2007
ISBN 978-3-85592-107-2, CHF 16.–
Beheimatung durch Kultur. Kulturorte als Lernorte interkultureller Kompetenz.
Institut für Kulturpolitik (Hg.)
Der Sammelband aus Deutschland dokumentiert Projektergebnisse, die im Rahmen bundesweiter Initiativen in verschiedenen Bereichen von Kunst und Kultur durchgeführt wurden, vom Museum über das Jugendzentrum und die Migrantenorganisation bis zur Schule.
Essen: Klartext Verlag 2007
ISBN 978-3-89861-778-9, € 17.–
Schlüsselkompetenzen der interkulturellen Kommunikation. Ein Anforderungsprofil für Soziale Arbeit im Ausland.
Corinne Gnepf
Das Konzept der interkulturellen Kompetenz zeigt auf, welche Schlüsselkompetenzen für gelingende interkulturelle Kommunikation notwendig sind. Die meisten der geforderten Kompetenzen des Anforderungsprofils für Soziale Arbeit im Ausland, sind identisch mit jenen, die in der Sozialen Arbeit im Allgemeinen benötig werden. Zu diesen Basiskompetenzen kommen zusätzlich spezifische und allgemeine Kulturkompetenzen dazu. Gemeinsam bilden sie den Schlüssel zu erfolgreicheren interkulturellen Interaktionen.
Bern: Edition Soziothek 2007
ISBN 978-3-03796-188-9, CHF 23.–
Arbeit
Arbeitswelten. Integrationschancen und Ausschlussrisiken.
Andrea Baechtold, Laura von Mandach (Hg./dir.)
Jede Gesellschaft ist gekennzeichnet von Prozessen der Integration und der Ausgrenzung. Die Unterscheidung, wer zur Gesellschaft und zu einer bestimmten Gruppe gehört und wer nicht, ist grundlegend für das gesellschaftliche Selbstverständnis. Das Nationale Forschungsprogramm «Integration und Ausschluss» stellte für die Schweiz die Frage nach Entstehung, Durchsetzung und Aufrechterhaltung von Integrations- und Ausschlussmechanismen und beantwortete sie exemplarisch für mehrere gesellschaftliche Bereiche. In dieser Publikation präsentieren Forschende des NFP 51 Studienergebnisse zur Rolle der Erwerbsarbeit für die soziale und berufliche Integration des Einzelnen sowie für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Im Zentrum des Interesses stehen atypische und prekäre Arbeitsverhältnisse sowie die spezifische Situation von Migrantinnen, Migranten und Erwerbslosen.
Zürich: Seismo 2007
ISBN 978-3-03777-056-6, CHF 28.–
Auswählen und ausgewählt werden. Integration und Ausschluss von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Schule und Beruf.
Hans-Ulrich Grunder, Laura von Mandach (Hg.)
Die Publikation präsentiert Studienergebnisse des Nationalen Forschungsprogramm «Integration und Ausschluss» zu Mechanismen und Dynamiken, die während der Schulzeit, des Übergangs von der Schule zur Berufsausbildung und bei den ersten Erfahrungen in der Arbeitswelt integrierend und ausschliessend wirken.
Zürich: Seismo 2007
ISBN 978-3-03777-048-1, CHF 28.–
Remittance Behaviour of Serbian Migrants living in Switzerland.
Mathias Lerch, Janine Dahinden, Philippe Wanner
Given the growing importance of migrant remittances for transition economies, their impact on economic development is a major policy concern. The study focuses on the supply side of these financial flows by assessing the remittance behaviour of Serbian migrants in Switzerland, one of the major immigrant countries in Europe. The majority of Serbs in Switzerland are involved in interpersonal economic transfers to Serbia. The large majority of senders use informal remittances channels. An economic integration of the migrant households, as well as close transnational relations increase not only the likelihood to remit but also the amounts transferred. The stability of remittances may depend on future migration flows, since the amounts sent drop when length of stay increases.
Neuchâtel: SFM 2007
Download: www.migration-population.ch
Wohnen / Raumplanung
Integrale Projektmethodik für Innovation und Entwicklung in Quartier, Gemeinde und Stadt.
Alex Willener
Ob Jugendarbeit, Gesundheitsförderung, Soziokultur, Lokale Agenda 21, Entwicklungszusammenarbeit oder Quartier- und Stadtentwicklung: Meist spielen ähnliche methodische Ansprüche und Grundhaltungen eine Rolle. Sie lassen sich mit den aus der Wirtschaft stammenden Projektmanagementrezepten nicht bewältigen. Das vorliegende Werk baut auf dem reichhaltigen Projekt-Erfahrungsschatz der soziokulturellen Animation auf. Die dort entstandene Projektmethodik wird so erweitert, dass sie in einer Vielzahl von Situationen, Settings und Kontexten anwendbar ist. Eine wichtige Rolle spielen Arbeitsprinzipien wie Empowerment, Partizipation, Geschlechter-Gerechtigkeit, Vielfalt gestalten oder nachhaltige Wirkung. Das von der Praxis her abgeleitete neue Projektmodell unterscheidet zwei Grundfunktionen: die Projektintervention und das Projektmanagement. Ihr Zusammenspiel macht die Kunst der Projektmethodik aus. Gespräche mit erfahrenen Projektleitenden aus verschiedenen Arbeitsfeldern ergänzen den methodischen Teil mit praktischen Erfahrungen.
Luzern: Interact 2007
ISBN 978-3-906413-43-3, CHF 45.–
Personenfreizügigkeit und Wohnungsmarkt.
Silvio Graf, Armin Jans, Daniel Sager
Die Studie, die vom Bundesamt für Wohnungswesen in Auftrag gegeben wurde, untersucht den Einfluss der Personenfreizügigkeit auf den Wohnungsmarkt.
Grenchen: Bundesamt für Wohnungswesen 2007
Download: www.bwo.admin.ch
Integration und Quartierentwicklung in mittelgrossen und kleineren Städten der Schweiz.
Michal Arend
Integrationsprobleme kumulieren sich häufig in Agglomerationsgebieten. Im Rahmen des «Berichts Integrationsmassnahmen» (Bundesratsentscheid vom 22. August 2007) fördert der Bund deshalb die Quartierentwicklung in ausgewählten städtischen Gebieten. Die vorliegende Studie liefert Entscheidungsgrundlagen, welche Quartiere als Pilotprojekte, so genannte «Projets urbains», unterstützt werden sollen. Im Fokus liegen insbesondere mittelgrosse Städte und Agglomerationsgemeinden, die von bestehenden und sich kumulierenden Integrationsdefiziten betroffen sind und die notwendigen integrationsfördernden Institutionen noch nicht aufgebaut haben. Bei der Interpretation der Studie ist zu beachten, dass eine direkte Vergleichbarkeit zwischen den Gemeinden nicht möglich ist und die Probleme und Aussagen im situativen Kontext zu werten sind.
Bern/Grenchen: Bundesamt für Migration & Bundesamt für Wohnungswesen 2008
Download:www.bfm.admin.ch
Sozialpolitik
Zu wenig. Dimensionen der Armut.
Ursula Renz, Barbara Bleisch (Hg.)
Arm zu sein bedeutet immer auch, in der einen oder anderen Weise zu wenig zu haben. Doch wie wenig ist zu wenig? Und wovon hat zu wenig, wer als arm gilt? Lässt sich Armut bei uns mit der Armut in Entwicklungsländern vergleichen und wenn ja, anhand welcher Massstäbe? Wie nehmen wir Armut wahr – und wo und weshalb übersehen wir sie? Worin zeichnet sich Armut in Industrieländern aus, und welche Herausforderungen stellt sie an den Sozialstaat? Welche ökonomischen und technischen Strategien der Armutsbekämpfung werden gegenwärtig in Politik und Wissenschaft diskutiert? Das Buch wirft Schlaglichter auf ganz unterschiedliche Dimensionen dessen, was es heissen kann, zu wenig zu haben.
Zürich: Seismo 2007
ISBN 978-3-03777-050-4, CHF 38.–
Psychologie / Gesundheit
Transkulturelle Kompetenz. Lehrbuch für Pflege-, Gesundheits- und Sozialberufe.
Dagmar Domenig (Hg.)
Wie können Pflegende, Hebammen und andere Fachpersonen im Gesundheits- und Sozialbereich auf die Bedürfnisse und Lebenswelten von Migrantinnen und Migranten situations- und kontextgerecht eingehen? Wie können sie ihre transkulturelle Kompetenz erhöhen? Wie kann die Gesundheitskompetenz von Zugewanderten und ihrem Umfeld gestärkt werden? Wie können Gesundheits- und Sozialeinrichtungen Rahmenbedingungen schaffen, die eine transkulturell kompetente Arbeit fördern? Antworten auf diese Fragen gibt das ursprünglich unter dem Titel «Professionelle transkulturelle Pflege» erschienene Buch, das in der 2. Auflage in wesentlichen Teilen vollständig überarbeitet und erweitert wurde.
Bern: Hans Huber 2007
ISBN 978-3-456-84256-1, CHF 84.–
Wie gesund sind Migrantinnen und Migranten?
Bundesamt für Gesundheit (Hg.)
Die Broschüre fasst die Erkenntnisse aus dem «Gesundheitsmonitoring der schweizerischen Migrationsbevölkerung (GMM)» zusammen, das 2004 in Anlehnung an die Schweizerische Gesundheitsbefragung (SGB) durchgeführt wurde. Dabei wird der Frage nachgegangen, worauf die oft schlechtere Gesundheitssituation von Zugewanderten zurückzuführen ist.
Bern: BAG/OFSP 2007
Download: www.bag.admin.ch
Migration und Gesundheit. Kurzfassung der Bundesstrategie Phase II (2008-2013)
Bundesamt für Gesundheit (Hg.)
Chancengleichheit im Gesundheitsbereich ist eine wichtige Voraussetzung zur Integration der Migrationsbevölkerung. Die Publikation gibt Einblick in die Gesundheitssituation der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz sowie in die Grundzüge der Bundesstrategie Migration und Gesundheit 2008-2013.
Bern: BAG 2008
Kostenlos erhältlich auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch.
Website: www.miges.admin.ch
Gewalt / Krisen
Frühprävention von Gewalt und Aggression.
Ergebnisse des Zürcher Präventions- und Interventionsprojektes an Schulen.
Manuel Eisner, Denis Ribeaud, Rahel Jünger, Ursula Meidert
Seit vielen Jahren nimmt die öffentliche Besorgnis über das Ausmass von Gewalt bei Kindern und Jugendlichen zu. Nicht unberechtigt wird daher von der Wissenschaft erwartet, dass sie in Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen einen Beitrag zur besseren Prävention von Gewaltphänomenen in unserer Gesellschaft leistet. Aus diesem Grund haben Stadt und Universität Zürich im Jahr 2000 ein Projekt gestartet, in dem in enger Zusammenarbeit die Wirkung von zwei Programmen der Frühprävention in Schule und Familie untersucht werden sollte. Hieraus ist die im deutschsprachigen Raum bislang aufwändigste Feldstudie zur Bestimmung der Wirksamkeit von universeller Prävention mit Hilfe eines experimentellen Designs geworden.
Zürich/Chur: Rüegger 2007
ISBN 978-3-7253-0880-4, CHF 44.–
Menschenhandel in der Schweiz: Verstärkter Schutz gefordert.
Joëlle Moret, Denise Efionayi-Mäder, Fabienne Stants
Der soziale und rechtliche Schutz für Opfer von Menschenhandel in der Schweiz ist ungenügend. Zwar wurden in jüngster Zeit in einzelnen Kantonen Fortschritte erzielt und auf Bundesebene wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen verbessert. Opfer von Menschenhandel, bei denen es sich vorwiegend um Frauen handelt, werden jedoch immer noch zu oft wegen Zuwiderhandlungen gegen das Ausländerrecht als Straftäterinnen wahrgenommen, statt als Opfer eines Verbrechens. Soziale Unterstützung an Opfer des Menschenhandels ist zwar gesetzlich vorgesehen. Sie ist in der Praxis aber schwer zugänglich. Das Schweizerische Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien (SFM–Universität Neuchâtel) stellt in einer Studie fest, dass der Menschenhandel in der Schweiz weniger in den Händen grosser krimineller Netzwerke liegt. Viel eher wird er von Einzelpersonen organisiert.
Neuchâtel: SFM 2007
ISBN 978-2-940379-09-5, CHF 30.–
Geschlechtssensible Gewaltprävention in der (interkulturellen) Jugendarbeit als Beitrag zu einer Kultur der Menschenrechte.
Ute Schad
Die Auseinandersetzung mit gewaltfördernden Männlichkeitsnormen ist eine Herausforderung für die Jungen- und Mädchenarbeit. Geschlechtssensible Gewaltprävention und Menschenrechtsbildung bedingen einander. So wie die (interkulturelle) geschlechtssensible Gewaltprävention der Menschenrechtsperspektive bedarf, so braucht auch die Menschenrechtsbildung, insbesondere in ihrer Funktion als Ansatzpunkt für die Gewaltprävention, die Genderperspektive und die Thematisierung von Männlichkeitsbildern. Die Auseinandersetzung mit Homophobie gehört zu den Herausforderungen geschlechtssensibler Gewaltprävention.
Bern: Edition Soziothek 2007
ISBN 978-3-03796-184-1, CHF 40.–
Strafbarkeit von Zwangsheiraten und arrangierten Heiraten.
Bundesamt für Justiz
Der Bericht des Bundesrates unterscheidet zwischen arrangierten und erzwungenen Heiraten. Während eine arrangierte Heirat zwar von Dritten initiiert, aber aus freiem Willen beider Ehegatten geschlossen wird, verletzt eine erzwungene Heirat das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Person in schwerwiegender Weise und stellt eine Menschenrechtsverletzung dar. Wie der Bundesrat schreibt, hat der Staat die Pflicht, die von Zwangsheirat betroffenen und bedrohten Personen zu schützen, indem er präventiv und repressiv gegen Zwangsheiraten vorgeht und Auswege aus erzwungenen Ehen bietet. Der Bericht gibt einen Überblick über das geltende Recht und geht auch auf die Regelungen in anderen europäischen Ländern ein. Der Bundesrat kommt zum Schluss, dass die heutigen Bestimmungen weitgehend genügen, um Zwangsheiraten zu bekämpfen.
Bern: EJPD 2007
Download:
www.ejpd.admin.ch
Mit mir nicht. Mit dir nicht.
Jael Bueno, Barbara Dahinden, Beatrice Güntert
Das Handbuch enthält Anleitungen, wie das Thema sexuelle Gewalt in Schulklassen und Jugendgruppen bearbeitet werden kann. Neben geschlechtsspezifischen Aspekten wird dabei auch der Migrationskontext berücksichtigt, denn für Jugendliche mit Migrationshintergrund ist sexuelle Gewalt oft herkunftsbedingt tabuisiert.
Zürich: Verlage Pestalozzianum und Interact 2008
CHF 25.–, Website: www.verlagpestalozzianum.ch
Religion
Von den Verpflichtungen des interreligiösen Dialogs.
Die St.Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog.
Vertreterinnen und Vertreter von neun Religionen legen dar, was der Dialog zwischen den Religionen für sie bedeutet. Ist er eine Selbstverständlichkeit? Oder gibt es auch Schwierigkeiten und Hindernisse? Bundesrat Pascal Couchepin und Gret Haller, Publizistin und ehemalige Ombudsfrau für Menschenrechte in Bosnien und Herzegowina, gehen der Frage nach, welches das Verhältnis von Staat und Religion in einer aufgeklärten, liberalen Gesellschaft ist und wie sich dieses geschichtlich entwickelt hat. Weitere Beiträge befassen sich mit der Bedeutung der St.Galler Erklärung für die Arbeitswelt und für die Rechtsetzung. Und schliesslich wird anhand einiger konkreter Beispiele gezeigt, wie interreligiöser Dialog in der Praxis aussehen und wie er gefördert werden kann.
St.Gallen: Sabon-Verlag 2007
ISBN 978-3-907928-65-3, CHF 20.–
Religionsvielfalt im Kanton Luzern.
Universität sowie Kanton und Stadt Luzern
Übersicht über die im Kanton ansässigen Religionsgemeinschaften mit Adressen und Kurzbeschrieb der diversen Zentren, Gebetsräume, Kirchen und Vereinigungen.
Bezug: martin.baumann@unilu.ch
Antirassismus / Diskriminierung
Die Anwendung der Strafnorm gegen Rassendiskriminierung.
Fabienne Zannol, Gabriella Tau, Sabine Kreienbühl
Basierend auf der Entscheidsammlung, die auf der Website der EKR öffentlich zugänglich ist, befasst sich die Studie mit der Gerichtspraxis von 1994 - 2004 zur Rassendiskriminierungs-Strafnorm. Untersucht und kommentiert wird die Anwendung von Art. 261bis StGB durch die verschiedenen Rechtsinstanzen.
Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR 2007
Bestellungen: ekr-cfr@gs-edi.admin.ch, gratis
Kein Volk von Schafen – Rassismus und Antirassismus in der Schweiz.
Georg Kreis
Das Buch von Georg Kreis, Historiker und seit 1995 Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), untersucht, wie es um Rassismus und Antirassismus in der Schweiz steht. Kreis präsentiert eine faktenreiche Analyse und zeigt auf, was es bedeutet, in einer multikulturellen Gesellschaft zu leben, welche Instrumente gegen Rassismus bestehen, und wer vor wem geschützt werden muss.
Zürich: Salis Verlag 2007
ISBN 978-3-905801-11-8, CHF 29.80
Jugendliche und Rechtsextremismus: Opfer, Täter, Aussteiger.
Ueli Mäder, Wassilis Kassis, Martin Schmid, Marco Storni, Thomas Gabriel, FRB
In der Broschüre fasst die Fachstelle für Rassismusbekämpfung drei Studien zusammen, in der Jugendliche und junge Erwachsene im Zentrum des Forschungsinteresses stehen, ob als potentielle Täter, als Opfer oder als Aussteiger aus der rechtsextremen Szene.
Bern: Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB 2007
Download: www.edi.admin.ch
Rechtsextremismus bekämpfen: wirksame Massnahmen und griffige Arbeitsinstrumente für Gemeinden.
Miryam Eser Davolio, Matthias Drilling, Thomas Widmer, Christian Hirschi, FRB / SLR
Die Broschüre fasst zwei Studien zur Wirksamkeit von Interventionen und Massnahmen zusammen. Die beiden Studien richten sich an Praktikerinnen und Praktiker, die in ihrer täglichen Arbeit auf Gemeindeebene mit der Problematik des Rechtsextremismus konfrontiert sind.
Bern: Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB
Download: www.edi.admin.ch
Opfer rassistischer Übergriffe. Grundlagen für die Beratungsarbeit.
Tanja Gysi, Nicole Pfyl
Die Rassismus- und Diskriminierungsdiskussion ist geprägt durch die Täterperspektive und Präventions- bzw. Bekämpfungsbemühungen. Doch was ist mit den Menschen, welche Opfer von rassistischen Übergriffen werden? Betroffene erhielten erst in den letzten Jahren mehr Beachtung. Menschen, welche aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Religion, sichtbaren Andersartigkeit (z.B. Hautfarbe, Gesichtsstruktur) oder nationalen Zugehörigkeit negativ beeinträchtigt, diskriminiert und angegriffen wurden, sollen kompetent unterstützt werden können.
In der Beratung von Rassismusopfern sind spezifisches Fachwissen und ein Problembewusstsein gefragt. Dabei sind bestimmte Techniken (aktives Zuhören), Methoden (Dialogförderung) und Konzepte (Empowerment) hilfreich, damit die Opfer wieder zu Akteuren werden können.
Bern: Edition Soziothek 2007
ISBN 978-3-03796-197-1, CHF 42.–
Historische Perspektiven
Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Klaus J. Bade, Pieter C. Emmer, Leo Lucassen, Jochen Oltmer (Hg.)
Migration und Integration prägen die europäische Geschichte seit ihren Anfängen. Heute stehen sie aus aktuellen Gründen im Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit. Viele Europäer halten die neuen Herausforderungen für eine historische Ausnahmesituation. Sie irren. Wanderungsbewegungen waren seit je Teil der europäischen Geschichte. Die Vielfalt der Gruppen, die sich innerhalb Europas bis heute über die Grenzen staatlicher, kultureller und sozialer Räume bewegten oder von ausserhalb nach Europa zuwanderten und dies weiter tun, ist nur wenigen bewusst. Dieser Mangel an Information hat deutliche politische und gesellschaftliche Folgen. Das notwendige Wissen über Migration und Integration stellt die neue Enzyklopädie übersichtlich, klar und kompetent bereit – von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Der erste Teil behandelt alle europäischen Regionen und Länder in ausführlichen Überblicksartikeln. Im zweiten Teil folgen mehr als 220 Lexikonartikel. Diese beleuchten das Thema detailliert: Es geht um afrikanische Sklaven in Europa, Glaubensflüchtlinge, Schweizer Söldner, Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg, Saisonarbeiter, politische Flüchtlinge und Vertriebene, Tessiner Baumeister, russische Studentinnen in der Schweiz, albanische Siedler in Italien, pakistanische Einwanderer in Grossbritannien, Tamilen in West- und Mitteleuropa, deutsche Siedler in Russland, irische Arbeiter in England und viele andere.
Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung 2007
ISBN 978-3-03823-384-8, CHF 148.–
Auf dem Weg zum ethnisch reinen Nationalstaat? Europa in Geschichte und Gegenwart.
Mathias Beer (Hg.)
Der Prozess der modernen Nationalstaatsbildung war von Anfang an gewaltdurchtränkt – nach aussen und nach innen. Wie man sich feindselig vom Nachbarstaat abgrenzte, so grenzte man im Landesinnern all jene aus, die aus der Sicht des Staatsvolkes als nicht dazu gehörig, als fremd galten. Um die ethnische Homogenität der Nation zu erreichen, war jedes Mittel Recht. Assimilierung, Umsiedlung, Vertreibung und Vernichtung der einmal hinausdefinierten religiösen, sprachlichen oder ethnischen Minderheiten prägten die neuere europäische Geschichte. Und heute? Wie vertragen sich Nationalstaat und das Streben nach nationaler Homogenität mit den Herausforderungen der Moderne, mit Globalisierung, Migration, demographischem Wandel und europäischem Einigungsprozess? In diesem Buch antworten Experten – mit Blick in die Vergangenheit und die Gegenwart.
Tübingen: Attempto Verlag 2007 (2., aktualisierte Auflage)
ISBN 978-3-89308-397-8, CHF 33.80
Staatsbürgerschaft und Nation.
Ausschließung und Integration in der Schweiz 1848-1933.
Regula Argast
Die Studie untersucht die Entwicklung des Schweizer Bürgerrechts zwischen der Bundesstaatsgründung im Jahr 1848 und der Verankerung einer restriktiven Einbürgerungs- und Niederlassungspolitik in der Zwischenkriegszeit. Im Zentrum ihrer Untersuchung stehen der staatsbürgerliche Ein- und Ausschluss wechselnder Bevölkerungsgruppen und die Frage nach den Ursachen für die Gewährung oder Verweigerung des Schweizer Bürgerrechts. Dabei wird deutlich, dass die Regeln der Gewährung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden immer wieder neu ausgehandelt und koordiniert werden mussten. Erst im und nach dem Ersten Weltkrieg verband sich eine nationalisierte und ethnisierte Furcht vor «Überfremdung» mit der traditionellen Abwehrhaltung der Bürgergemeinden.
Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2007
ISBN 9783525351550, CHF 74.80
Reportagen / Porträts und Geschichten
Spagat. Mütter und Töchter in der Migration.
Margrit Pfister
Der Dokumentarfilm zeigt in einem bunten Kaleidoskop von Interviews und Alltagsszenen die Vielfalt der Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern aus verschiedenen Herkunftskulturen und mit ganz unterschiedlichem Migrationshintergrund in den stürmischen Zeiten der Pubertät – im doppelten Spagat zwischen dem generationenbedingten und dem migrationsbedingten Wertewandel, erzählt differenziert vom Ringen der Töchter um Selbstbestimmung, ohne den Zusammenhalt mit der Familie aufs Spiel zu setzen. Von aussen besehen bewegen sich die Töchter mit Leichtigkeit «in zwei Welten»: in den überlieferten Familienstrukturen, den ethischen Werten und religiösen Traditionen der Herkunftskultur ihrer Eltern und ihrem neuen Umfeld.
DVD, 60 Min.
Verleih: www.mundointerpret.ch/mehr/spagatverleih.html
10 für Deutschland. Gespräche mit türkeistämmigen Abgeordneten.
Mely Kiyak
Warum machen Sie Politik, Frau Akgün? Was wollen Sie bewegen, Herr Özdemir? – In vielen deutschen Parlamenten sitzen Abgeordnete, die ihre eigenen oder familiären Wurzeln in der Türkei haben. Was motiviert sie, sich in ihrer Stadt, für ihr Land, politisch zu engagieren?
Liegt ihnen Integrationspolitik näher als andere Themen? Mely Kiyak hat nachgefragt und sprach mit zehn türkeistämmigen Abgeordneten. Sie gehören verschiedenen Parteien an und sind Mitglieder deutscher Kommunal- und Landesparlamente, des Bundestags oder des Europäischen Parlaments. Ihre Themen sind Mely Kiyak, politische Journalistin und Tochter kurdischer Einwanderer aus der Türkei, bestens vertraut. Ebenso hartnäckig wie charmant fordert sie klare Positionen: zum neuen Zuwanderungsgesetz oder dem Verhältnis zum Islam. Sie will wissen, welche persönlichen Ideale türkeistämmige Mandatsträger leiten und welchen Schwierigkeiten sie im politischen Alltag begegnen. Ihre Porträts zeigen auch die Menschen hinter ihrem politischen Amt.
Hamburg: Edition Körber-Stiftung 2007
ISBN 978-3-89684-068-4, € 14.–
Die italienischen Vereine in der Schweiz
Morena La Barba
In der Schweiz gibt es eine Vielzahl italienischer Vereine. Viele von ihnen sind in den sechziger und siebziger Jahren entstanden. Wo diese Vereine heute stehen und was Italienerinnen und Italiener über die Generationen hinaus bewegt, wird in diesem Film dargestellt.
DVD, 35 Min. / 58 Min.
Genève: Controtempo-Morena La Barba 2007
Bezug: morena.labarba@socio.unige.ch
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