Neuerscheinungen
Zwischen zwei Kulturen.
Acht Porträts von Italienerinnen in der Schweiz.
Rosanna Ambrosi
Acht Geschichten von italienischen, in die Schweiz immigrierten Frauen oder von solchen, die hier von italienischen Eltern geboren und aufgezogen wurden: Frauen verschiedenen Alters, verschiedener Berufe und Schicksale. Rosanna Ambrosi hat diese Zeitzeugnisse gesammelt. Insgesamt ergeben sie ein ungewohntes Bild des Lebens in der Migration, ungewohnt weil es ausschliesslich aus weiblicher Sicht dargestellt ist. Es sind Geschichten von Aufopferung, Erniedrigung, aber auch von Befreiung und Emanzipation.
Hibiscus Press Zürich 2004. ISBN: 3-9522889-3-4, CHF 29.80
Mehrsprachige Kinder.
Ein Ratgeber für Eltern und andere Bezugspersonen.
Claudio Nodari und Raffaele De Rosa
Immer mehr Kinder wachsen in mehrsprachigen Situationen auf und immer mehr Eltern sehen die Mehrsprachigkeit als eine Chance für ihre Kinder. Doch wie kann die mehrsprachige Erziehung gelingen und für Kinder befriedigend sein? Worauf müssen Erziehende achten? Wo liegen Stolpersteine, die zu Frustrationen und einem Abbrechen der Mehrsprachigkeit führen können? Dieser Ratgeber beantwortet die Fragen von zukünftigen Eltern, die sich auf die mehrsprachige Erziehung vorbereiten möchten, geht den Problemen von Familien nach, bei denen die Mehrsprachigkeit nicht so einfach gelingen will, und gibt konkrete Vorschläge und viele Tipps, wie sich die mehrsprachige Familie in der meist einsprachigen Umgebung zurecht finden kann.
Bern: Haupt 2003. ISBN: 3-258-06319-2, CHF 29.–
Viele Sprachen – eine Schule.
Über Schulen mit Kindern aus mehreren Kulturen.
Myriam Eser Davolio
Eltern möchten das Beste für ihr Kind und sorgen sich häufig, ob es in der Schule auch genügend gefördert wird. Gerade wenn der Ausländeranteil in der Schulklasse hoch ist und verschiedene Kulturen aufeinander treffen, werden Stimmen laut, dass die Schule nicht mehr allen Kindern gerecht wird. Das Buch geht den diversen sich in diesem Zusammenhang stellenden Fragen nach und bietet Informationen zur Situation von multikulturellen Schulklassen und neuen Schulmodellen.
Bern: Haupt 2003. ISBN: 3-258-06320-6, CHF 32.–
Kunststück Familie.
Mütter und Väter in Zürich – Fakten, Zahlen, Porträts.
Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich (Hg.) Kinder haben sie alle, vom türkischen Hausmann und Vater zur top verdienenden vierfachen Mutter. Wie lebt eine Mutter in der Stadt Zürich? Und wie ein Vater? Gibt es bald keine richtigen Familien mehr? Finden Eltern den passenden Platz in der Kinderkrippe oder Hort? Wie viele Väter möchten ihre Erwerbsarbeit reduzieren? Haben Mütter mehr Freizeit? Und wie sieht die Situation bei Eltern ohne Schweizer Pass aus? Das Gleichstellungsbüro der Stadt Zürich wollte es genau wissen und hat 2000 Väter und Mütter befragt. Die Soziologin Doris Baumgartner präsentiert die Ergebnisse und eine Fülle an statistischen Daten. Die Historikerin Elisabeth Joris stellt die letzte Mütterbefragung aus den 1950er Jahren vor, eingebettet in den historischen Kontext und in Bezug gestellt zur Befragung von 2003.
Zürich: Limmatverlag 2003. ISBN: 3-85791-448-3, CHF 32.–
Die antirassistische Bewegung in der Schweiz. Organisationen, Netzwerke und Aktionen.
Brigitta Gerber
Mitte der achtziger Jahre konnte in der Schweiz, wie in ganz Europa, eine beunruhigende Zunahme rassistischer Gewalttaten beobachtet werden. Medien, politische Organisationen und Forschende stellten in den letzten fünfzehn Jahren rassistische Ausschreitungen und die beteiligten Täter ins Zentrum ihres Interesses. Studien zu Ursachen rassistischer Gewalttaten haben ohne Zweifel zur kontinuierlichen öffentlichen Diskussion beigetragen. Demgegenüber wurde weitgehend vernachlässigt, dass nicht nur rassistische und xenophobe Akteure den gesellschaftlichen Diskurs bestimmen, sondern auch jene Teile der Bevölkerung, die sich um antirassistische Aufklärung bemühen und sich gegen Rassismus organisieren. Die empirische Studie zeigt, wie antirassistische
Akteure in der Schweiz auf die
Prozesse der öffentlichen Entscheidungsfindung und das politische sowie administrative Handeln Einfluss nehmen. Der breit angelegte dokumentarisch-historische Charakter der Studie erlaubt es, einen Überblick über die Antirassismus- Geschichte der Schweiz zu erhalten.
Zürich: Seismo 2003. ISBN: 3-03777-002-3, CHF 59.–
Rassismus angehen statt übergehen.
Theorie und Praxisanleitung für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.
Monique Eckmann und Miryam Eser Davolio Das Buch beinhaltet neueste Erkenntnisse und Bildungsansätze der Rassismuspädagogik wie auch erprobte Umsetzungsanleitungen für erfahrungsorientierte Projekte. In 18 Unterrichtsmodulen, die aus der Arbeit der Autorinnen im Rahmen von Interventions- und Präventionsprojekten zu Rassismus entstanden sind, finden sich zahlreiche Anleitungen für die konkrete Umsetzung von pädagogischen und soziokulturellen Aktivitäten.
Zürich: Pestalozzianum 2003. ISBN: 3-03755-004-X, CHF 37.50
Gleichgesinnt – Der Verein.
Ein Zukunftsmodell.
Hilar Stadler und Gabriela Mattmann (Hg.)
Tobias Madörin (Fotografien) Vereine sind nach wie vor populär. Das ist bei jungen und älteren Menschen so, in der Stadt wie auf dem Land. Im Verein werden Fremde zu Freunden, Alters- oder Klassenunterschiede gemildert, neue Verbindungen und Symbole geschaffen. Das Buch enthält die Ergebnisse der ersten repräsentativen Umfrage zur Vereinskultur in der Schweiz. Illustriert ist der vom Museum im Bellpark Kriens herausgegebene Band mit eindrücklichen Fotografien von Tobias Madörin.
Zürich: Kontrast 2003. ISBN: 3-906729-25-7, CHF 48.– Gastronomisch Nachbarschaft, Niederlassung, auf Das lässt Vergessenheit von Fotografen
Der lange Abschied.
138 Fotografien zur italienischen Emigration in die Schweiz nach 1945.
Dieter Bachmann
Es waren Hunderttausende, und sie kamen aus verschiedensten Teilen Italiens. Sie suchten nach 1945 Arbeit und Einkommen in der Schweiz und sahen sich konfrontiert mit Entbehrung und Ablehnung. Die Italiener haben das Land ihrer Emigration gebaut, verändert und bereichert, durch Arbeit, aber auch durch Kultur, zuallererst und am unmittelbarsten sicht- und schmeckbar durch ihre Küche. Gastronomisch funktionierte eine Nachbarschaft, die auf anderen Gebieten – Niederlassung, Schulwesen, Integration – auf beiden Seiten schwierig war und ist. Das zweisprachig (i / d) gestaltete Buch lässt diese Geschichte, die in Vergessenheit zu sinken droht, durch Fotografien von italienischen und Schweizer Fotografen wieder aufleben.
Zürich: Limmatverlag 2003. ISBN: 3 85791 420 3, CHF 48.–
Das Jahrhundert der Italiener in der Schweiz.
Ernst Halter (Hg.)
Ein umfangreicher und sorgfältig bebilderter Band zur Sozialgeschichte der italienischen Immigrantinnen und Immigranten in der Schweiz, beginnend in den 1870er Jahren mit dem Bau der Gotthardbahn bis in die heutige Zeit. In diesem Zeitraum haben sich rund fünf Millionen Italienerinnen und Italiener als «Gastarbeiter » in der Schweiz aufgehalten. Sie haben einen guten Teil des schweizerischen Wirtschaftswunders der letzten 120 Jahre gebaut. Die Beiträge von namhaften Autorinnen und Autoren reflektieren die facettenreiche Geschichte der italienischen Emigration in die Schweiz.
Zürich: Offizin 2003. ISBN: 3-907496-17-5, CHF 79.–
Die demografische Herausforderung.
Sozialalmanach 2004.
Caritas Schweiz (Hg.)
Mit dem «Sozialalmanach 2004» legt Caritas Schweiz eine weitere Analyse zur sozialen Situation in der Schweiz vor. Das Jahrbuch zeigt auf, wer von Armut und Ausgrenzung betroffen ist und was die Sozialpolitik unternehmen muss, um den sozialen Zusammenhalt und den Generationenvertrag zu sichern. Der Schwerpunktteil des Sozialalmanachs befasst sich mit der so genannten «demografischen Herausforderung». Wie sieht unsere Gesellschaft in der Zukunft aus? Wie verändert sich das Leben der älteren Generation? Sind die Sozialwerke gefährdet? Hält der Generationenvertrag? Soll unsere Gesellschaft durch Immigration verjüngt werden? Zehn Autorinnen und Autoren gehen diesen für den sozialen Zusammenhalt wichtigen Fragen nach.
Luzern: Caritas-Verlag 2003. ISBN: 3-85592-083-4, CHF 34.–
Papiere für Sans Papiers.
Härtefallregelungen genügen nicht.
Ein Diskussionsbeitrag.
Bettina Zeugin
Die Situation von Personen ohne Aufenthaltsbewilligung ist nicht nur für die betroffenen Personen selbst, sondern auch für die Gesellschaft Schweiz insgesamt problematisch. Die Publikation von Caritas Schweiz entwickelt Vorschläge für eine pragmatische Lösung im Umgang mit den Sans Papiers und fordert eine kollektive Regularisierung. Als Kriterien einer grosszügigen Lösung sollten lediglich gelten: der Nachweis, dass keine erheblichen Straftaten vorliegen, die Anwesenheitsdauer
von vier Jahren sowie
die Bestätigung, dass die Person ihren Lebensunterhalt in der Schweiz bestreiten kann.
Luzern: Caritas- Verlag 2003. ISBN: 3-85592-081-8, CHF 15.80
Leben ohne Bewilligung in der Schweiz: Sozialer Schutz für Sans Sapiers?
Christin Achermann und Denise Efionayi-Mäder
Die Analyse der sozialrechtlichen Situation von Sans Papiers in der Schweiz weist auf einen Rechtsgüterkonflikt hin: Auf der einen Seite steht der Anspruch des souveränen Nationalstaates Schweiz, mit seiner Ausländergesetzgebung darüber zu bestimmen, wem die Einreise und der Aufenthalt in seinem Hoheitsgebiet erlaubt wird, sowie welche speziellen Regeln während der Anwesenheit gelten. Auf der andern Seite stehen Normen auf nationaler ebenso wie internationaler Ebene, die unabhängig von der Nationalität und dem Aufenthaltsstatus gelten, da sie allen Menschen würdige Lebensbedingungen garantieren sollen und sich teilweise auf ein Versicherungssystem stützen. Die Studie des Schweizerischen Forums für Migrations- und Bevölkerungsstudien geht der Frage nach, wie dem Rechtsgüterkonflikt begegnet werden kann.
Forschungsbericht 24 /03 Bern: Bundesamt für Sozialversicherung 2003. ISBN: 3-905340-93-3, CHF 22.80 (Vertrieb: BBL, Bestell-Nr. 318.010.24/03 d)
Kulturelle Differenzen und kollektive Identitäten.
Michel Wieviorka
Selbst innerhalb der modernsten Gesellschaften bleiben kulturelle Differenzen nicht nur erhalten, sondern sie vervielfältigen, verstärken und erfinden sich neu. Damit wird der strikte Gegensatz zwischen Universalismus und Partikularismus hinfällig. Mit dieser These im Gepäck wirft Michel Wieviorka einen Blick zurück auf die theoretischen und politischen Versuche, mit der Herausforderung der neuen kulturellen Differenzen fertig zu werden: nämlich auf die Kommunitarismus- Debatte einerseits und die multikulturalistische Politik andererseits. Kulturelle Vielfalt, wie sie der Multikulturalismus verstand, ähnelt einem bunten Flickenteppich scharf abgegrenzter, in sich homogener und erstarrter ethnischer Identitäten. Ein solches Modell, meint Wieviorka, trifft für unsere Gesellschaft gar nicht mehr zu; um wirksam zu sein, muss eine multikulturalistische Politik die Bevölkerungssegmente, die sie fördern will, selbst definieren, identifizieren, nach ethnischen, religiösen oder «rassischen » Kriterien kategorisieren, also im Wortsinne «diskriminieren». Wo kulturelle Differenzen labil sind, sich mischen und neu konfigurieren, bedarf es eines anderen Modells. Wieviorka gibt deshalb der Vorstellung vermischter, mestizenhafter, hybrider Kulturen den Vorzug.
Hamburg: Hamburger Edition 2003. ISBN: 3-930908-90-5, CHF 42.50
Integration und Recht.
Konrad Sahlfeld, Martina Caroni, Anna Chudozilov u.a. (Hg.)
Die anlässlich einer wissenschaftlichen Tagung zum Öffentlichen Recht gehaltenen Beiträge befassen sich mit den verschiedensten Facetten rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit Integration. So werden u.a. folgende Themen aufgegriffen: Integration und Staatsangehörigkeit, Integrationsvereinbarung im österreichischen Fremdengesetz, Familiennachzug – ein Mittel zur Integration? Die Artikel stammen allesamt aus der Feder von Juristinnen und Juristen, sind aber auch für interessierte Laien gut verständlich.
Basel: Helbing & Lichtenhahn 2003. ISBN: 3-7190-2204-8, CHF 50.10
Respekt im Zeitalter der Ungleichheit.
Richard Sennett
Der Soziologe Richard Sennett stellt in seinem Buch die Frage, ob eine Gesellschaft, die von grosser sozialer Ungleichheit, ja Ungerechtigkeit geprägt ist, Respekt noch zulässt – die Achtung vor dem anderen, vor allem vor den Gescheiterten. Sennett geht davon aus, dass dies trotz inhärenter Konflikte und Reibungen unabdingbar sein müsste, damit der gesellschaftliche Zusammenhang erhalten werden kann.
Berlin: Berlin Verlag 2002. ISBN: 3-8270-0032-7, CHF 33.60
Klasse und Kultur. Verhandelte Identitäten in der Schule.
Gisela Unterweger
Die Sozialpsychologin und Volkskundlerin hat eine spannende Studie zum Thema multikulturelle Gesellschaft verfasst, die ein Licht auf bisher wenig bekannte Seiten der Multikulturalität wirft. Die Autorin hat zwanzig Schüler aus einer Realklasse beobachtet und befragt. Sie kommt dabei zum Schluss, dass Kultur nicht vererbt, sondern täglich ausgehandelt und angeeignet werde. Gerade die Ausgrenzung und Stigmatisierung wegen der eigenen Herkunft im Klassenverband oder in der Gesellschaft mache eine «freie Entwicklung einer kulturellen Identität unmöglich ». Daher sei es überaus wichtig, Integrationsbemühungen einen hohen Stellenwert zu geben, um den «Teufelskreis » von Frustration und Gewalt zu durchbrechen.
Zürcher Beiträge zur Alltagskultur Band 12. Zürich: Volkskundliches Seminar der Universität Zürich 2002. ISBN: 3-908784-01-8, CHF 34.–
Über Fremde reden.
Überfremdungsdiskurs und Ausgrenzung in der Schweiz 1900–1945.
Patrick Kury
Die Thematik der «Überfremdung» hat die politische Kultur der Schweiz im 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Zahlreiche Volksinitiativen belegen dies ebenso wie die Gründung von politischen Organisationen, die dieses Thema zum programmatischen Schwerpunkt erhoben. Die Art und Weise des Sprechens über Fremde hat Tradition und beeinflusst den Umgang mit Ausländerinnen und Ausländern bis heute. Das Buch spannt den Bogen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1945. Es analysiert das Wechselspiel von Diskurs, rechtlichen Normen, behördlichem Handeln und wirtschaftlichen Erfordernissen, skizziert die einzelnen Phasen und beleuchtet die wichtigsten Protagonisten. Im Mittelpunkt stehen die zwanziger Jahre, als nach der Gründung der eidgenössischen Fremdenpolizei der Überfremdungsdiskurs eine neue Ausrichtung erhielt und das Reden über «Fremde» antisemitisch aufgeladen wurde.
Zürich: Chronos 2003. ISBN: 3-0340-0646-2, CHF 48.–
betrogen und verkauft.
Frauenhandel in der Schweiz und anderswo.
Marianne Schertenleib und Lisbeth Herger (Hg.)
Die vom FIZ herausgegebene Broschüre ist eine Dokumentation zu den gesellschaftlichen Bedingungen von Frauenhandel und den politischen Antworten darauf. Sie referiert aktuelle Schätzungen zum Ausmass, beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen und lässt eine Betroffene zu Wort kommen.
Zürich: FIZ 2003. Kann beim FIZ bezogen werden: www.fiz-info.ch. CHF 12.–
Die multikulturelle Schweiz.
La Suisse multiculturelle.
La Svizzera multiculturale.
La Svizra multiculturale.
Jahrbuch der Neuen Helvetischen Gesellschaft (Hg.)
Das Jahrbuch 2002 / 2003 versammelt die anlässlich der expo.02 gehaltenen Beiträge zu Themen rund um die multikulturelle Schweiz, die sich hauptsächlich auf die Mehrsprachigkeit in unserem Land beziehen.
Zürich / Chur 2003. ISBN: 3-7253-0748-2, CHF 38.–
Die Schweizer Sprachenvielfalt im öffentlichen Diskurs.
Eine sozialhistorische Analyse der Transformationen der Sprachenordnung von 1848 bis 2000.
Jean Widmer, Renata Coray, Dunya Acklin Muji, Eric Godel
Die Besonderheit der Schweiz liegt darin, dass sie sich als mehrsprachiger Staat konstituiert hat. Wie konnte eine nationale Einheit geschaffen und erhalten werden, die eine Vielfalt von Sprachen anerkennt? Die Studie untersucht anhand der Verfassungsdebatten von 1848 bis 2000 die Antworten auf diese Frage. Die
erlangten Einsichten gehen über die Sprachenfrage hinaus. Die symbolische Ordnung, welche es in jeder Epoche erlaubte, die nationale Einheit sicherzustellen, ist nämlich Teil des Staatsverständnisses schlechthin.
Bern et al.: Peter Lang 2003. ISBN: 3-03910-208-7, CHF 99.–
Schatten und Licht im Exil.
Bertrand Cottet (Photos), Sonya Mermoud (Texte)
Wie kann man das Leben im Exil zeigen und ihm gerecht werden, ohne einen falschen Eindruck zu vermitteln oder ins Banale abzugleiten? Bertrand Cottet (Fotos) und Sonya Mermoud (Texte) haben es in feinfühliger Art und Weise geschafft.
Lausanne: Editions d'en bas 2003. ISBN: 2-8290-0300-4, CHF 35.–
Migration.
Friedemann Malsch und Christiane Meyer-Stoll (Hg.)
Migration einmal anders dargestellt: Der Katalog in deutscher oder englischer Sprache beinhaltet die Abbildungen der ausgestellten Werke und Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern zum Thema «Migration». Unter ihnen sind Vilém Flusser, Stephan Christoph Dorner, Nike Bätzner, Constant, Bernard Fibicher, Antje von Graevenitz, Majorie Jongbloed, Peter Lilienthal, Friedemann Malsch, Christiane Meyer-Stoll, Annette Philp, Roberto Ohrt. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein.
Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König 2003.ISBN: 3-88375-745-4, CHF 48.–
Staat und Religion in der Schweiz – Anerkennungskämpfe, Anerkennungsformen.
Sandro Cattacin, Cla Reto Famos, Michael Duttwiler und Hans Mahnig
Die vom Schweizerischen Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien (SFM) durchgeführte Untersuchung analysiert die Begründung der öffentlich-rechtlichen Anerkennung von Religionsgemeinschaften in der Schweiz und bietet eine Übersicht über den Status der Religionsgemeinschaften in den verschiedenen Kantonen.
Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) 2003. Download: www.ekr-cfr.ch
Aufgenommen, aber ausgeschlossen?
Die vorläufige Aufnahme in der Schweiz.
Martina Kamm, Denise Efionayi-Mäder, Anna Neubauer, Philippe Wanner, Fabienne Zannol
Die Studie untersucht die Lebenssituation von Menschen mit vorläufiger Aufnahme. Sie zeigt auf, dass die Einschränkungen, denen diese Menschen unterworfen sind, eine Reihe nicht beabsichtigter, bisher aber hingenommener Benachteiligungen nach sich ziehen.
Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) 2003. Download: www.ekr-cfr.ch
Vorläufige Aufnahme – Die Optik der Grundrechte.
Regina Kiener und Andreas Rieder
Das Gutachten des Instituts für öffentliches Recht der Universität Bern zur Situation der Personen mit einem Status der Vorläufigen Aufnahme kommt zum Schluss, dass Vorläufig Aufgenommene als eine über ihren Aufenthaltsstatus definierte Gruppe nicht zu den vom Diskriminierungsverbot geschützten Gruppen gehören. Die grundrechtsrelevanten Einschränkungen lassen sich zwar für eine kurze Dauer rechtfertigen. Sie sollten aber nicht über einen längeren Zeitraum wirksam bleiben, denn sonst kann die in der Bundesverfassung verankerte grundrechtliche Garantie der Menschenwürde tangiert werden.
Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) 2003. Download: www.ekr-cfr.ch
Aus- und Weiterbildung.
Interkulturelle Kompetenz, Konfliktintervention und Beratung in Diskriminierungsfällen.
Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB (Hg.)
Die Broschüre bietet einen Überblick über die in der deutschsprachigen Schweiz angebotenen Ausbildungen und Kurse in den Bereichen Mediation, Interkulturelle Kommunikation und verwandten Themen.
Bern: FRB 2003. Bestellung (kostenlos) bei: ara@gs-edi.admin.ch.
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