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Bücher
und Materialien
Kinder und Jugendliche
Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung. Was kann die Schweiz lernen?
Margrit Stamm, Doris Edelmann (Hg.)
Kinder haben ein Recht auf Bildung. Die Forschung hat nachdrücklich aufgezeigt, das die ersten Lebensjahre für den späteren Bildungs- und Lebenserfolg sehr wichtig sind. Was in dieser Phase versäumt wird, kann später kaum aufgeholt werden. Deshalb liegt der Schlüssel zur Chancengerechtigkeit in der frühkindlichen Bildung. Im Frühjahr 2009 fand zu diesem Thema eine internationale Tagung an der Universität Fribourg statt. Es wurde debattiert, wie kleine Kinder erzogen, betreut und gebildet werden sollen, damit sie optimal für einen erfolgreichen Lebensweg vorbereitet sind.
Die Publikation fasst die Ergebnisse der Tagung zusammen, zeigt Kontroversen rund um die Frage auf, inwiefern Bildung im Vorschulalter stattfinden soll, und identifiziert schliesslich offene Fragen für eine vertiefte Auseinandersetzung.
Zürich: Verlag Rüegger, 2010
ISBN 978-3-7253-0927-6, CHF 48.-
Berufswahl und Lehre. Berufliche Orientierungs- und Entscheidungsprozesse bei ausländischen und schweizerischen Jugendlichen.
Romano Müller
Vor dem Hintergrund der sozio-kognitiven Karrieretheorie gibt das Buch in getrennt lesbaren Kapiteln Auskunft zu zahlreichen Fragen: Welches sind die zentralen Faktoren des beruflichen Orientierungsprozesses? Können Bildungsbenachteiligungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Lehre kompensiert werden? Welche Art von Kompromissen müssen die Jugendlichen beim beruflichen Entscheidungsprozess eingehen? Wie zufrieden sind Lehrlinge mit ihrer Berufswahl und in der Berufslehre? Welche Leistungen erbringen Berufsberatungen? Wie verfahren Betriebe bei der Bewerbung um eine Lehrstelle? Was leistet die Schule? Erfolgt sozialer Aufstieg, Abstieg oder Statuserhalt von Lehrlingen im Vergleich mit den Berufen ihren Eltern? Das Buch gibt zudem Einblick in das duale Berufsbildungssystem der Schweiz und erörtert den aktuellen Stand der Berufsfeldforschung.
Bern: Verlag hep AG 2009
ISBN 978-3-03905-566-1 CHF 49.-
Umgang mit Diskriminierung in der Jugendförderung.
Verein Jugendarbeit Region Luzern (JaRL)
Die Öffentlichkeit diskutiert zunehmend über Vandalenakte, extrempolitische Aufmärsche und Gewaltdelikte von jugendlichen Einzelpersonen und Gruppen. Auch die Jugendarbeit verzeichnet eine Zunahme von Diskriminierungsfällen unter Jugendlichen. Solche Vorkommnisse wurden oft an Sitzungen der JaRL (Verein Jugendarbeit Region Luzern) diskutiert. Es zeigt sich, dass der Umgang mit solchen Situationen ungewohnt ist und eine gewisse Ratlosigkeit und Verunsicherung auslöst. Vor allem beim direkten Kontakt mit diskriminierten Jugendlichen fehlen sowohl einheitliche Haltungen als auch konkrete Handlungsansätze. Die Publikation geht solchen Ansätzen nach.
Luzern: Jugendarbeit Region Luzern 2009
Bestellung: info@jarl.ch
Jugendsexualität im Wandel der Zeit.
Eidgenössische Kommission für Kinder und Jugendfragen (EKKJ)
Jede Generation von Jugendlichen sieht sich von neuem mit der ebenso faszinierenden wie anspruchsvollen Aufgabe konfrontiert, die eigene Sexualität zu entdecken. Auch die heutigen Jugendlichen betreten dabei persönliches Neuland – obwohl sexualisierte Bilder in der Öffentlichkeit allgegenwärtig sind und «sexy» zu sein das oberste Ziel vieler Bemühungen ist. Es liegt daher in der Verantwortung der Erwachsenen, Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu einer respekt-, lust- und liebevollen Sexualität zu begleiten. Die EKKJ möchte mit ihren politischen Forderungen dazu einen Beitrag leisten und lässt im Bericht Expertinnen und Experten zu Wort kommen.
Bern: EKKJ 2009
Bestellen oder herunterladen: www.ekkj.admin.ch
Mit mir nicht. Mit dir nicht. Jugendliche und sexuelle Gewalt: informieren, hinterfragen, schützen.
Jael Bueno, Barbara Dahinden, Beatrice Güntert
Wie können junge Menschen in wirkungsvollem Selbstschutz vor sexuellen Übergriffen geschult werden? Für die Prävention in der Schul- und Jugendarbeit haben drei Fachfrauen aus dem Beratungs-, Präventions- und Migrationsbereich das vorliegende Handbuch erarbeitet. Es stellt Lehrkräften und Fachleuten aus der Jugendarbeit ein Instrumentarium zur Verfügung, mit dem sie das Thema der sexuellen Gewalt mit ihren Klassen und Jugendgruppen in aufbauenden Schritten bearbeiten können. Die in Pilotkursen erprobten Materialien unterstützen eine jugendgerechte Auseinandersetzung. Auf substanzielle Hintergrundinformationen im theoretischen Teil folgen anregende Vorschläge für die Unterrichts- und Kursgestaltung.
Zürich: Verlag Pestalozzianum, 2008
ISBN 978-3-03755-079-3, CHF 25.-
The World changes. Gespräch über Mädchenbeschneidung, Gesundheit, Sexualität, Traditionen, Veränderungen.
Mark Emmanuel
African Mirror Foundation traf Menschen, die zum Thema Mädchenbeschneidung etwas zu sagen haben. Sie besuchte Ärztinnen, Botschafter, Glaubensvertreter und Journalistinnen. Die DVD zeigt auf, mit welchen Vorstellungen, Argumenten und Fragen Mädchenbeschneidung häufig in Zusammenhang gebraucht wird. Die DVD erleichtert den Einstieg in ein schwieriges Thema.
Luzern: Caritas Schweiz/ African Mirror Foundation 2009
Bestellung: info@caritas.ch, CHF 30.-
Doing Better for Children.
OECD
The well-being of children is high on the policy agenda across the OECD. But what is the actual state of child well-being today? How much are governments spending on children and are they spending it at the right times? What social and family policies have the most impact during children’s earliest years? Is growing up in a single-parent household detrimental to children? Is inequality that persists across generations a threat to child well-being? «Doing Better for Children» addresses these questions and more.
Paris: OECD 2009
ISBN 978-92-64-05933-7, € 30.–
A surfeit of children in Europe?
Terre des hommes
The study in Belgium, France, Spain and Switzerland deals with an issue which receives little attention: the disappearance of unaccompanied foreign minors placed in institutions. In its General Comment N°6, although broadly open to all issues, the UN Committee on the Rights of the Child does not address this situation. The main value of this document is therefore that it makes visible children who had become invisible, that it compares the situation in four European countries receiving migrant children, and formulates a series of recommendations based on these observations. Without claiming to be exhaustive, and with neither moralistic nor stigmatizing intentions, this study will allow each European state to benefit from an analysis of its domestic situation and to draw inspiration from the recommendations which are universal in scope.
Lausanne: Terre des hommes 2010
Commander ou télécharger: www.tdh.ch
Prävention von Jugendgewalt. Expertenbericht 05/09.
Manuel Eisner, Denis Ribeaud, Rahel Locher
Der Bericht präsentiert differenziert die Entwicklung und das Ausmass von Jugendgewalt, zeigt Ursachen und Einflussfaktoren von Jugendgewalt auf und zeichnet ein umfassendes Bild der Gewaltprävention in der Schweiz. Die Autoren und die Autorin identifizieren erfolgversprechende Präventionsansätze und formulieren Empfehlungen für die Gewaltprävention in der Familie, in der Schule, im Quartier und im öffentlichen Raum. Insgesamt wurde mit der Expertise für Praxis und Politik eine wichtige Grundlage im Sinne eines Referenzdokumentes geschaffen, welches Orientierung und konkrete Handlungsanleitungen für die Ausgestaltung von Präventionsmassnahmen und die Entwicklung von Präventionsstrategien auf allen Ebenen bietet.
Bern: Bundesamt für Sozialversicherung BSV 2009
ISBN 3-909340-66-0 CHF 34.-
Neue Medien und Gewalt. Expertenbericht 04/09.
Olivier Steiner
Elektronische und interaktive Medien spielen im Alltagsleben von jungen Menschen eine zentrale Rolle. Gleichzeitig besteht in der Öffentlichkeit eine grosse Besorgnis über die negativen und schädlichen Wirkungen des Medienkonsums. So ist die Annahme verbreitet, dass ein Zusammenhang zwischen medialem Gewaltkonsum und jugendlichem Gewaltverhalten besteht.
Der Bericht präsentiert die aktuelle Forschungslage hinsichtlich der Nutzung neuer Medien durch Kinder und Jugendliche und der Wirkungen Gewalt darstellender Inhalte. Gemäss diesen Erkenntnissen führt der Konsum von Gewaltdarstellungen nicht generell aber im Kontext von anderen problematischen Lebens- und Umweltfaktoren bei Jugendlichen zu einer erhöhten Gefährdung. Weiter ist besorgniserregend, dass Kinder und Jugendliche oftmals ungeschützt zu Medien Zugang haben und gewollt oder ungewollt mit sehr problematischen Medieninhalten direkt in Kontakt kommen.
Bern: Bundesamt für Sozialversicherung BSV 2009
ISBN 3-909340-65-2,CHF 17.–
Balkan-Kids. Die neuen Schweizer erzählen.
Eva Burkard
Berührende Texte von und über Migrantenjugendliche geben Einblicke in das Leben zwischen der Herkunftsfamilie in der Fremde und der Gemeinschaft Gleichaltriger in der Schweiz. Dies ist das Buch einer Generation von neuen Schweizer Europäern, einer Generation mit zwei Zugehörigkeiten, voller Fragen, Probleme und Ängste, aber mit denselben Hoffnungen, Erwartungen und Freuden, die auch ihre Schweizer Kolleginnen und Kollegen haben.
Frauenfeld: Verlag Huber 2010
ISBN 978-3-7193-1538-2, CHF 39.90
Kinder dieser Welt erzählen. Im Fokus: Kinderrechte.
Filme für eine Welt
In sieben halbstündigen Dokumentarfilmen erzählen Kinder, wie sie leben, wohnen, essen, arbeiten, spielen, zur Schule gehen. Sie geben Einblick in ihre Sorgen und Nöte und eröffnen uns auch, wovon sie träumen, was sie sich wünschen und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen. Das didaktische Begleitmaterial fokussiert auf verschiedene Kinderrechte, wie sie in der UNO-Kinderrechtskonvention festgeschrieben sind. Die DVD bietet sich als Instrument zur Illustration folgender Kinderrechte an: Recht auf Gesundheit, Bildung und Erziehung, Geborgenheit, Freizeit, Spiel und Erholung, Nicht-Diskriminierung und Gleichbehandlung.
Bern: Filme für eine Welt 2009
DVD mit didaktischem Begleitmaterial, CHF 60.-
Bestellung: mail@filmeeinewelt.ch
Pizza Bethlehem
Film von Bruno Moll
Im Zentrum von Bruno Molls Film «Pizza Bethlehem», der an den Solothurner Filmtagen 2010 von Publikum und Medien als Highlight gefeiert wurde, stehen neun junge Frauen des FC Bethlehem. Das Team spiegelt die ethnische Zusammensetzung des Berner Quartiers, in dem die Mädchen leben. Der Film betrachtet beschwingt, liebe- und humorvoll den Alltag der jungen Frauen in Schule, Liebe, Beruf und Familie – und er lässt natürlich den Frauenfussball leben. Moll fragt nach dem Selbstverständnis seiner Fussballerinnen, nach ihren Träumen und Ängsten, fragt nach Religion, Ausbildung und Liebe. Was heisst es, fremd sein im Land, in dem man aufgewachsen ist, wo man sich zuhause fühlt?
trigon-film, im Kino (DVD erhältlich ab Oktober 2010)
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Neuerscheinungen
Migrations- und Integrationspolitik
Neue Publikationen der EKM
Frauen in der Migration. Das Bild der Migrantin in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung und in der aktuellen Forschung.
Andrea Ch. Kofler, Lilian Fankhauser
Man geht davon aus, dass gegenwärtig etwa 214 Millionen Menschen als Migrantinnen und Migranten ausserhalb ihres Geburtsland leben, rund 70 Millionen davon in Europa. Der Frauenanteil liegt weltweit bei rund 50 Prozent, in der Schweiz leicht tiefer. Die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen betraute das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern mit einer Studie, welche aufzeigt, wie sich die weibliche Migrationsbevölkerung zusammensetzt und welche Migrantinnen-Bilder Medien und Politik vermitteln. Andrea Ch. Kofler und Lilian Fankhauser weisen in der Studie «Frauen in der Migration» nach, dass Migrantinnen vor allem als Opfer dargestellt werden. Sie erscheinen als «unselbständig, passiv, abhängig und wenig integriert». Die Realität aber ist viel vielschichtiger.
Im herkömmlichen Integrationsdiskurs tauchen Frauen häufig als schwer erreichbare Zielgruppe auf, welcher man mit besonderen Massnahmen begegnen muss. Eine Integrationspolitik und -praxis, die auf die Bedürfnisse aller Zugewanderten eingehen will, muss auch von anderen Profilen ausgehen. So braucht es beispielsweise mehr Angebote für gezielte Weiterbildungen für gut Qualifizierte und Vereinfachungen bei der Anerkennung von Diplomen.
Die Zahl jener Frauen, die als Migrationsgrund die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit angeben, hat zugenommen. Vor allem aus Südamerika und Afrika kommen aber sehr viele Frauen im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz. Sie sind bezüglich ihrer Aufenthaltsbewilligung an den Verbleib beim Ehemann gebunden. Ebenfalls prekär ist die Situation von Migrantinnen, die von Gewalt betroffen sind.
Bern: EKM 2009, Materialien zur Migrationspolitik
Vertrieb: BBLL, Art. 420.923.D (gratis)
Migration im Fokus 2009.
Jahresbericht der EKM
2009 war migrationspolitisch ein bedeutendes Jahr. Die Personenfreizügigkeit mit der EU wurde per Volksabstimmung ausgeweitet und weitergeführt – und der Bau von Minaretten verboten. Wer wissen will, was in Sachen Migration 2009 sonst noch passiert ist, kann dies im Jahresbericht der EKM nachlesen: Migration im Fokus 2009. Der Bericht führt selbstverständlich auch die wichtigsten Aktivitäten, Publikationen und Empfehlungen der Kommission auf.
Bern: EKM 2010
Vertrieb: BBL, Art. 420.910.09D (gratis)
Migrations- und Integrationspolitik
International Migration in Europe. New Trends and New Methods of Analysis.
Corrado Bonifazi, Marek Okólski, Jeannette Schoorl, Patrick Simon (eds.)
The last twenty years have witnessed radical change in European international migration. Globalisation and the fall of the Berlin Wall, alone, have destroyed the old migratory order. New destinations, new origins and new flows have emerged. Many countries have implemented national regulatory regimes of their own, while mobility and enlargement issues have reinforced the European Union’s role in migration policymaking. Meanwhile in and around the Continent’s longer-standing hubs of immigration, the persistence of ethnic discrimination and inequality is dramatically giving rise to a «second generation issue». The book considers the many facets and faces of European international migration by taking into account different disciplinary perspectives and various points of view. The fifteen chapters specifically examine the migration panorama’s shifting shape and forms, the evolution of regional patterns, the interrogational process of social intergenerational process of social integration and the use of special surveying techniques.
Amsterdam: Amsterdam University Press 2008
ISBN 978-90-5356-894-1, € 45.–
The Future of International Migration to OECD Countries.
OECD (ed.)
On average about 3.3 million migrants move to the OECD area every year. Will this trend continue in the years ahead? The question is difficult to answer precisely, because the factors shaping international migration flows are tremendously complex and hard to predict, as are changes in the migration policies of receiving countries. Yet clearly decision makers in government, business and society at large would be better equipped to address the opportunities and risks if they had a better understanding of the developments likely to influence global migration over the longer term. This book explores the social, economic and environmental forces that may combine to attract migrants of various types and backgrounds to OECD countries, as well as those that may persuade migrants to leave their countries or to stay at home. By analysing different pull and push factors and constructing five different scenarios of migration in the future, this volume endeavours to cast light on a range of key questions. Which factors will be major determinants of global migration flows? Which OECD countries will look particularly attractive for migrants? Outside the OECD area, where will the pressures to migrate be especially strong? And what kind of migration-related issues will policy makers likely be facing as a result, as 2030 approaches?
Paris: OECD 2009
ISBN 978-92-64-04449-4, € 45.–
Parallelgesellschaften. Diskursanalysen zur Dramatisierung von Migration.
Werner Köster (Hg.)
Der Begriff der «Parallelgesellschaft» hat in den vergangenen Jahren eine enorme Karriere gemacht. Bis heute verkettet er eine Reihe von Themen zu einem relativ einheitlichen Diskurs. Es fehlt nicht an Versuchen, das Bestehen von Parallelgesellschaften wissenschaftlich messbar zu machen und klare Kriterien für ihr Vorhandensein zu benennen, so z. B. ökonomische Abkoppelung, Verdoppelung von politischen Strukturen oder räumliche Absonderung. Die Beiträge dieses Bandes untersuchen die publizistische Verwendung des Begriffs. In medienwissenschaftlichen Analysen belegen sie, wie «Parallelgesellschaft» als Kampfbegriff gegen das Leitbild einer multikulturellen Gesellschaft fungiert.
Essen: Klartext Verlag 2009
ISBN 978-3-89861-822-9, € 22.95
Regine. Regularisations in Europe.
Martin Baldwin-Edwards, Albert Kraler
The great majority of EU member states currently use, or have used in the last decade, some sort of regularisation measure. Yet regularisation is also a highly contested policy tool, raising a range of issues regarding the effectiveness of regularisation measures: the economic, fiscal and social impact of such measures, the extent to which regularisations exert a pull effect on irregular migration and the relationship of regularisation with other policies on irregular migration, notably prevention and return. «REGINE – Regularisations in Europe» addresses these debates surrounding regularisation. Apart from comprehensively documenting and analysing patterns of regularisation in the EU-27, it investigates possible rationales for regularisation, the impact of regularisation and the relationship of regularisation to the wider policy framework on migration and asylum.
Amsterdam: Pallas Publications 2009
ISBN 978-90-8555-008-2, € 69.–
International Migration Outlook. SOPEMI 2009.
OECD (ed.)
Migration to OECD countries has been sharply rising over the past two decades and in recent years labour migration has significantly increased. This publication first examines the economic crisis and its impact on international migration, describes how flows and migration policy have been recently affected by the crisis, and analyses the forecast medium and long-term impact. Then, it turns to the management of labour migration, both of the highly and lesser skilled. It examines how countries should prepare now for future labour market demand and how best to redirect irregular migration into authorised channels.
Paris: OECD 2009
ISBN 978-92-64-05661-9, € 40.–
Dynamiken von Integration und Ausschluss in der Schweiz.
Hans-Ulrich Grunder (Hg.)
Wer gehört zur Gesellschaft? Wer gehört nicht dazu? Was bedeutet es, nicht einer Gesellschaft oder einer ihrer Gruppen anzugehören? Wer besitzt die Macht oder das Recht, dies zu bestimmen – und heisst nicht-integriert sein zugleich ausgeschlossen sein? In diesem Buch steht das Verhältnis von «Innen und Aussen», von «Mehrheit und Minderheit», «Zwang und Freiheit», «Übergang und Stillstand», «Gesundheit und Krankheit», von «Sesshaften und Fahrenden» sowie von «Konformität und Devianz» zur Debatte. Die Autorinnen und Autoren stellen die Resultate des Nationalen Forschungsprogramms 51 (NFP 51) «Integration und Ausschluss» in einen breiten Kontext. Ihre Fragen reichen weit: Sind Eingliederung, Eingefügtwerden, Integration unerlässlich für das Funktionieren eines Gemeinwesens? Wo ist die Grenze erreicht, deren Überschreiten eine Gesellschaft sprengt oder zumindest an ihren Rändern abbröckeln lässt? Wie viel Ausschluss kann sich eine Gesellschaft leisten, wie viel Integration verträgt sie?
Zürich: Seismo Verlag 2009
ISBN 978-3-03777-076-4, CHF 38.–
Connecting the Dots. A fresh look at managing international migration.
International Catholic Migration Commission
Over a period of three months, ICMC has consulted leading policy makers and actors within the migration field, bringing them together for informal discussions on the diverse challenges associated with global migration flows and approaches, and to discuss ways to improve international migration management. «Connecting the dots»offers a summary report of these first conversations, including recommendations for next steps.
Geneva: ICMC 2009
Orders: GGM@icmc.net
Barrieren überwinden: Migration und menschliche Entwicklung. Bericht über die menschliche Entwicklung 2009.
United Nations Development Programme UNDP (Hg.)
Unsere Welt ist sehr ungleich. Für viele Menschen rund um die Welt kann das Verlassen ihres Heimatorts die beste – und manchmal einzige – Möglichkeit zur Verbesserung ihrer Lebenschancen sein. Menschen, die migrieren, können auf sehr effektive Weise ihr Einkommen und das ihrer Familien erhöhen, ihre Bildung und Partizipation verbessern sowie ihren Kindern eine bessere Zukunft eröffnen. Aber Migration bedeutet noch viel mehr: Die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wo man leben will, ist ein wesentliches Element menschlicher Freiheit. Der Bericht verankert die menschliche Entwicklung auf der Agenda politischer Entscheidungsträger, die angesichts der zunehmend komplexen Muster weltweiter Wanderungsbewegungen optimale Ergebnisse erreichen wollen.
Berlin: Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen 2009
ISBN 978-3-923904-65-5, € 26.30
Asyl
Handbuch zum Asyl- und Wegweisungsverfahren.
Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH (Hg.)
Das Handbuch vermittelt einen Überblick über den aktuellen Stand der Schweizer Gesetzgebung zum Asyl- und Wegweisungsverfahren. Die Revisionen des Asyl- und Ausländergesetzes traten gestaffelt in den Jahren 2007 und 2008 in Kraft. Mit den Schengen/Dublin-Assoziationsabkommen gelangt auch die Dublin-II-Verordnung unmittelbar zur Anwendung in der Schweiz. Das Buch richtet sich an Mitarbeitende der Hilfswerke, an Rechtsvertreterinnen und Rechtsvertreter von Asylsuchenden sowie an alle Personen, die für ihre Arbeit auf ein verlässliches und umfassendes Standardwerk zum Asyl- und Wegweisungsverfahren angewiesen sind.
Bern: Haupt Verlag 2009
ISBN 978-3-258-07376-7, CHF 64.–
Recht
Textsammlung Migrationsrecht.
Alberto Achermann, Martina Caroni, Astrid Epiney, Walter Kälin, Minh Son Nguyen, Peter Uebersax
Die Textsammlung «Migrationsrecht» enthält die wichtigsten Erlasse, Verträge und Rechtstexte inklusive des Europarechts in den Bereichen Ausländerrecht, Asylrecht und Bürgerrecht. Ausländerrecht: ausländerrechtliche Gesetzgebung, Freizügigkeitsrecht mit der EU, relevante Rechtsakte der EU, sonstige Rechtsakte der EU im Bereich Freizügigkeit und Zuwanderung von Drittstaatsange hörigen, Schengener Abkommen und relevante EU-Rechtsakte; Asylrecht: asylrechtliche Gesetzgebung, bilaterale Abkommen mit der EU (Dublin) mit relevanten Rechtsakten der EU und mit sonstigen EU-Rechtsakten zum Asylrecht, Verträge des internationalen Flüchtlingsrechts; Informationssysteme: Bundesgesetzgebung für den Ausländer- und Asylbereich; Bürgerrecht; Arbeitsrecht: Gesetzgebung im Bereich Entsenderecht und Bekämpfung der Schwarzarbeit; Menschenrechtsabkommen: Materielle Bestimmungen der EMRK und der wichtigsten UNO-Menschenrechtsabkommen; Sonstige für das Migrationsrecht wichtige Abkommen in den Bereichen Adoption, Überstellung verurteilter Personen und Menschenhandel.
Bern: Stämpfli Verlag 2009
ISBN 978-3-7272-2764-6 CHF 53.–
Migrationsrecht.
Martina Caroni, Tobias D. Meyer, Lisa Ott
Migration ist ein soziales Phänomen, das gegenwärtig sowohl in der politischen wie auch in der rechtlichen Diskussion viel Platz einnimmt. Der heute gebräuchliche Begriff Migrationsrecht macht deutlich, worum es bei seinem Gegenstand geht: um den Versuch des Rechts, Migrationsvorgänge zu ermöglichen, zu steuern oder zu verhindern. Das Skriptum dient der Einführung in das Migrationsrecht. Einleitend werden die begrifflichen, soziologischen und politikwissenschaftlichen Grundlagen sowie die völkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen des Migrationsrechtes dargestellt. Anschliessend wird ein Überblick über das Ausländerrecht nach dem Ausländergesetz sowie nach dem Freizügigkeitsabkommen mit der EU und EFTA, über das Asylrecht (inkl. Dublin-Assoziierung) und über das Staatsbürgerschaftsrecht gegeben. Schliesslich wird die rechtlich nicht geregelte Situation von Sans Papiers dargestellt.
Bern: Stämpfli Verlag AG 2009
ISBN 978-3-7272-1535-3, CHF 48.–
Jahrbuch für Migrationsrecht 2008/2009.
Alberto Achermann, Martina Caroni, Astrid Epiney, Walter Kälin, Minh Son Nguyen, Peter Uebersax
Das aktuelle «Jahrbuch für Migrationsrecht» befasst sich schwerpunktmässig mit Fragen des asyl- und ausländerrechtlichen Verfahrensrechts, namentlich mit den Verfahrensgarantien für Ausländerinnen und Ausländer und für Asylsuchende und mit den anwendbaren Beweismassstäben. Ein weiterer Beitrag beleuchtet mögliche Auswirkungen des europäischen Gleichstellungsrechts auf das Migrationsrecht. Der dokumentarische Teil des Jahrbuchs beschlägt den Berichtszeitraum Mitte 2008 bis Mitte 2009 und enthält eine umfassende Darstellung der Praxis von Bundesgericht (Ausländer- und Bürgerrecht) und Bundesverwaltungsgericht (Asyl-, Ausländer- und Bürgerrecht). Ein weiterer Bericht behandelt neueste Urteile des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte mit Bedeutung für das Migrationsrecht. Nachgezeichnet wird im Weiteren die Rechtsentwicklung in der Schweiz, in der EU und in anderen internationalen Gremien, einschliesslich der Menschenrechtsorgane der UNO. Der Band enthält eine Bibliographie des schweizerischen Migrationsrechts.
Bern: Stämpfli Verlag AG 2009
ISBN 978-3-7272-2765-3, CHF 79.–
Das Schweizerische Sozialhilferecht. Rechtsgrundlagen und Rechtsprechung.
Christoph Häfeli, Karin Anderer, Cornelia Breitschmid, Claudia Hänzi, Peter Mösch Payot, Christoph Rüegg, Urs Vogel, Peter Voll
Mit Ausnahme von einigen Monographien zu Spezialthemen des Sozialhilferechts existiert zurzeit keine aktuelle Darstellung des Schweizerischen Sozialhilferechts. Dieses ist gekennzeichnet durch minimale bundesrechtliche Regelungen und eine Vielfalt von kantonalen Gesetzgebungen. Entsprechend vielfältig ist auch die letztinstanzliche kantonale Rechtsprechung dazu. Das vorliegende Werk schliesst diese Lücke. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes präsentieren der Praxis und den Rechtsmittelinstanzen Beiträge zu allen relevanten Themen des Schweizerischen Sozialhilferechts sowie eine aktuelle Übersicht zum Stand des Schweizerischen Sozialhilferechts und zur Rechtsprechung der letzten Jahre.
Luzern: Interact 2008
ISBN 978-3-906413-51-8, CHF 75.–
Sprache
Sprachen lernen – Lernen durch Sprache.
Franziska Bitter Bättig, Albert Tanner
(Hg.)
Kommunikative Kompetenzen in mehreren Sprachen sind in unserer globalisierten Welt mit ihren Chancen und Zwängen zur Mobilität nötiger denn je. Die Vielfalt der Sprachen, die Forderung nach Mehrsprachigkeit jedes Individuums stellt die (Hoch-)Schule vor neue Aufgaben. Sie soll Lernende befähigen, in kommunikativen Situationen angemessen sprachlich zu handeln und sie mit Strategien zum Sprachenlernen so weit vertraut machen, dass sie ihren Weg als Sprachenlernende erfolgreich weitergehen können. Diese Anforderungen verlangen nach einer umfassenden Erneuerung des sprachlichen Unterrichts in der Schule. So richtet die Fremdsprachendidaktik ihr Augenmerk vermehrt auf die Lernenden, ihre Motivation und ihren Zugang zur Sprache. In neuen Formen des Sprachunterrichts erfahren mehrsprachige Schülerinnen und Schüler durch den Einbezug ihrer Herkunftssprachen und das Nachdenken über die Verknüpfung von Sprache und Kultur eine stärkere Anerkennung. Differenzierte sprachliche Fähigkeiten sind Voraussetzung, um auch in anderen Fächern gute Leistungen zu erzielen. Zweiundzwanzig namhafte Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland äussern sich in den Themenbereichen «Sprache(n) lernen», «Sprache und Lernen», «Mehrsprachigkeit» und «Sprache und Gesellschaft». Unter anderen sind dies: Raphael Berthele, Stéphane Borel, Andrea Ender, Annelies Häcki Buhofer, Karin Landert Born, Heinrich Löffler, Georges Lüdi, Romano Müller, Anton Näf, Daniel Stotz, Alfons Welling und Werner Wiater.
Zürich: Verlag Seismo 2010
ISBN 978-3-03777-080-1, CHF 49.–
(Politische) Partizipation & Bildung
Weiterbildungsreihe Menschenrechtsbildung in Sprach- und Integrationskursen.
Didaktische Materialien.
Isabel Brändli, Christine Zumstein
Sprach- und Integrationskurse sind für Zugewanderte eine wichtige Station im Integrationsprozess. Über das Erlernen der Ortsprache hinaus ermöglichen sie Zugewanderten, sich mit der hiesigen Lebenswelt vertraut zu machen und sich mit deren Werten und Normen auseinanderzusetzen. Die drei Module bieten Kursleitenden konkrete Ideen, wie Norm- und Wertevermittlung im Unterricht gefördert werden können. Sie sind im Rahmen des Pilotprojekts «Menschenrechtsbildung in Sprach- und Integrationskursen»vomVerein Humanrights.ch / MERS in Zusammenarbeit mit dem Verband der Schweizerischen Volkshochschulen (VSV) entstanden und behandeln die folgenden Themen: Rassistische Diskriminierung, Meinungsäusserungs- und Religionsfreiheit; Geschlechterrollen, Gleichberechtigung und (häusliche) Gewalt; Soziale Rechte und Pflichten.
Bern: Humanrights.ch und VSV 2009
Bestellen: VSV, Hallerstrasse 58 , 3012 Bern
Interkulturelle Kommunikation
Übersetzen in der Sozialhilfe. Ansprüche Fremdsprachiger und Verpflichtungen des Staates.
Jörg Künzli, Alberto Achermann
Die Schweiz ist im Verlauf der letzten vierzig Jahre zu einem Einwanderungsland geworden. Vielsprachigkeit ist auch hierzulande eine Tatsache. Die Institutionen müssen darauf überzeugende Antworten finden. Selbstverständlich sind nicht nur sie gefordert: In der schweizerischen Integrationspolitik wird deshalb grosses Gewicht auf das Erlernen einer Landessprache gelegt. Nichts desto trotz wird es immer Menschen in diesem Land geben, die in heiklen Situationen nicht in der Lage sind, ein Gespräch in der Ortssprache zu führen.
Das Gutachten geht der Frage nach, inwiefern sich aus der geltenden Rechtsordnung Ansprüche Fremdsprachiger oder Verpflichtungen des Staates ableiten lassen. Es kommt zu eindeutigen Aussagen. Überall dort, wo staatliches Handeln den Charakter einer Verfügung annimmt und für die Ermittlung des Sachverhaltes eine hinreichende Kommunikation notwendig ist, erweist sich Übersetzen als unerlässlich. Diese Verpflichtung lässt sich indirekt aus dem in Verfassung und Verfahrensrecht festgehaltenen Anspruch auf rechtliches Gehör ableiten.
St. Gallen: Schweizerische Konferenz der Integrationsdelegierten (KID) 2009
Download: www.integration.sg.ch
Merken, was läuft. Rassismus im Visier.
Sabina Brändli, Miryam Eser Davolio (Hg.)
Vom Fremden, das zu unserem Alltag gehört, über den alltäglichen Rassismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen bis zur rassistischen Machtausübung und Ausgrenzung ist der Weg oft kurz. Das Handbuch will dem Leser – Lehrpersonen und interessierten Erwachsenen – in 16 Kapiteln gut verständliche Informationen zu Mechanismen des Rassismus geben. Zum Einsatz im Unterricht auf der Sekundarstufe sind zu den einzelnen Kapiteln Lernziele formuliert, es werden Materialien vorgestellt und präzise Unterrichtshinweise gegeben. Die Materialien selbst finden sich auf der zugehörigen DVD, ebenso wie Arbeitsblätter und Aufträge an die Lernenden. Ebenfalls auf der DVD findet sich der Film «Colors of Schweiz» von Heinz Bütler und Beat Kuert. Darin äussern sich Jugendliche spontan zu Themen wie Heimat, Fremdenfeindlichkeit, Anpassung und Zusammenleben.
Zürich: Verlag Pestalozzianum 2009
ISBN 978-3-03755-105-9, CHF 49.–
Sozialpolitik
The Family in Question. Immigrant and Ethnic Minorities in Multicultural Europe.
Ralph Grillo (ed.)
The family life of immigrants and settled ethnic minority populations is central to arguments about the rights and wrongs of living in multicultural societies. As the practices believed to be characteristic of such families become the object of much media comment and frequent policy initiatives, an intense, often acrimonious debate about cultural difference has arisen. At the same time, individuals are themselves reflecting on how to manage their ties in a world where migration is transnational, societies are increasingly pluralised and relations become more complex and less clear-cut. This volume explores these debates in a series of case studies on immigrant and ethnic minority families in Austria, the Netherlands, Norway, Portugal, Spain, Switzerland, the UK and Australia.
Amsterdam: Amsterdam University Press 2008
ISBN 978-90-5356-869-9, € 39.95
Migration, Flucht und Exil im Spiegel der Sozialen Arbeit.
Gisela Hauss, Susanne Maurer (Hg.)
Die Geschichte der Sozialen Arbeit lässt sich als immer neue Anstrengung lesen, Menschen und Menschengruppen zu integrieren, um so den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sichern. Heute steht die Kohäsion der Gesellschaft erneut zur Disposition. Die Problematik des sozialen Ausschlusses beschränkt sich nicht mehr nur auf die Ränder der Gesellschaft – sie ist auch in der «Mitte der Gesellschaft» angekommen. Vor dem Hintergrund transnationaler Migrationsbewegungen und einer europaweit zu beobachtenden Spaltung in erwünschte und unerwünschte Zuwanderung muss sich die Soziale Arbeit im Hinblick auf ihre integrierende Funktion neu positionieren. Die Beiträge des Bandes zeigen, dass das Verhältnis von Sozialer Arbeit und Migration auch historisch keineswegs eindeutig war. Nicht immer gewährleistete die Fürsorge Hilfe, ermöglichte Zugehörigkeit – in manchen Fällen war sie sogar selbst auslösende Instanz für weitere Wanderungsbewegungen. Der (selbst-) kritische Blick in die Geschichte kann den vielschichtigen, oft paradoxen Zusammenhang von Migration und Sozialer Arbeit erhellen. Subjektive Wünsche und Hoffnungen auf ein «besseres Leben» sind dabei ebenso von Bedeutung wie individuelle und kollektive Vorstellungen von einer «normalen» Lebensführung. Indem «Migration, Flucht und Exil im Spiegel der Sozialen Arbeit» reflektiert werden, entfalten sich neue Aufmerksamkeiten - für selbst initiierte oder aufgezwungene, für zeitlich befristete oder auch unumkehrbare, für ökonomisch, politisch oder auch verwaltungstechnisch bedingte «Migrationen».
Bern: Haupt Verlag 2010
ISBN 978-3-258-07559-4, CHF 49.–
Psychologie / Gesundheit
Informationsblatt: Häusliche Gewalt im Migrationskontext.
Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG
Häusliche Gewalt betrifft alle gesellschaftlichen Schichten und alle Nationalitäten. In der Schweiz registrieren polizeiliche Interventionsstatistiken jedoch überproportional häufige Interventionen in Fällen von häuslicher Gewalt bei Ausländerinnen und Ausländern - dies sowohl auf der Opfer- wie auch auf der Täterseite. Kann daraus auf eine überdurchschnittliche Betroffenheit von ausländischen Staatsangehörigen durch häusliche Gewalt geschlossen werden? Und wie liesse sich dies erklären? Das Informationsblatt beleuchtet diese Fragen und erläutert mögliche Gründe für die Übervertretung von ausländischen Staatsangehörigen in Kriminalstatistiken.
Bern: EBG 2009
Download: www.ebg.admin.ch
Unterrichtsmappe Gesundheit.
Bundesamt für Gesundheit (Hg.)
Die «Unterrichtsmappe Gesundheit» soll dazu beitragen, Migranten und Migrantinnen für Gesundheitsthemen zu interessieren und ihre Verständigung mit dem Gesundheitspersonal zu verbessern. Sie enthält anschauliche, flexibel einsetzbare Lerneinheiten zum Thema Gesundheit in einfachem Deutsch (Niveau A1) sowie Hinweise und Hilfsmittel zur Kursgestaltung. Die Materialien sind auch elektronisch erhältlich und eignen sich besonders für erwachsene, bildungsungewohnte Personen in Sprach- und Integrationskursen.
Bern: BAG 2010
Kostenlos erhältlich bei: www.miges.admin.ch
Gesund leben. Deutsch als Lebenssprache.
Christine Zumstein, Osman Besic
Dieses Deutsch-Lehrmittel vermittelt den Wortschatz, der in alltäglichen Situationen zum Thema Gesundheit gebräuchlich ist. Es eignet sich für Sprachkurse ab Niveau A2 und befähigt Anderssprachige, über ihre Gesundheit und ihren Körper zu reden und Präventionsbotschaften oder Mitteilungen der Krankenkasse zu verstehen.
Bern: hep Verlag 2009
ISBN: 978-3-03905-410-7, CHF 18.–
Transkulturelle Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz.
www.prevtrans.ch
Die Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung sind in der Schweiz nicht für alle Personen mit Migrationshintergrund gleich gut zugänglich – eine Tatsache, die angesichts des Rechts auf Chancengleichheit nicht einfach hingenommen werden darf. Die Träger-Organisationen des Projekts «Transkulturelle Prävention und Gesundheitsförderung» möchten dazu beitragen, die Situation zu verbessern. Sie haben das vorhandene Wissen zur Arbeit mit der Migrationsbevölkerung in einem Synthesebericht gesammelt. Diesen stellen sie Fachpersonen und Organisationen zusammen mit Hilfsmitteln für die praktische Umsetzung zur freien Verfügung.
Download: www.prevtrans.ch
Gesundheitskompetenz zwischen Anspruch und Umsetzung.
Schweizerisches Rotes Kreuz (Hg.)
«Gesundheitskompetenz ist die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken» (Bundesamt für Gesundheit). Aber wie kann die Gesundheitskompetenz von Migrantinnen und Migranten gestärkt werden, von Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen, von Frauen auf dem Drogenstrich oder von alten Menschen? Der vorliegende Sammelband beleuchtet das Konzept Gesundheitskompetenz aus theoretischer und empirischer Sicht und stellt praktische Erfahrungen damit vor. Er macht die Vielfalt an Möglichkeiten sichtbar, die sich durch gezielte Förderung der Gesundheitskompetenz ergeben, zeigt aber auch die Notwendigkeit auf, in der Praxis auf unterschiedlich ausgeprägte Gesundheitskompetenz Rücksicht zu nehmen.
Zürich: Seismo Verlag 2009
ISBN 978-3-03777-086-3, CHF 38.–
Migration und Sucht.
Infodrog, Schweizerische Koordinations- und Fachstelle Sucht (Hg.)
In den vergangenen Jahren hat sich eine neue Perspektive etabliert: Migration wird zunehmend als ein komplexes Geschehen wahrgenommen, das von den Migrierenden aktiv (mit-) gestaltet wird. Nicht mehr primär als Problem verstanden wird Migration zur biografischen Ressource. Mit diesem Ansatz soll auch eine «migrationsgerechte» Suchtarbeit betrieben werden. Diverse Artikel zeigen auf, wie dies konkret umgesetzt werden kann.
SuchtMagazin 4/2009
Bestellen: abo@infodrog.ch
Religion
Neue Migrationskirchen in der Schweiz.
Simon Röthlisberger, Matthias D. Wüthrich
Die Schweiz ist ein Einwanderungsland. In den letzen Jahren sind von christlichen Migrantinnen und Migranten vermehrt neue Migrationskirchen gegründet worden. Für die einheimischen Kirchen stellt sich da die entscheidende Frage, wie sie mit diesen Migrationskirchen zusammen (als Kirche) Kirche sein können. Bei der Beantwortung dieser Frage drängen sich weitere Fragen auf: Wie sind Migrationskirchen organisiert und wer sind ihre Mitglieder? Wie viele solche Kirchen gibt es in der Schweiz? Und welchen Einfluss haben Migrationskirchen auf die Integration ihrer Mitglieder in der Aufnahmegesellschaft? Und vor allem: Welches sind die theologischen Grundlagen für das Zusammen-Kirchen-Sein? Die aus der Perspektive des SEK und der Mitgliederkirchen verfasste Untersuchung geht diesen Fragen nach und zeigt Möglichkeiten eines gemeinsamen Kircheseins auf. Dabei erweist sich, dass das Thema Migrationskirchen nicht nur für die einheimischen Kirchen, sondern gesamtgesellschaftlich von Interesse ist. Die Untersuchung plädiert für eine Haltung der Offenheit und für eine Öffnung gegenüber den Migrationskirchen wie gegenüber den einzelnen Migrantinnen und Migranten.
Luzern: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK 2009
ISBN 978-3-7229-0004-9, CHF 15.–
Streit um das Minarett. Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft.
Mathias Tanner, Felix Müller, Frank Mathwig, Wolfgang Lienemann (Hg.)
Der Bau von Minaretten und die daran sichtbar werdende Präsenz des Islam in Europa lösen Kontroversen aus, die in der Schweiz bis zu einer Volksinitiative zum Verbot von Minaretten geführt haben. Das vorliegende Buch thematisiert erstmals die wichtigsten Aspekte der Kontroverse: Was sind die Motive und die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Bau von Minaretten? Warum konnte die Minarett-Initiative zustande kommen und worin besteht ihre Problematik? Wie sind die Argumente der Minarett-Gegner zu bewerten und welche Rolle spielen die Kirchen in der Minarett-Diskussion? Welche Lösungen gibt es für Minarett-Konflikte und welches sind die Regeln für das Zusammenleben in der religiös pluralistischen Gesellschaft?
Zürich: Theologischer Verlag Zürich TVZ 2009
ISBN 978-3-290-17549-8, CHF 39.–
Muslims of Europe. The «other» Europeans.
H. A. Hellyer
The interchange between Muslims and Europe has a long and complicated history, dating back to before the idea of «Europe» was born, and the earliest years of Islam. There has been a Muslim presence on the European continent before, but never has it been so significant, particularly in Western Europe. With more Muslims in Europe than in many countries of the Muslim world, they have found themselves in the position of challenging what it means to be a European in a secular society of the twenty-first century. At the same time, the European context has caused many Muslims to re-think what is essential to them in religious terms in their new reality. In this work, H. A. Hellyer analyses the prospects for a European future where pluralism is accepted within unified societies, and the presence of a Muslim community that is of Europe, not simply in it.
Edinburgh: Edinburgh University Press 2009
ISBN: 978-0-7486-3948-9, CHF 35.–
Der Stoff aus dem Konflikte sind. Debatten um das Kopftuch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Sabine Berghahn, Petra Rostock
Die Kontroversen um das «islamische Kopftuch» haben gezeigt, dass dabei um mehr als nur ein Stück Stoff gestritten wird. Vielmehr dient der Kopftuchstreit als Projektionsfläche, auf der die verschiedenen Konfliktlinien der Einwanderungsdebatten in Europa sichtbar werden. Dieses Standardwerk lässt namhafte Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, die aus rechts-, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive erklären, welche Werte und Prinzipien in der Auseinandersetzung um das Kopftuch zur Verhandlung stehen. Über die deutsche Debatte hinaus gibt der Band Auskunft über den Umgang mit der umstrittenen Kopfbedeckung in Österreich und der Schweiz und gewährt Einblicke in die britischen und französischen Diskussionen.
Bielefeld: transcript 2009
ISBN 978-3-89942-959-6, CHF 45.–
Religionen im Kontext der Menschenrechte.
Adrian Loretan
Religionsfreiheit stellt für religiös Überzeugte oft eine Herausforderung dar, die zuweilen als Provokation empfunden wird. Es fällt schwer, der Überzeugung des anderen, auch der religiös oder atheistisch begründeten, dieselbe Würde beizumessen wie der eigenen. Es gilt, sich eines Urteils über die religiösen Prämissen zu enthalten und auf einer verantwortbaren Grenzziehung zwischen Glauben und Wissen zu bestehen. In diesem Kontext spielen die Menschenrechte eine zentrale Rolle. Religiöse Wahrheit kann nicht mehr unabhängig von Freiheit institutionell gedacht werden – dies garantiert der moderne Rechtsstaat mit der Religionsfreiheit. Die friedliche Kooperation von Religion und Staat gilt es in den verschiedenen Rechtsstaaten und ihren Demokratien zu kultivieren. Das Buch vermittelt fundiertes Wissen über die Wechselbeziehungen zwischen staatlichen und religiösen Institutionen.
Zürich: Theologischer Verlag 2010
ISBN: 978-3-290-20055-8, CHF 44.–
Antirassismus / Diskriminierung
Glossar zu historisch belasteten Begriffen.
Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus GRA (Hg.)
Journalisten, Lehrkräfte, Schüler, Studierende, Politikerinnen und politisch Interessierte können mittels des GRA-Glossars Herkunft, aktuelle Bedeutung und Konnotationen von historisch belasteten oder vermeintlich belasteten Wörtern schnell und einfach abfragen. Das GRA-Glossar erörtert auch die Bedeutung von Begriffen wie «Islamismus», die in der aktuellen Debatte zwar häufig auftauchen, über deren genaue Bedeutung jedoch oft Unklarheit herrscht. Die Einträge sind kurz und knapp gehalten und beschränken sich auf die wesentlichsten Angaben zum jeweiligen Begriff. Die Definitionen werden von erfahrenen Medienschaffenden, Historikern und in Zusammenarbeit mit der Universität Basel erstellt.
www.gra.ch/lang-de/gra-glossar
Rechte gegen rassistische Diskriminierung. Analyse und Empfehlungen.
Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR
Mit der ausführlichen Stellungnahme «Recht gegen rassistische Diskriminierung. Analyse und Empfehlungen» analysiert die EKR das bestehende Recht auf seine Tauglichkeit zur Bekämpfung von rassistischer Diskriminierung und formuliert Empfehlungen. Ziel ist es, die politische Debatte rund um die Bedeutung des Rechts in der Gewährleistung des Schutzes vor rassistischer Diskriminierung anzustossen und inhaltlich zu bereichern. Die Stellungnahme richtet sich insbesondere an politische Akteure, sie soll als Grundlage für die Meinungsbildung über notwendige gesetzgeberische Schritte dienen.
Bern: EKR 2009
Bestellen oder herunterladen: www.ekr.admin.ch
Rassismus in der Schweiz. Chronologie und Einschätzungen der rassistischen Vorfälle in der Schweiz.
Hans Stutz
Chronologie rassistischer Vorfälle in der Schweiz, ergänzt durch einen Einblick in diverse Strömungen rassistisch motivierter Gruppierungen im Bereich des Rechtsextremismus.
Zürich: Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus 2008
Bestellung: Stiftung GRA, Postfach, 8027 Zürich, CHF 14.50
Historische Perspektiven
Alles ist ganz anders hier. Schweizer Auswandererberichte des 18. und 19. Jahrhunderts aus dem Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten.
Leo Schelbert, Hedwig Rappolt (Hg.)
Aus Sursee und Aarau, aus Bern und Gelterkinden, aus Zweisimmen, Zürich, Hallau, Teufen … es gibt kaum einen Ort in der Schweiz, aus dem nicht Menschen nach «Amerika» aufgebrochen wären. Manchmal aus Unternehmungslust, manchmal von Behörden «entsorgt», aber meist aus Not haben diese Menschen ihr Glück im Gebiet der heutigen USA gesucht. «Alles ist ganz anders hier» dokumentiert, wie diese Einwanderer nach Hause berichtet haben. Für den Zeitraum von 1704 bis 1887 zeigen die Briefe, Journale und Berichte an die Angehörigen das Leben in der Neuen Welt sehr anschaulich und in seiner ganzen und auch widersprüchlichen Breite. Bauern, Täufer, Handelsleute, Pfarrer, Mönche, pietistische Klosterschwestern, Weinbauern, junge Männer, ganze Grossfamilien aus allen Teilen der Schweiz erzählen von harter Pionierarbeit, von Freiheit und Sklaverei, von Indianern und Goldsuchern, von Ortsgründungen wie New Glarus und Sankt Meinrad, von Erfolg und Glück, von Elend und Tod.
Zürich: Limmat Verlag 2009
ISBN 978-3-85791-582-6, CHF 54.–
Rückwanderungen.
Reto Furter, Anne-Lise Head-König, Luigi Lorenzetti (Hg.)
Für viele Migranten waren die Alpen Eckpfeiler ihrer Lebensplanung. Nach einem Leben in der Fremde knüpften sie von Neuem Bande mit ihrer Vergangenheit und Heimat. Heimkehren widerspiegelt zwar eine – vermeintliche – Immobilität, aber gleichzeitig trieben die Heimkehrenden den Wandel voran und die Isolation hinweg. Unzählige Spuren, materielle und immaterielle, zeugen davon.
Zürich: Chronos Verlag 2009
ISBN 978-3-0340-0960-7, CHF 38.–
Reportagen / Porträts und Geschichten
«Je me sens d’ici» – «Hier bin ich zu Hause»
«Tu es de chez nous» – «Du gehörst zu uns»
Kanyana Mutombo, Ali Sylemani, Madeleine Betschart
Da sind die Bieler Migrantinnen und Migranten aus Afrika und dem Balkan. Sie erzählen ihre Lebensgeschichten, sprechen über ihre Wurzeln und ihre Bindungen zur Gesellschaft, die sie aufgenommen hat. Die Schweizerinnen und Schweizer ihrerseits bringen ihnen Vertrauen, Respekt und Freundschaft entgegen. Ausdrucksstarke Fotos geben den Protagonisten dieser Begegnungen ein Gesicht. Und ergänzt werden die interaktiven Portraits durch einen Abriss über die Geschichte und Gründe der Migration in den Ländern Afrikas und des Balkans.
Biel: Editions Musée Schwab Bienne 2010
ISBN 978-3-033-02152-5, CHF 18.–
Zwischen uns ein Ozean. Die Geschichte des Wirtschaftsflüchtlings Friedrich Mürset.
Patrick Feuz
Auf einem Estrich in Twann kommen vergilbte Briefe in alter Schrift zum Vorschein. Sie stammen von Friedrich Mürset, der 1852 mit seiner Frau Elisabeth nach Amerika ausgewandert ist. Der 26-jährige Steinhauer und die Lehrtocher aus dem «Bären» ziehen los, um ein besseres Leben zu suchen. In seinen Briefen aus Amerika schildert Mürset präzis und packend die Schlüsselmomente der Auswanderung: den Abschied von der Familie und vom Dorf, die gefährliche Reise, die ersten beiden Jahre in der neuen Heimat.
Oberhofen am Thunersee: Zytglogge Verlag 2009
ISBN 978-3-7296-0786-6, CHF 29.–
Projekt Selbstverwirklichung?
Lebensentwürfe von ÖsterreicherInnen in Neuseeland.
Johanna Stadlbauer
Die Autorin stellt anhand einer detaillierten, einfühlsamen Interpretation einzelner Lebensgeschichten und Erfahrungen dar, welche Bedeutung Migration heute in Biographien von Österreicherinnen und Österreichern einnehmen kann, wie Migration heute erlebt wird und wie Alltagsgestaltung aktuell aussehen kann. Das Buch vermittelt eine andere Perspektive von Migration: Hier geht es nicht um Menschen, die aufgrund von Verfolgung, Vertreibung oder Armut wandern müssen. Migration wird hier als «Lebensstil-Phänomen» beschrieben, das durch Wünsche und Vorstellungen vom eigenen Lebensentwurf motiviert ist.
Berlin: Mana-Verlag 2010
ISBN 3-934031-66-8, CHF 43.–
Bilal: Als Illegaler auf dem Weg nach Europa.
Fabrizio Gatti
Bilal ist ein Illegaler, unterwegs auf einer der berüchtigtsten Transitrouten von Afrika nach Europa. Bilal ist Fabrizio Gatti, der renommierte Journalist und «italienische Wallraff», der sich als Migrant unter die anderen gemischt hat, um zu erleben, was sie erleben, und davon zu erzählen. Von Dakar zieht er mit dem Flüchtlingsstrom bis in die Sahara; auf klapprigen Lastwagen durchqueren sie zu Hunderten die Wüste, unter unvorstellbaren Entbehrungen. Immer wieder werden sie überfallen. Schlepper und korrupte Polizisten wechseln sich darin ab, den Flüchtlingen ihre letzte Habe zu nehmen: Der moderne Menschenhandel entlang der neuen großen Trecks ist auch ein brutales, hochprofitables Geschäft. Viele stranden, manche Spur verliert sich für immer. Die es schaffen, die mit letzten Mitteln die Grenzen passieren, die gefährliche Überfahrt in viel zu vollen Booten übers Meer überleben, erwarten Auffanglager, die Menschenkäfigen ähneln. Doch auch wenn sie abgeschoben werden, sie werden wiederkommen, solange sich das Elend in ihrer Heimat nicht ändert.
München: Antje Kunstmann 2010
ISBN: 978-3888975875, CHF 40.–
Heimat auf Zeit. Vom Leben im Anderswo.
Zeitschrift Du, Ausgabe Dezember 2009
Die Nummer 802 der Zeitschrift «Du» portraitiert Menschen, die unterwegs sind und die ihre Heimat anderswo suchen – und manchmal auch finden. Eindrückliche Photos über gewöhnliche und aussergewöhnliche Menschen ergänzen die spannend erzählten Reportagen.
Verlag: Du Kulturmedien AG 2009
ISBN 978-3-905852-21-9, CHF 20.–
Belletristik
Doppelpass.
Charles Lewinsky
Ein Fussballstar, seine ehrgeizige Verlobte, ein illegaler Immigrant und ein populistischer Politiker samt Familie das sind die Hauptfiguren von Charles Lewinskys neuem Roman, der in fünfzig Folgen in einer prominenten Schweizer Wochenzeitung erschien. Es geht um Anerkennung und Erflog, um Wahrhaftigkeit und Lüge – und darum, wie leicht Menschen manipuliert werden können. Ein spannendes und amüsantes Lesevergnügen, gespickt mit treffsicheren und klugen Beobachtungen zum Thema: Wie die angesehene Gesellschaft mit etwas weniger angesehenen Schicksalen umgeht.
Zürich: Nagel & Kimche 2009
ISBN 978-3-312-00444-7, CHF 34.50
Die Schöne der Welt.
Franco Supino
«Franco Supino ist nicht der erste Italo-Schweizer, der die besonderen Konflikte, Gestimmtheiten und Verstörungen seiner, der zweiten Einwanderergeneration zum Thema einer Erzählung macht. In seinem Roman tut er dies indessen auf durchaus eigene Weise: unaufdringlich, keineswegs anklägerisch oder rechthaberisch, sondern im Gegenteil abwägend und nuanciert, Licht und Schatten mit Bedacht verteilend.» (Charles Cornu) Das Buch greift das Thema der Rückkehr von Emigranten auf.
Zürich: Rotpunktverlag 2009
ISBN 978-3-85869-410-2, CHF 28.–
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