terra cognita 3/2003 Infothek - arbeiten

   

Bücher und Materialien

Integration und Arbeit.
Handlungsfelder, Akteure und Ansatzpunkte zur Besserstellung von Ausländerinnen und Ausländern auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.
Eidgenössische Ausländerkommission (Hg.)
Die Studie, die im Auftrag der EKA von Theres Egger, Büro BASS, erstellt wurde, nimmt sich des Themas der Besserstellung ausländischer Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt an. Nach einer Kurzanalyse über die Stellung der Ausländerinnen und Ausländer auf dem Arbeitsmarkt werden verschiedene Massnahmen vorgestellt, welche den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern, die Integration in den Betrieben fördern sowie die Verbesserung von Qualifikationen ermöglichen können. Diese «Auslegeordnung» zu den einzelnen Massnahmen bietet eine systematische Übersicht über Interventionsbereiche und setzt sie mit potenziellen Akteuren in Verbindung. Die Studie wird an der Herbsttagung der EKA der Öffentlichkeit präsentiert.

Bern: EKA 2003, gratis.
Bestellung bei:
Eidgenössische Ausländerkommission, Quellenweg 9, 3003 Bern-Wabern, eka-cfe@imes.admin.ch

Arbeitswelt ohne Diskriminierung – Massnahmen gegen rassistische Diskriminierung am Arbeitsplatz.
Fachstelle für Rassismusbekämpfung (Hg.)
Die Broschüre ist eine Bestandesaufnahme der Antidiskriminierungsmassnahmen in der Arbeitswelt. Sie schlägt konkrete Vorgehensweisen vor und stellt einen nützlichen Ausgangspunkt für all jene dar, die in diesem Bereich ein Projekt im Rahmen der Ausschreibung 2004 des Fonds Projekte gegen Rassismus und für die Menschenrechte entwickeln möchten.

Bern: FRB 2003, gratis.
Bestellung bei:
Fachstelle für Rassismusbekämpfung, Inselgasse 1, 3003 Bern,
ara@gs-edi.admin.ch
Der ausführliche Bericht ist im pdf-Format erhältlich.
www.edi.admin.ch/ara


Chancengleichheit für ausländische Jugendliche beim Zugang in die Arbeitswelt?
Rosita Fibbi
Alle sind sich in einem Punkt einig: das Gelingen der Eingliederung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist von ihrer Berufserfahrung abhängig. Die berufliche Qualifikation erhöht die Möglichkeit eine Stelle zu finden, in welcher die erworbenen Fähigkeiten eingesetzt werden können. Die Erhebung überprüft, inwiefern die betroffenen Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine ihrer Ausbildung entsprechende Stelle finden können.
Mittels einer Forschungsmethode, welche vom Internationalen Büro für Arbeit (BIT) ausgearbeitet wurde, beobachtet die Studie das Engagement, welches Arbeitgeber für qualifizierte Stellensuchende aufwenden. Die aufgewendete Betreuung von sich wird bewerbenden Schweizer Jugendlichen mit derjenigen von Jugendlichen aus der Türkei, aus Portugal und aus Ex-Jugoslawien verglichen, welche die ganze Schulzeit in der Schweiz absolviert haben. Die Studie wird vom Schweizer Nationalfonds im Rahmen des Forschungsprogrammes 43 «Bildung und Beschäftigung» unterstützt.

SFM, Rue St-Honoré 2, 2000 Neuchâtel, secretariat.fsm@unine.ch,
www.migration-population.ch


Papierlose Immigrantinnen.
Stresssituationen, Bewältigungsformen und soziale Einbettung
von Frauen aus Lateinamerika.

Sanja Previsic
Durch die ungeregelte gesetzliche Situation leiden papierlose Immigrantinnen unter zahlreichen Stressbedingungen. Die vorliegende Studie gibt anhand problembezogener Einzelinterviews Einblick in die Lebenssituation der betroffenen Frauen. Es werden Probleme bezüglich Unterkunft und Arbeitssituation, Diskriminierung, eingeschränkte Handlungsfreiheit und Angst vor der Ausschaffung aufgezeigt. Die vielfältigen Bewältigungsmuster, mit welchen die papierlosen Immigrantinnen diesen Stressoren begegnen, werden beleuchtet. Neben dem qualitativen Forschungsteil findet sich in diesem Band eine ausführliche Analyse der rechtlichen Situation. Es werden Vorschläge für ein breiteres angemessenes Hilfsangebot, sowie Forderungen nach konkreten, sozialen, politischen und rechtlichen Massnahmen
abgeleitet.

Bern: Soziothek 2002. ISBN: 3-905596-97-0


Arbeitswelt und Integration – ein europäischer Dialog.
Schweizerischer Gewerkschaftsbund (Hg.)
Die Broschüre ist eine Sammlung der Beiträge einer Tagung, die der SGB mit Unterstützung der EKA und des Fonds Projekte gegen Rassismus im Herbst 2002 durchführte. Ausgehend von den von internationalen Organisationen ausgearbeiteten Vertragswerken werden schweizerische und europäische Ansätze zur verbesserten Integration von Migrantinnen und Migranten in der Arbeitswelt diskutiert und konkrete Projekte vorgestellt.

Bern: SGB/USS 2003, gratis/gratuit.
Bestellung bei:/Commandes auprès de: SGB/USS, Postfach, 3000 Bern, info@sgb.ch


Putzen in der sauberen Schweiz.
Arbeitsverhältnisse in der Reinigungsbranche.

Pia Tschannen
In der Schweiz verdienen schätzungsweise 100000 Personen ihr Einkommen mit Putzen. Obschon die Reinigungsbranche gegenwärtig einen eigentlichen Boom erlebt, ist über den Arbeitsalltag und die Branchenstrukturen wenig bekannt. Die Autorin zeichnet die aktuellen Entwicklungen in der Branche nach und reflektiert die Restrukturierungen und
ihre Nebenwirkungen. Schlagworte wie Flexibilisierung, Deregulierung, Prekarisierung und Informalisierung werden anschaulich gemacht. Dabei treten auch die Kehrseiten des Wachstums deutlich hervor: Denn die Unternehmen profitieren von billigen Arbeitskräften, grösstenteils Frauen und Migrierenden, deren Arbeitsverhältnisse zunehmend flexibel, informell und unsicher werden.

Bern/Wettingen: eFeF-Verlag 2002.
ISBN: 3-905561-46-8, CHF 35.–

Prekäre Arbeitsverhältnisse in der Schweiz.
Simone Prodolliet, Carlo Knöpfel und Martin Wälchli
Die Studie beschreibt die verschiedenen Formen von prekären Arbeitsverhältnissen in der Schweiz. Sie geht auf befristete Arbeitsverhältnisse wie Temporärjobs oder Arbeit auf Abruf ein. Außerdem zeigt sie die Risiken von reduzierten Arbeitspensen und von neuen Formen der Selbstständigkeit auf, die mit dem so
genannten Outsourcing entstanden sind. Schließlich untersucht sie Formen von irregulären Arbeitsverhältnissen. Die Studie umfasst nebst Zahlen und Fakten zum Thema eine Reihe von Fallbeispielen. Sie illustrieren, mit welchen Sorgen und Nöten Menschen zu leben haben, die unter prekären Bedingungen arbeiten müssen. Viele von ihnen sind ausländischer Herkunft.

Luzern: Caritas Schweiz 2001.
ISBN: 3-85592-070-2 (deutsch), CHF 34.–

 
Bücher und Materialien
Hilfsmaterialien
Neuerscheinungen
Spezial
Neue Periodika

Hilfsmaterialien

Schritte zur Berufsfindung mit ausländischen Jugendlichen.
Thomas Sturzenegger in Zusammenarbeit mit Thomas Bauder und
Verena Tobler Linder
Der vom Schweizerischen Verband für Berufsberatung herausgegebene Band gibt Lehrkräften und Berufsberatenden ein Hilfsmittel zur Berufswahlvorbereitung mit ausländischen Jugendlichen in die Hände. Mittels Arbeitsblättern und konkreten Lektionsskizzen lässt sich in einem ersten Schritt eine grundlegende Auseinandersetzung mit den Zukunfts- und Berufswünschen der Jugendlichen führen. In einem zweiten Schritt leitet der Band an, konkrete Erlebnisse in der Berufs- und Ausbildungsrealität, sei dies eine Arbeitsplatzbesichtigung, ein Besuch in einer Berufsschulklasse oder eine Schnupperlehre, zu machen. Das Lehrmittel, das speziell für die Zielgruppe der spät immigrierten oder noch stark in ihrer Herkunftskultur verwurzelten Jugendlichen entworfen worden ist, enthält ausserdem Hintergrundinformationen für Lehrkräfte. Ein Beitrag aus der Feder von Verena Tobler vermittelt Basiswissen zu kulturellen Unterschieden und hilft, Missverständnisse auszuräumen.

Zürich: SVB und LBZ Zürich 2003.
Zu bestellen bei: Schweizerischer Verband für Berufsberatung SVB, Vertrieb, Zürichstrasse 98, 8600 Dübendorf, vertrieb@svb-asosp.ch (Nr. LF1.3034-03)

Log in.
Lehrstellenprojekt 16+
Materialien und Kopiervorlagen.
Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (Hg.)
Die Unterlagen richten sich an Lehrpersonen und junge Migrantinnen. Mit der Anmeldungsmappe setzen sich junge Frauen, die noch nicht lange in der Schweiz sind, mit ihren Fähigkeiten, Interessen und Wünschen, aber auch mit ihrem persönlichen Umfeld auseinander. Sie entscheiden dann, ob sie sich auf eine drei- bis vierjährige Berufslehre vorbereiten wollen.
Das Aufnahmeverfahren klärt ab, ob die jungen Migrantinnen den von der Berufsschule und Lehre geforderten Stoff aufholen können. Intensive Einzelgespräche, Gruppen- und Einzelarbeiten sowie Niveauchecks in Mathematik und Deutsch dienen als Diskussionsgrundlage.
Im Vorbereitungsjahr selber bereiten sich die jungen Migrantinnen gezielt auf den Lehreinstieg in einem anspruchsvollen Beruf vor, füllen Schulbildungslücken, schnuppern, entscheiden und bewerben sich für einen Beruf.

Zürich: Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten 2001.
Zu bestellen bei: Schweiz. Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, Wilhelmstrasse 6, 8005 Zürich, www.16plus.ch. CHF 24.90

Teamwork Berufswahl.
Broschüre und Materialien.

Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (Hg.)
Die Berufswahl von Schülerinnen und Schülern ist von vielen Faktoren beeinflusst, z.B. von den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben, von Kolleginnen und Kollegen, vom Arbeitsmarkt. Den grössten Einfluss auf die Berufswahl ihrer Töchter und Söhne haben aber Eltern.
Eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule, Berufsberatung und Elternhaus ist deshalb Voraussetzung für eine möglichst optimale Berufswahl. Dies gilt insbesondere auch für Kinder von Migrantinnen und Migranten.
Die Mappe gibt Tipps, wie Eltern stärker in den Berufswahlprozess eingebunden werden können. Die einzelnen Bausteine ermöglichen, ohne Mehraufwand geschlechts- und kulturspezifische Fragestellungen an Elternveranstaltungen aufzugreifen.

Zürich: Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten 2001.
Zu bestellen bei: Schweiz. Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten, Wilhelmstrasse 6, 8005 Zürich, www.16plus.ch. CHF 24.90

Arbeiten in der Schweiz.
Deutsch-Lernbuch für die Basisstufe.

Ursula Rohn Adamo und Christine Zumstein Regolo
«Arbeiten in der Schweiz» richtet sich an Deutschlernende, welche sich in den schweizerischen Arbeitsmarkt integrieren wollen. Das Buch vermittelt den Wortschatz, der für das Lesen und Verstehen von Stelleninseraten, für telefonische und schriftliche Bewerbungen wie auch für einfache Vorstellungsgespräche benötigt wird. Die verschiedenen Schritte einer erfolgreichen Stellenbewerbung werden systematisch und mit reichhaltigem, exemplarischem Bildmaterial eingeführt. Damit wird bei den Stellensuchenden ein besseres Verständnis für die kulturellen und arbeitsmarktlichen Erfordernisse geschaffen. Im Anhang finden die Lernenden unter anderem Muster von elementaren Bewerbungsbriefen und Lebensläufen. Damit ist «Arbeiten in der Schweiz» ein wichtiges Hilfsmittel und Nachschlagewerk im Spracherwerb von Stellensuchenden.

Bern: h.e.p.verlag 2003.
ISBN: 3-905905-71-X, CHF 24.–


  Top

Neuerscheinungen

Die verbotene Liebe zum Balkan.
Versuch einer Annäherung.

Hans Fäh, Bruno Glaus und Peter Brunner (Hg.)
Zehn Autorinnen und Autoren aus fünf verschiedenen Ländern (fünf aus Bosnien, Kosovo, Kroatien und Serbien, fünf aus der Schweiz) zeigen in ihren Reportagen auf, was selten publik und noch seltener veröffentlicht wird. Ausgangspunkt ihrer Recherchen sind Familienstuben, Klassenzimmer, Arbeitsplätze, Lesezirkel, Fussballplätze, die Post, der Dorfplatz und Reisen in die Heimatländer. Karten und Grafiken zur Forschungsarbeit des Ethnologen Hans-Peter von Aarburg zeigen Ursachen und Folgen der Migrationsbewegungen aus dem Balkan auf. Man müsse die Zugewanderten nicht pauschal lieben, schreibt Ludwig Hasler in seinem Essay: «Die unerwarteten Gäste bringen eine neue Tonart in die helvetische Musik, eine dunklere, intensivere melancholischere».
Die Fotografin Katharina Wernli hat zu jeder Reportage eigenständige und überraschende Akzente gesetzt. Die porträtierten Personen und Familien öffnen in Text und Bild den Blick auf neue Konturen von Heimat.

Chur: Rüegger 2003.
ISBN: 3-7253-0738-5 (gebunden), CHF 34.–
ISBN: 3-7253-0736-9 (broschiert), CHF 22.–

Macht Migration krank?
Eine transdisziplinäre Analyse der Gesundheit von Migrantinnen und Migranten.

Regula Weiss
Durch Wanderung versuchen Migrantinnen und Migranten ihre persönliche Situation zu verbessern. Die Frage, inwiefern damit verbundene Belastungen soziale, psychische und somatische Risiken darstellen oder die Gesundheit gefährden, wird kontrovers beurteilt. Heutige Konzepte in den Sozialwissenschaften und der biopsychosozialen Medizin betonen die Bedeutung gesundheitsspezifischer Strategien und Praktiken. Diese begleiten zweifellos den Prozess der Migration, wurden aber bisher kaum untersucht. Das Buch verbindet sozialwissenschaftliche, psychiatrische und somatische Perspektiven, um eine differenzierte, transdisziplinäre Sicht auf die Situation von Migrantinnen und Migranten zu ermöglichen. Relevante Konzepte und Resultate zur Gesundheit werden aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln diskutiert und in einer Synopsis zugänglich gemacht.

Zürich: Seismo 2003.
ISBN: 3-908239-86-9, CHF 58.–

Die Integration von Einwanderern.
Rechtliche Regelungen im europäischen Vergleich.

Ulrike Davy (Hg.)
In dieser vergleichenden Studie wird der Prozess der rechtlichen Integration vom Zeitpunkt der Zuwanderung bis zum Erwerb der Staatsbürgerschaft des Aufnahmelandes für drei Gruppen von ausländischen Staatsangehörigen nachgezeichnet: für unselbständig Beschäftigte, für Familienangehörige und für im Inland geborene Kinder und Jugendliche mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Hauptzielländer der Nachkriegsmigration: Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Österreich und die Schweiz.

Frankfurt: Campus 2001.
ISBN: 3-593-36336-4, CHF 117.–

Die Auslandschweizer im 20. Jahrhundert.
Gérald Arlettaz (Hg.)
Die Migrationsthematik einmal anders gesehen. Diese Ausgabe der Zeitschrift des Schweizerischen Bundesarchivs befasst sich mit der Situation der so genannten «fünften Schweiz». Die Texte von Historikerinnen und Historikern analysieren verschiedene Aspekte der behördlichen Auslandschweizerpolitik auf Bundesebene. Sie thematisieren Schicksale von Auslandschweizern und -schweizerinnen in Italien, Frankreich, Russland, Deutschland, Kalifornien, Argentinien und Afrika.

Zeitschrift des Schweizerischen Bundesarchivs Band 28.
Bern, Stuttgart, Wien: Paul Haupt 2002.
ISBN: 3-258-06569-1, CHF 44.–

Multikulturalismus und Multilinguismus. Ein Symposium.
Christian Giordano und Jean-Luc Patry (Hg.)
Das im Projekt der Moderne und im Prinzip der Staatsnation enthaltene Ideal ethnisch und kulturell homogener Gesellschaften hat sich bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht realisiert. Auch der Prozess der Globalisierung geht in Kontrast zu den Prognosen mit einer erhöhten sozialen Produktion von Differenz einher. Die Gesellschaften der so genannten reflexiven Moderne sind somit immer stärker mit der eigenen «Multikulturalisierung» konfrontiert. Die Beiträge eines interdisziplinären Symposiums diskutieren aus dem Blickwinkel diverser Disziplinen (Philosophie, Soziologie, Ethnologie, Theologie, Geschichts-, Erziehungs-, Sprach- sowie Medienwissenschaften) die vielfältigen Probleme der interkulturellen Koexistenz in gegenwärtigen multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaften.

Freiburg: Universitätsverlag 2002.
ISBN: 3-7278-1406-3, CHF 29.–

Lebensform Migration.
Schwerpunktdossier des «NZZ Fokus» mit ausgewählten Artikeln über das Phänomen Migration, die in den letzten Jahren in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen sind. Dabei finden sich sowohl Grundsatzartikel wie auch politische Einschätzungen zu nationalen und internationalen Entwicklungen.

Zürich: NZZ 2003 «NZZ Fokus» Lebensform Migration (Nr. 16, 2003).
Bestellung bei: fokus.bestellung@nzz.ch. CHF 16.–


Professionelles Sprachmitteln und interkulturelles Vermitteln im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.
Theoretische Perspektiven.

Janine Dahinden und Milena Chimienti
Der Forschungsbericht betrachtet den institutionalisierten Einsatz von Sprachmitteln und interkultureller Vermittlung unter einer theoretischen Perspektive und analysiert deren Potenziale und Herausforderungen für die Integration der Migrationsbevölkerung.

Neuenburg: SFM 2002.
Bestellung bei: Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien, Rue St-Honoré 2, 2000 Neuchâtel, secretariat.fsm@unine.ch. CHF 30.–

Migration und Gesundheit – Strategische Ausrichtung des Bundes 2006
Bundesamt für Gesundheit (Hg.)
Die Strategie «Migration und Gesundheit 2002–2006» wurde in Anlehnung an die WHO-Zielsetzung «Gesundheit für alle im Jahr 2000» im Juli 2002 vom Bundesrat verabschiedet. Längerfristiges Ziel der Strategie ist die Schaffung eines Gesundheitswesens, welches auf eine durch Migration veränderte Gesellschaft und Klientel und deren Bedürfnisse eingeht. Um den Zugang zum Gesundheitswesen zu verbessern und um spezifische Leistungen zu erbringen, werden Massnahmen in fünf definierten Interventionsbereichen umgesetzt.

Eine Kurzversion existiert in 13 Sprachen.
Bern: BAG 2003, gratis.
Bestellung bei: BAG, 3003 Bern www.bag.admin.ch

Offene Jugendarbeit und soziokulturelle Animation mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Bestandesaufnahme und Perspektiven.
Eidgenössische Kommission für Jugendfragen und Fachstelle für Rassismusbekämpfung (Hg.)
Der Bericht untersucht, was die offene Jugendarbeit und soziokulturelle Animation zur Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund leistet. Auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte hat die offene Jugendarbeit mit neuen Konzepten und Methoden reagiert. Noch bleiben aber viele Potenziale ungenützt. Im Bericht werden erste Vorschläge für mögliche Weiterentwicklungen präsentiert.

Eine Kurzfassung ist erhältlich im pdf-Format.
www.edi.admin.ch/ara

Bestellung bei: BBL, 3003 Bern, www.bbl.admin.ch/bundespublikationen (Nr. 301.352.d/f/i) CHF 9.50

Stärken wahrnehmen – Stärken nutzen.
Eidgenössische Kommission für Jugendfragen (Hg.)
In ihrem neusten Bericht plädiert die EKJ für eine kinder- und jugendgerechte Integrationspolitik. Neben den Kommissionsempfehlungen und einer Situationsanalyse der Jugendlichen mit Migrationshintergrund lässt der Bericht Jugendliche selber zu Wort kommen. Des weiteren werden die Integrationspolitik des Bundes, des Kantons Neuenburg sowie der Niederlande vorgestellt.

Bern: EKJ/CFJ/CFG 2003, gratis.
Bestellung bei: Eidg. Kommission für Jugendfragen, Bundesamt für Kultur,
Hallwylstr. 15, 3003 Bern, ekj-cfj@bak.admin.ch

Muslime in der Schweiz.
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (Hg.)
Die Publikation der Beiträge an eine Tagung vom 24. und 25. Mai 2002 gibt einen Überblick über die Situation der Muslime in der Schweiz. Zur Sprache kommen die Unterschiede der Situation in den Sprachregionen sowie Fragen der Geschlechterdifferenzen, des Bestattungswesens, der Arbeitswelt, der binationalen Partnerschaften und der interreligösen Beziehungen. Die Debatte über interkulturelle Begegnungen zeigt auf, dass die Religionszugehörigkeit ein kleinster gemeinsamer Nenner einer heterogenen Gruppe darstellt und dass von eindimensionalen und klischeehaften Vorstellungen über die «Muslime» Abstand zu nehmen ist.

Société suisse Moyen-Orient et Civilisation Islamique.
Colloque des 24 et 25 mai 2002
Bern: SAGW, 2003, gratis.
ISBN: 3-907835-39-5


  Top

Spezial

Kochbücher von Migrantinnen und Migranten.
In den letzten Monaten sind mehrere Kochbücher erschienen, die von Migrantinnen und Migranten verfasst worden sind und die in ganz unterschiedlicher Weise Kochrezepte und Migrationsgeschichten zusammenbringen. Die im Folgenden näher vorgestellten Werke sind nicht nur Kochbücher – das aber auch! – sondern auch «integrative Lesebücher», in welchen lustige Abenteuer über erste Erfahrungen am Herd, aber auch etwas wehmütige Geschichten, z.B. über die so schmackhafte und gesunde, in der Schweiz im Gegensatz zu Somalia aber ganz und gar nicht verbreitete Milch von Dromedaren, nachzulesen sind.
Oft sind bestimmte Speisen, die Art wie sie aussehen, schmecken und riechen, mit Kindheitserinnerungen verbunden, weshalb alle hier vorgestellten Werke einen retrospektiven und auch etwas nostalgischen Aspekt haben. Es ist aber auch all diesen Kochbüchern gemeinsam, dass ihre Autorinnen und Autoren einen kreativen und innovativen Umgang mit der Tatsache gefunden haben, nicht (mehr) in Sri Lanka und Ghana,
Sarajevo und Hong Kong zu leben. So werden etwa im Sarasvati-Kochbuch viele Tricks verraten, wie man aus schweizerischen Grundnahrungsmitteln tamilische Speisen herstellen kann. Ein Glossar oder eine Liste mit Läden, welche die in den Rezepten benötigten Artikel führen, fehlt ebenso wenig wie Hinweise, bei welchen Gelegenheiten eine Speise vor allem oder ausschliesslich genossen wird.
Besondere Erwähnung verdienen die wunderschönen, handgefertigten Originaldrucke in den Camarada-Büchern (sie machen jedes Exemplar zu einem Unikat) sowie die eindrücklichen persönlichen Beiträge in «Unser Kochbuch»: In einem kurzen Text stellt jede und jeder Jugendliche ihr resp. sein – oft nur aus Erzählungen bekanntes – Herkunftsland vor, die Berufswünsche, den Bezug zur Schweiz und eben das Lieblingsmenu in drei Gängen. Einen besonderen Akzent setzen neben diesen Texten auch die im «Manga-Stil» gezeichneten Selbstportraits.

Rezepte aus der tamilischen Küche.
Aufgeschrieben von den Frauen des Sarasvati-Projekts im Rahmen ihres Deutschkurses. 2002.
Projekt Sarasvati, Postfach,
8040 Zürich. CHF 18.–
Cuisine en Exil. Saveurs et senteurs du pays natal: Sri-Lanka, Somalie, Hong-Kong, Libéria, Iraq. 2000. CHF 30.–
Boissons en exil: Afghanistan, Kosovo, Somalie, Syrie, Vietnam. 2001. CHF 25.–
Offrir un cadeau. Récits de fêtes au féminin pluriel: Arménie, Ethiopie, Ghana, Japon, Kosovo, Portugal, Sri Lanka. 2002. CHF 25.–
Camarada, chemin de Villars 19, 1203 Genève, camarada@capp.ch
Unser Kochbuch. Mit uns um die Welt. Lieblingsrezepte einer multikulturellen Oberstufenklasse.
pinkelefant GmbH 2002. Bezug über: KKA, Verena Wagner, Elfenauweg 10, 3006 Bern. CHF 28.50


  Top


Neue Periodika

DOMINO
Fachstelle für Rassismusbekämpfung
Domino erscheint nach Bedarf und fasst auf einen Blick wichtige Daten, Ereignisse, Publikationen und Informationen zum Thema Rassismusbekämpfung zusammen.
Bern: FRS 2003, gratis.
Bestellung bei: FRS, Inselgasse 1, 3003 Bern, ara@gs-edi.admin.ch, www.edi.admin.ch/ara

IMES Newsletter
Zum Thema Integration erscheint periodisch ab Ende September ein elektronischer Newsletter des Bundesamts für
Zuwanderung, Integration und Auswanderung (IMES)
und der Schweizerischen Konferenz der kommunalen, regionalen und kantonalen Integrationsdelegierten.
Der neue Newsletter informiert über integrationsrelevante wichtige Entwicklungen und Ereignisse auf Bundesebene, in den Kantonen und Gemeinden.
www.imes.admin.ch/integration/index_d.asp

FORUM
Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien
Im Halbjahresrhythmus informiert die Zeitschrift sowohl über aktuelle Debatten sowie über Forschungen, Entwicklungen und Aktivitäten des Instituts

Bestellung bei: SFM, Rue St-Honoré 2, 2000 Neuchâtel, secretariat.fsm@unine.ch,
www.migration-population.ch

  Top