Neuerscheinungen
Die verbotene Liebe zum Balkan.
Versuch einer Annäherung.
Hans Fäh, Bruno Glaus und Peter Brunner (Hg.)
Zehn Autorinnen und Autoren aus fünf verschiedenen Ländern
(fünf aus Bosnien, Kosovo, Kroatien und Serbien, fünf aus der
Schweiz) zeigen in ihren Reportagen auf, was selten publik und noch seltener
veröffentlicht wird. Ausgangspunkt ihrer Recherchen sind Familienstuben,
Klassenzimmer, Arbeitsplätze, Lesezirkel, Fussballplätze, die
Post, der Dorfplatz und Reisen in die Heimatländer. Karten und Grafiken
zur Forschungsarbeit des Ethnologen Hans-Peter von Aarburg zeigen Ursachen
und Folgen der Migrationsbewegungen aus dem Balkan auf. Man müsse
die Zugewanderten nicht pauschal lieben, schreibt Ludwig Hasler in seinem
Essay: «Die unerwarteten Gäste bringen eine neue Tonart in
die helvetische Musik, eine dunklere, intensivere melancholischere».
Die Fotografin Katharina Wernli hat zu jeder Reportage eigenständige
und überraschende Akzente gesetzt. Die porträtierten Personen
und Familien öffnen in Text und Bild den Blick auf neue Konturen
von Heimat.
Chur: Rüegger 2003.
ISBN: 3-7253-0738-5 (gebunden), CHF 34.–
ISBN: 3-7253-0736-9 (broschiert), CHF 22.–
Macht Migration krank?
Eine transdisziplinäre Analyse der Gesundheit von Migrantinnen und
Migranten.
Regula Weiss
Durch Wanderung versuchen Migrantinnen und Migranten ihre persönliche
Situation zu verbessern. Die Frage, inwiefern damit verbundene Belastungen
soziale, psychische und somatische Risiken darstellen oder die Gesundheit
gefährden, wird kontrovers beurteilt. Heutige Konzepte in den Sozialwissenschaften
und der biopsychosozialen Medizin betonen die Bedeutung gesundheitsspezifischer
Strategien und Praktiken. Diese begleiten zweifellos den Prozess der Migration,
wurden aber bisher kaum untersucht. Das Buch verbindet sozialwissenschaftliche,
psychiatrische und somatische Perspektiven, um eine differenzierte, transdisziplinäre
Sicht auf die Situation von Migrantinnen und Migranten zu ermöglichen.
Relevante Konzepte und Resultate zur Gesundheit werden aus verschiedenen
wissenschaftlichen Blickwinkeln diskutiert und in einer Synopsis zugänglich
gemacht.
Zürich: Seismo 2003.
ISBN: 3-908239-86-9, CHF 58.–
Die Integration von Einwanderern.
Rechtliche Regelungen im europäischen Vergleich.
Ulrike Davy (Hg.)
In dieser vergleichenden Studie wird der Prozess der rechtlichen
Integration vom Zeitpunkt der Zuwanderung bis zum Erwerb der Staatsbürgerschaft
des Aufnahmelandes für drei Gruppen von ausländischen Staatsangehörigen
nachgezeichnet: für unselbständig Beschäftigte, für
Familienangehörige und für im Inland geborene Kinder und Jugendliche
mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Die Untersuchung konzentriert
sich auf die Hauptzielländer der Nachkriegsmigration: Belgien, Deutschland,
Frankreich, Großbritannien, die Niederlande, Österreich und
die Schweiz.
Frankfurt: Campus 2001.
ISBN: 3-593-36336-4, CHF 117.–
Die Auslandschweizer im 20. Jahrhundert.
Gérald Arlettaz (Hg.)
Die Migrationsthematik einmal anders gesehen. Diese Ausgabe der Zeitschrift
des Schweizerischen Bundesarchivs befasst sich mit der Situation der so
genannten «fünften Schweiz». Die Texte von Historikerinnen
und Historikern analysieren verschiedene Aspekte der behördlichen
Auslandschweizerpolitik auf Bundesebene. Sie thematisieren Schicksale
von Auslandschweizern und -schweizerinnen in Italien, Frankreich, Russland,
Deutschland, Kalifornien, Argentinien und Afrika.
Zeitschrift des Schweizerischen Bundesarchivs Band 28.
Bern, Stuttgart, Wien: Paul Haupt 2002.
ISBN: 3-258-06569-1, CHF 44.–
Multikulturalismus und Multilinguismus. Ein Symposium.
Christian Giordano und Jean-Luc Patry (Hg.)
Das im Projekt der Moderne und im Prinzip der Staatsnation enthaltene
Ideal ethnisch und kulturell homogener Gesellschaften hat sich bis zum
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht realisiert. Auch der Prozess der Globalisierung
geht in Kontrast zu den Prognosen mit einer erhöhten sozialen Produktion
von Differenz einher. Die Gesellschaften der so genannten reflexiven Moderne
sind somit immer stärker mit der eigenen «Multikulturalisierung»
konfrontiert. Die Beiträge eines interdisziplinären Symposiums
diskutieren aus dem Blickwinkel diverser Disziplinen (Philosophie, Soziologie,
Ethnologie, Theologie, Geschichts-, Erziehungs-, Sprach- sowie Medienwissenschaften)
die vielfältigen Probleme der interkulturellen Koexistenz in gegenwärtigen
multikulturellen und mehrsprachigen Gesellschaften.
Freiburg: Universitätsverlag 2002.
ISBN: 3-7278-1406-3, CHF 29.–
Lebensform Migration.
Schwerpunktdossier des «NZZ Fokus» mit ausgewählten
Artikeln über das Phänomen Migration, die in den letzten Jahren
in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen sind. Dabei finden sich sowohl
Grundsatzartikel wie auch politische Einschätzungen zu nationalen
und internationalen Entwicklungen.
Zürich: NZZ 2003 «NZZ Fokus» Lebensform Migration (Nr.
16, 2003).
Bestellung bei: fokus.bestellung@nzz.ch.
CHF 16.–
Professionelles Sprachmitteln und interkulturelles Vermitteln
im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich.
Theoretische Perspektiven.
Janine Dahinden und Milena Chimienti
Der Forschungsbericht betrachtet den institutionalisierten Einsatz
von Sprachmitteln und interkultureller Vermittlung unter einer theoretischen
Perspektive und analysiert deren Potenziale und Herausforderungen für
die Integration der Migrationsbevölkerung.
Neuenburg: SFM 2002.
Bestellung bei: Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien,
Rue St-Honoré 2, 2000 Neuchâtel, secretariat.fsm@unine.ch.
CHF 30.–
Migration und Gesundheit – Strategische Ausrichtung des
Bundes 2006
Bundesamt für Gesundheit (Hg.)
Die Strategie «Migration und Gesundheit 2002–2006» wurde
in Anlehnung an die WHO-Zielsetzung «Gesundheit für alle im
Jahr 2000» im Juli 2002 vom Bundesrat verabschiedet. Längerfristiges
Ziel der Strategie ist die Schaffung eines Gesundheitswesens, welches
auf eine durch Migration veränderte Gesellschaft und Klientel und
deren Bedürfnisse eingeht. Um den Zugang zum Gesundheitswesen zu
verbessern und um spezifische Leistungen zu erbringen, werden Massnahmen
in fünf definierten Interventionsbereichen umgesetzt.
Eine Kurzversion existiert in 13 Sprachen.
Bern: BAG 2003, gratis.
Bestellung bei: BAG, 3003 Bern www.bag.admin.ch
Offene Jugendarbeit und soziokulturelle Animation mit Jugendlichen
mit Migrationshintergrund. Bestandesaufnahme und Perspektiven.
Eidgenössische Kommission für Jugendfragen und
Fachstelle für Rassismusbekämpfung (Hg.)
Der Bericht untersucht, was die offene Jugendarbeit und soziokulturelle
Animation zur Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund leistet.
Auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte hat
die offene Jugendarbeit mit neuen Konzepten und Methoden reagiert. Noch
bleiben aber viele Potenziale ungenützt. Im Bericht werden erste
Vorschläge für mögliche Weiterentwicklungen präsentiert.
Eine Kurzfassung ist erhältlich im pdf-Format.
www.edi.admin.ch/ara
Bestellung bei: BBL, 3003 Bern, www.bbl.admin.ch/bundespublikationen
(Nr. 301.352.d/f/i) CHF 9.50
Stärken wahrnehmen – Stärken nutzen.
Eidgenössische Kommission für Jugendfragen (Hg.)
In ihrem neusten Bericht plädiert die EKJ für eine kinder- und
jugendgerechte Integrationspolitik. Neben den Kommissionsempfehlungen
und einer Situationsanalyse der Jugendlichen mit Migrationshintergrund
lässt der Bericht Jugendliche selber zu Wort kommen. Des weiteren
werden die Integrationspolitik des Bundes, des Kantons Neuenburg sowie
der Niederlande vorgestellt.
Bern: EKJ/CFJ/CFG 2003, gratis.
Bestellung bei: Eidg. Kommission für Jugendfragen, Bundesamt für
Kultur,
Hallwylstr. 15, 3003 Bern, ekj-cfj@bak.admin.ch
Muslime in der Schweiz.
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (Hg.)
Die Publikation der Beiträge an eine Tagung vom 24. und 25. Mai 2002
gibt einen Überblick über die Situation der Muslime in der Schweiz.
Zur Sprache kommen die Unterschiede der Situation in den Sprachregionen
sowie Fragen der Geschlechterdifferenzen, des Bestattungswesens, der Arbeitswelt,
der binationalen Partnerschaften und der interreligösen Beziehungen.
Die Debatte über interkulturelle Begegnungen zeigt auf, dass die
Religionszugehörigkeit ein kleinster gemeinsamer Nenner einer heterogenen
Gruppe darstellt und dass von eindimensionalen und klischeehaften Vorstellungen
über die «Muslime» Abstand zu nehmen ist.
Société suisse Moyen-Orient et Civilisation Islamique.
Colloque des 24 et 25 mai 2002
Bern: SAGW, 2003, gratis.
ISBN: 3-907835-39-5
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