terra cognita 4/2004 Infothek - einbürgern

   

Bücher und Materialien

Paradoxien im Bürgerrecht. Sozialwissenschaftliche Studien zur Einbürgerungspraxis in Schweizer Gemeinden.
Pascale Steiner und Hans-Rudolf Wicker (Hg.)
Im Gegensatz zu Einbürgerungsverfahren in anderen Staaten müssen Einbürgerungswillige in der Schweiz ein dreistufiges Verfahren durchlaufen, um die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erlangen. Die entscheidenden «Urteile» werden dabei auf der Ebene der Gemeinden gefällt. Der Sammelband mit Beiträgen aus verschiedenen sozialwissenschaftlichen Perspektiven präsentiert die Resultate eines Nationalfonds-Projekts, welches den zahlreichen Facetten von Einbürgerungspraxen nachgeht und die Interessen der Beteiligten ausleuchtet. Von besonderem Wert sind die Studien, weil sie erstmals eine Systematik in die häufig auf diffusen Annahmen beruhenden Debatten an die Öffentlichkeit bringen. Obwohl zur schweizerischen Einbürgerungspraxis bereits Untersuchungen vorliegen, ist der Zugang, die Verfahrenspraxen in den Gemeinden mit einer qualitativen Fragestellung in den Fokus zu nehmen, ein höchst verdienstvolles Unterfangen. Dies ermöglicht es, den verschiedenen Logiken und deren ausführenden Akteuren, die für eine bestehende Praxis stehen, Rechnung zu tragen. Die Analyse bietet somit einen wichtigen Beitrag nicht nur zum Thema Einbürgerung, sondern auch zum Staatswesen Schweiz.

Zürich: Seismo 2004. ISBN: 3-03777-026-0, CHF 29.–

Staatsbürgerschaft und soziale Schliessung.
Eine rechtsethnologische Sicht auf die Einbürgerungspraxis der Stadt Basel.

Christin Achermann und Stefanie Gass

Die Staatsbürgerschaft verleiht umfassende Rechte und definiert sowohl Zugehörigkeit als auch Ausschluss. Nicht zuletzt durch staatsbürgerliche Rechte und Identitäten wird in modernen Staaten der gesellschaftliche Zusammenhalt gewahrt. Das Einbürgerungsverfahren stellt jenes Instrument dar, mittels dem entschieden wird, ob eine Person vom Status des Ausgeschlossenen zum Status des Zugehörigen wechselt oder nicht. In der Studie wird exemplarisch die Einbürgerungspraxis der Stadt Basel untersucht. Gesetzliche Grundlagen und institutionelle Regelwerke werden offen gelegt und den Motiven von Kandidatinnen und Kandidaten, welche die schweizerische Staatsbürgerschaft zu erwerben gedenken, wird nachgegangen. Anhand der Analyse der Einbürgerungsstatistik sowie von Dossiers wird zudem der Wandel aufgezeigt, der sich bezüglich der Einbürgerungsklientel und dem -verfahren vollzogen hat. Die Autorinnen kommen zum Schluss, dass die im Bürgerrechtsgesetz des Kantons Basel-Stadt festgehaltene Assimilationsforderung den Behörden einen beträchtlichen Ermessensspielraum bezüglich Einbürgerungsentscheiden gibt. Individuelle Ressourcen – Bildung, sozioökonomisches Profil – sowie die Herkunft von Kandidatinnen und Kandidaten spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Zürich: Seismo 2003. ISBN: 3-908239-97-4, CHF 48.–

Das Schweizer Bürgerrecht.
Die demographischen Auswirkungen der aktuellen Revision. Rainer Münz und Ralf Ulrich
Die Studie versucht die Frage zu beantworten, wie sich die Reform des Bürgerrechtsgesetzes auf die künftigen Einbürgerungen und damit auch auf den Ausländeranteil auswirkt. Die langfristigen Folgen der geplanten Gesetzesrevision werden mit einer Bevölkerungsprojektion abgebildet. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Revision weder Trendbruch noch Trendumkehr bewirken, sondern eine sich bereits im Gange befindliche «natürliche» Entwicklung in Richtung einer erhöhten Einbürgerung unterstützen würde.

Zürich: Avenir Suisse 2003. Download: www.avenir-suisse.ch

Vom Ausländer zum Bürger. Der Streit um die politische Integration von Einwanderern in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.
Gianni D'Amato
Wie reagieren unterschiedliche politische Systeme auf die Zuwanderung von Migrantinnen und Migranten? Am Beispiel der Migration von Italienerinnen und Italienern werden Charakter und Reaktionsfähigkeit der politischen Systeme in Deutschland, Frankreich und der Schweiz näher unter die Lupe genommen. Das Buch geht den Fragen des Verhältnisses von Einwanderung und Staatsbürgerschaft in den drei untersuchten Ländern nach. Dabei zeigt sich, dass die von Städten ausgehenden Partizipationsbestrebungungen – lokales Wahlrecht, erleichterte Einbürgerung, doppelte Staatsbürgerschaft – von besonderer Relevanz sind. Der Autor plädiert für eine Bürgergesellschaft, die sich durch offene politische Debatten immer wieder dynamisiert. Gerade die Ausweitung politischer Teilhaberechte auf ehemalige Ausgeschlossene ist seiner Meinung nach die Voraussetzung für eine sich als zivil verstehende Nation.

Münster, Hamburg, London: Lit-Verlag 2001. ISBN: 3-8258-5413-2, ca. CHF 38.–

Einbürgerungen auf der Ebene der Gemeinden.
Pilotstudie zum Forschungsprojekt «Diskriminierung und Einbürgerung».

Pascale Steiner und Hans-Rudolf Wicker
Die von der EKR herausgegebene Studie geht den komplexen Verfahren der Einbürgerungspraxis auf Gemeindeebene nach. Die Pilotstudie wählte ein exemplarisches Vorgehen, bei dem anhand von fünf ungefähr gleich grossen Gemeinden, aber aus unterschiedlichen Kantonen und mit unterschiedlichen Verfahren die Prozesse der Einbürgerung näher unter die Lupe genommen wurden. Die Resultate sind in eindrücklichen Grafiken festgehalten, bei welchen der Weg durch den «Amtsdschungel» auch optisch nachvollziehbar wird.

Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus EKR 2000. Vertrieb : BBL, Bern, www.bbl.admin.ch (No. 301.313.d), CHF 13.40

Das Kreuz mit dem Pass.
Die Protokolle der Schweizermacher.

Christian Dütschler
Schon kurz nach zehn Uhr morgens sind alle Betten gemacht, stellt der Einbürgerungsbeamte bei seiner Überraschungsinspektion befriedigt fest. Nachbarn hatten einhellig behauptet, es herrsche eine «Schweineordnung sondergleichen» in der Wohnung. Wer in den Jahren 1892 bis 1969 einen Antrag auf das Schweizer Bürgerrecht stellte, wurde von der Behörde gründlich durchleuchtet: vom Sexualleben über die Arbeitsmoral bis zur politischen Einstellung. Unterstützt von auskunftsfreudigen Nachbarn und Berufskonkurrenten, entging den Beamten kein noch so pikantes Detail. Denn wer in ihren Augen der Schweiz «nicht zur Ehre gereichen» würde, sollte auf keinen Fall einen Schweizer Pass erhalten. Die vielfältigen Gründe, die zu einer Ablehnung führen konnten, zeigt Christian Dütschler an 24 Lebensgeschichten. Sie sind aus den Akten abgewiesener Einbürgerungskandidaten zusammengestellt, die bisher unter Verschluss waren.

Zürich: Limmatverlag 1998. ISBN: 3-85791-295-2, CHF 32.–

Die Einbürgerungen in der Schweiz.
Unterschiede zwischen Nationalitäten, Kantonen und Gemeinden.

Etienne Piguet, Philippe Wanner
Die Studie befasst sich mit den Einbürgerungen zwischen 1981 und 1998. Die Einbürgerungsziffern, die anhand von Daten des Zentralen Ausländerregisters berechnet wurden, unterscheiden sich stark nach Gemeinde und Nationalität der Gesuchstellenden. Die Autoren kamen zum Schluss, dass sich bei der «Einbürgerungsneigung » nach Nationalität markante Unterschiede zeigen, die u. mit der Geschichte der Betreffenden, aber auch mit der Bürgerrechtspolitik der jeweiligen Herkunftsstaaten der Migranten zusammenhängen. Hingegen stellten sie fest, dass wirtschaftlicher und sozialer Status nur bedingt Auskunft über die Einbürgerungshäufigkeit geben kann.

Neuenburg: Bundesamt für Statistik 2000. ISBN: 3-303-01125-7, CHF 12.–

Die kantonalen Verfahren zur ordentlichen Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern.
Barbara Boner
Nicht mehr ganz aktuelle, aber interessante Übersicht über die Verfahren der Einbürgerung in den einzelnen Kantonen.

Bern: EKR, EKA, BFA 1999. Vertrieb: BBL(No. 301.312 d/f/i)

Jugend ohne Politik.
Ergebnisse der IEA-Studie zu politischem Wissen, Demokratieverständnis und gesellschaftlichem Engagement von Jugendlichen in der Schweiz im Vergleich mit 27 anderen Ländern.

Fritz Oser und Horst Biedermann (Hg.)
Wie sind junge Menschen auf ihr Leben als Staatsbürgerinnen und -bürger vorbereitet? Was lernen sie, um später mindestens auf der Diskursebene am öffentlichen Leben teilnehmen zu können? Die Studie geht der Frage nach, ob Jugendliche in der Schweiz unterschiedliche politische Kompetenzen entwickeln oder eher als politische Analphabeten aus der obligatorischen Schule entlassen werden. Im Rahmen dieser internationalen Studie wurde bei 14- bis 15-jährigen Jugendlichen aus 28 Ländern geprüft, wie viel politisches Wissen sie haben, und welche Fähigkeiten zur Interpretation von politischen Texten sie besitzen. Von besonderem Interesse sind auch die Ergebnisse zur Einstellung Schweizer Jugendlicher gegenüber Kolleginnen und Kollegen ausländischer Herkunft.

Chur/ Zürich: Rüegger 2003. ISBN: 3-7253-0728-8, CHF 48.–

Staatsbürgerschaft im Einwanderungsland Deutschland.
Handbuch für die interkulturelle Praxis in der Sozialen Arbeit, im Bildungsbereich, im Stadtteil.

Henning Storz und Carolin Reißlandt (Hg.)
Das Handbuch stellt das neue Staatsangehörigkeitsrecht in Deutschland vor und informiert umfassend über dessen politische und rechtliche Zusammenhänge. Der Fokus des Handbuchs richtet sich auf die konkrete Arbeit im Rahmen der interkulturellen Praxis in der Sozialen Arbeit, im Bildungsbereich und im Bereich der Quartierentwicklung.

Opladen: Leske + Budrich 2002. ISBN: 3-8100-3420-7, CHF 23.–

Transnationale Staatsbürgerschaft.
Heinz Kleger (Hg.)
Der Titel «Transnationale Staatsbürgerschaft » steht für eine europäische Vision, die über das Bürgerschaftsrecht der Europäischen Union hinausgeht. Die konkreten Schwierigkeiten und Grenzen einer solchen Staatsbürgerschaft werden von namhaften Autoren verschiedener Nationen und unterschiedlicher Disziplinen erörtert. Das Buch versucht so auf die Frage von Raymond Aron – ob eine multinationale Bürgerschaft überhaupt möglich ist – Antworten zu geben sowie erste Bausteine für eine transnationale Demokratie zu entwickeln.

Frankfurt a.M.: Campus 1997. ISBN: 3-593-35709-7, CHF 53.–

Ausländerpolitik, differenzierte Bürgerrechte und Einbürgerung.
Hans-Rudolf Wicker (Hg.)
Autorinnen und Autoren aus den Disziplinen der Ethnologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft und Politologie äussern sich aus je unterschiedlichen Perspektiven zu den komplexen Zusammenhängen von Integration und Bürgerrechten.

Tsantsa 9 / 2004, Zeitschrift der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft. Erscheint im Herbst 2004. ISSN 1420-7834, CHF 35.–

Das neue Einbürgerungsrecht.

Bern: IMES 2003. Bestellungen: mario.tuor@imes.admin.ch; Factsheet zum neuen Einbürgerungsrecht.


 
Bücher und Materialien
Internetseiten
Neuerscheinungen
Neue Peridodika
Audiovisuelle Medien

Internetseiten

www.eka-cfe.ch
Ein Themendossier mit Analysen, Argumenten, aktuellen Links (in der Rubrik «Themen»).

www.imes.admin.ch
Alle Verfassungs- und Gesetzestexte zum neuen Bürgerrecht.

www.ejpd.admin.ch
Einbürgerungsdossier des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements.

www.parlament.ch
Dossier des eidgenössischen Parlaments zur neuen Bürgerrechtsregelung.

www.igsecondas.ch
Seite der Interessengemeinschaft «Secondas», die sich für die Revision des Bürgerrechts einsetzen.


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Neuerscheinungen

Zwischen zwei Kulturen.
Acht Porträts von Italienerinnen in der Schweiz.

Rosanna Ambrosi

Acht Geschichten von italienischen, in die Schweiz immigrierten Frauen oder von solchen, die hier von italienischen Eltern geboren und aufgezogen wurden: Frauen verschiedenen Alters, verschiedener Berufe und Schicksale. Rosanna Ambrosi hat diese Zeitzeugnisse gesammelt. Insgesamt ergeben sie ein ungewohntes Bild des Lebens in der Migration, ungewohnt weil es ausschliesslich aus weiblicher Sicht dargestellt ist. Es sind Geschichten von Aufopferung, Erniedrigung, aber auch von Befreiung und Emanzipation.

Hibiscus Press Zürich 2004. ISBN: 3-9522889-3-4, CHF 29.80


Mehrsprachige Kinder.
Ein Ratgeber für Eltern und andere Bezugspersonen.

Claudio Nodari und Raffaele De Rosa
Immer mehr Kinder wachsen in mehrsprachigen Situationen auf und immer mehr Eltern sehen die Mehrsprachigkeit als eine Chance für ihre Kinder. Doch wie kann die mehrsprachige Erziehung gelingen und für Kinder befriedigend sein? Worauf müssen Erziehende achten? Wo liegen Stolpersteine, die zu Frustrationen und einem Abbrechen der Mehrsprachigkeit führen können? Dieser Ratgeber beantwortet die Fragen von zukünftigen Eltern, die sich auf die mehrsprachige Erziehung vorbereiten möchten, geht den Problemen von Familien nach, bei denen die Mehrsprachigkeit nicht so einfach gelingen will, und gibt konkrete Vorschläge und viele Tipps, wie sich die mehrsprachige Familie in der meist einsprachigen Umgebung zurecht finden kann.

Bern: Haupt 2003. ISBN: 3-258-06319-2, CHF 29.–


Viele Sprachen – eine Schule.
Über Schulen mit Kindern aus mehreren Kulturen.

Myriam Eser Davolio
Eltern möchten das Beste für ihr Kind und sorgen sich häufig, ob es in der Schule auch genügend gefördert wird. Gerade wenn der Ausländeranteil in der Schulklasse hoch ist und verschiedene Kulturen aufeinander treffen, werden Stimmen laut, dass die Schule nicht mehr allen Kindern gerecht wird. Das Buch geht den diversen sich in diesem Zusammenhang stellenden Fragen nach und bietet Informationen zur Situation von multikulturellen Schulklassen und neuen Schulmodellen.

Bern: Haupt 2003. ISBN: 3-258-06320-6, CHF 32.–


Kunststück Familie.
Mütter und Väter in Zürich – Fakten, Zahlen, Porträts.

Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich (Hg.) Kinder haben sie alle, vom türkischen Hausmann und Vater zur top verdienenden vierfachen Mutter. Wie lebt eine Mutter in der Stadt Zürich? Und wie ein Vater? Gibt es bald keine richtigen Familien mehr? Finden Eltern den passenden Platz in der Kinderkrippe oder Hort? Wie viele Väter möchten ihre Erwerbsarbeit reduzieren? Haben Mütter mehr Freizeit? Und wie sieht die Situation bei Eltern ohne Schweizer Pass aus? Das Gleichstellungsbüro der Stadt Zürich wollte es genau wissen und hat 2000 Väter und Mütter befragt. Die Soziologin Doris Baumgartner präsentiert die Ergebnisse und eine Fülle an statistischen Daten. Die Historikerin Elisabeth Joris stellt die letzte Mütterbefragung aus den 1950er Jahren vor, eingebettet in den historischen Kontext und in Bezug gestellt zur Befragung von 2003.

Zürich: Limmatverlag 2003. ISBN: 3-85791-448-3, CHF 32.–


Die antirassistische Bewegung in der Schweiz. Organisationen, Netzwerke und Aktionen.
Brigitta Gerber
Mitte der achtziger Jahre konnte in der Schweiz, wie in ganz Europa, eine beunruhigende Zunahme rassistischer Gewalttaten beobachtet werden. Medien, politische Organisationen und Forschende stellten in den letzten fünfzehn Jahren rassistische Ausschreitungen und die beteiligten Täter ins Zentrum ihres Interesses. Studien zu Ursachen rassistischer Gewalttaten haben ohne Zweifel zur kontinuierlichen öffentlichen Diskussion beigetragen. Demgegenüber wurde weitgehend vernachlässigt, dass nicht nur rassistische und xenophobe Akteure den gesellschaftlichen Diskurs bestimmen, sondern auch jene Teile der Bevölkerung, die sich um antirassistische Aufklärung bemühen und sich gegen Rassismus organisieren. Die empirische Studie zeigt, wie antirassistische Akteure in der Schweiz auf die Prozesse der öffentlichen Entscheidungsfindung und das politische sowie administrative Handeln Einfluss nehmen. Der breit angelegte dokumentarisch-historische Charakter der Studie erlaubt es, einen Überblick über die Antirassismus- Geschichte der Schweiz zu erhalten.

Zürich: Seismo 2003. ISBN: 3-03777-002-3, CHF 59.–


Rassismus angehen statt übergehen.
Theorie und Praxisanleitung für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung.

Monique Eckmann und Miryam Eser Davolio Das Buch beinhaltet neueste Erkenntnisse und Bildungsansätze der Rassismuspädagogik wie auch erprobte Umsetzungsanleitungen für erfahrungsorientierte Projekte. In 18 Unterrichtsmodulen, die aus der Arbeit der Autorinnen im Rahmen von Interventions- und Präventionsprojekten zu Rassismus entstanden sind, finden sich zahlreiche Anleitungen für die konkrete Umsetzung von pädagogischen und soziokulturellen Aktivitäten.

Zürich: Pestalozzianum 2003. ISBN: 3-03755-004-X, CHF 37.50


Gleichgesinnt – Der Verein.
Ein Zukunftsmodell.

Hilar Stadler und Gabriela Mattmann (Hg.)
Tobias Madörin (Fotografien) Vereine sind nach wie vor populär. Das ist bei jungen und älteren Menschen so, in der Stadt wie auf dem Land. Im Verein werden Fremde zu Freunden, Alters- oder Klassenunterschiede gemildert, neue Verbindungen und Symbole geschaffen. Das Buch enthält die Ergebnisse der ersten repräsentativen Umfrage zur Vereinskultur in der Schweiz. Illustriert ist der vom Museum im Bellpark Kriens herausgegebene Band mit eindrücklichen Fotografien von Tobias Madörin.

Zürich: Kontrast 2003. ISBN: 3-906729-25-7, CHF 48.– Gastronomisch Nachbarschaft, Niederlassung, auf Das lässt Vergessenheit von Fotografen


Der lange Abschied.
138 Fotografien zur italienischen Emigration in die Schweiz nach 1945.

Dieter Bachmann
Es waren Hunderttausende, und sie kamen aus verschiedensten Teilen Italiens. Sie suchten nach 1945 Arbeit und Einkommen in der Schweiz und sahen sich konfrontiert mit Entbehrung und Ablehnung. Die Italiener haben das Land ihrer Emigration gebaut, verändert und bereichert, durch Arbeit, aber auch durch Kultur, zuallererst und am unmittelbarsten sicht- und schmeckbar durch ihre Küche. Gastronomisch funktionierte eine Nachbarschaft, die auf anderen Gebieten – Niederlassung, Schulwesen, Integration – auf beiden Seiten schwierig war und ist. Das zweisprachig (i / d) gestaltete Buch lässt diese Geschichte, die in Vergessenheit zu sinken droht, durch Fotografien von italienischen und Schweizer Fotografen wieder aufleben.

Zürich: Limmatverlag 2003. ISBN: 3 85791 420 3, CHF 48.–

Das Jahrhundert der Italiener in der Schweiz.
Ernst Halter (Hg.)
Ein umfangreicher und sorgfältig bebilderter Band zur Sozialgeschichte der italienischen Immigrantinnen und Immigranten in der Schweiz, beginnend in den 1870er Jahren mit dem Bau der Gotthardbahn bis in die heutige Zeit. In diesem Zeitraum haben sich rund fünf Millionen Italienerinnen und Italiener als «Gastarbeiter » in der Schweiz aufgehalten. Sie haben einen guten Teil des schweizerischen Wirtschaftswunders der letzten 120 Jahre gebaut. Die Beiträge von namhaften Autorinnen und Autoren reflektieren die facettenreiche Geschichte der italienischen Emigration in die Schweiz.

Zürich: Offizin 2003. ISBN: 3-907496-17-5, CHF 79.–


Die demografische Herausforderung.
Sozialalmanach 2004.

Caritas Schweiz (Hg.)
Mit dem «Sozialalmanach 2004» legt Caritas Schweiz eine weitere Analyse zur sozialen Situation in der Schweiz vor. Das Jahrbuch zeigt auf, wer von Armut und Ausgrenzung betroffen ist und was die Sozialpolitik unternehmen muss, um den sozialen Zusammenhalt und den Generationenvertrag zu sichern. Der Schwerpunktteil des Sozialalmanachs befasst sich mit der so genannten «demografischen Herausforderung». Wie sieht unsere Gesellschaft in der Zukunft aus? Wie verändert sich das Leben der älteren Generation? Sind die Sozialwerke gefährdet? Hält der Generationenvertrag? Soll unsere Gesellschaft durch Immigration verjüngt werden? Zehn Autorinnen und Autoren gehen diesen für den sozialen Zusammenhalt wichtigen Fragen nach.

Luzern: Caritas-Verlag 2003. ISBN: 3-85592-083-4, CHF 34.–

Papiere für Sans Papiers.
Härtefallregelungen genügen nicht.
Ein Diskussionsbeitrag.

Bettina Zeugin
Die Situation von Personen ohne Aufenthaltsbewilligung ist nicht nur für die betroffenen Personen selbst, sondern auch für die Gesellschaft Schweiz insgesamt problematisch. Die Publikation von Caritas Schweiz entwickelt Vorschläge für eine pragmatische Lösung im Umgang mit den Sans Papiers und fordert eine kollektive Regularisierung. Als Kriterien einer grosszügigen Lösung sollten lediglich gelten: der Nachweis, dass keine erheblichen Straftaten vorliegen, die Anwesenheitsdauer von vier Jahren sowie die Bestätigung, dass die Person ihren Lebensunterhalt in der Schweiz bestreiten kann.

Luzern: Caritas- Verlag 2003. ISBN: 3-85592-081-8, CHF 15.80


Leben ohne Bewilligung in der Schweiz: Sozialer Schutz für Sans Sapiers?
Christin Achermann und Denise Efionayi-Mäder

Die Analyse der sozialrechtlichen Situation von Sans Papiers in der Schweiz weist auf einen Rechtsgüterkonflikt hin: Auf der einen Seite steht der Anspruch des souveränen Nationalstaates Schweiz, mit seiner Ausländergesetzgebung darüber zu bestimmen, wem die Einreise und der Aufenthalt in seinem Hoheitsgebiet erlaubt wird, sowie welche speziellen Regeln während der Anwesenheit gelten. Auf der andern Seite stehen Normen auf nationaler ebenso wie internationaler Ebene, die unabhängig von der Nationalität und dem Aufenthaltsstatus gelten, da sie allen Menschen würdige Lebensbedingungen garantieren sollen und sich teilweise auf ein Versicherungssystem stützen. Die Studie des Schweizerischen Forums für Migrations- und Bevölkerungsstudien geht der Frage nach, wie dem Rechtsgüterkonflikt begegnet werden kann.

Forschungsbericht 24 /03 Bern: Bundesamt für Sozialversicherung 2003. ISBN: 3-905340-93-3, CHF 22.80 (Vertrieb: BBL, Bestell-Nr. 318.010.24/03 d)


Kulturelle Differenzen und kollektive Identitäten.
Michel Wieviorka
Selbst innerhalb der modernsten Gesellschaften bleiben kulturelle Differenzen nicht nur erhalten, sondern sie vervielfältigen, verstärken und erfinden sich neu. Damit wird der strikte Gegensatz zwischen Universalismus und Partikularismus hinfällig. Mit dieser These im Gepäck wirft Michel Wieviorka einen Blick zurück auf die theoretischen und politischen Versuche, mit der Herausforderung der neuen kulturellen Differenzen fertig zu werden: nämlich auf die Kommunitarismus- Debatte einerseits und die multikulturalistische Politik andererseits. Kulturelle Vielfalt, wie sie der Multikulturalismus verstand, ähnelt einem bunten Flickenteppich scharf abgegrenzter, in sich homogener und erstarrter ethnischer Identitäten. Ein solches Modell, meint Wieviorka, trifft für unsere Gesellschaft gar nicht mehr zu; um wirksam zu sein, muss eine multikulturalistische Politik die Bevölkerungssegmente, die sie fördern will, selbst definieren, identifizieren, nach ethnischen, religiösen oder «rassischen » Kriterien kategorisieren, also im Wortsinne «diskriminieren». Wo kulturelle Differenzen labil sind, sich mischen und neu konfigurieren, bedarf es eines anderen Modells. Wieviorka gibt deshalb der Vorstellung vermischter, mestizenhafter, hybrider Kulturen den Vorzug.

Hamburg: Hamburger Edition 2003. ISBN: 3-930908-90-5, CHF 42.50


Integration und Recht.
Konrad Sahlfeld, Martina Caroni, Anna Chudozilov u.a. (Hg.)
Die anlässlich einer wissenschaftlichen Tagung zum Öffentlichen Recht gehaltenen Beiträge befassen sich mit den verschiedensten Facetten rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit Integration. So werden u.a. folgende Themen aufgegriffen: Integration und Staatsangehörigkeit, Integrationsvereinbarung im österreichischen Fremdengesetz, Familiennachzug – ein Mittel zur Integration? Die Artikel stammen allesamt aus der Feder von Juristinnen und Juristen, sind aber auch für interessierte Laien gut verständlich.

Basel: Helbing & Lichtenhahn 2003. ISBN: 3-7190-2204-8, CHF 50.10


Respekt im Zeitalter der Ungleichheit.
Richard Sennett
Der Soziologe Richard Sennett stellt in seinem Buch die Frage, ob eine Gesellschaft, die von grosser sozialer Ungleichheit, ja Ungerechtigkeit geprägt ist, Respekt noch zulässt – die Achtung vor dem anderen, vor allem vor den Gescheiterten. Sennett geht davon aus, dass dies trotz inhärenter Konflikte und Reibungen unabdingbar sein müsste, damit der gesellschaftliche Zusammenhang erhalten werden kann.

Berlin: Berlin Verlag 2002. ISBN: 3-8270-0032-7, CHF 33.60


Klasse und Kultur. Verhandelte Identitäten in der Schule.
Gisela Unterweger
Die Sozialpsychologin und Volkskundlerin hat eine spannende Studie zum Thema multikulturelle Gesellschaft verfasst, die ein Licht auf bisher wenig bekannte Seiten der Multikulturalität wirft. Die Autorin hat zwanzig Schüler aus einer Realklasse beobachtet und befragt. Sie kommt dabei zum Schluss, dass Kultur nicht vererbt, sondern täglich ausgehandelt und angeeignet werde. Gerade die Ausgrenzung und Stigmatisierung wegen der eigenen Herkunft im Klassenverband oder in der Gesellschaft mache eine «freie Entwicklung einer kulturellen Identität unmöglich ». Daher sei es überaus wichtig, Integrationsbemühungen einen hohen Stellenwert zu geben, um den «Teufelskreis » von Frustration und Gewalt zu durchbrechen.

Zürcher Beiträge zur Alltagskultur Band 12. Zürich: Volkskundliches Seminar der Universität Zürich 2002. ISBN: 3-908784-01-8, CHF 34.–


Über Fremde reden.
Überfremdungsdiskurs und Ausgrenzung in der Schweiz 1900–1945.

Patrick Kury
Die Thematik der «Überfremdung» hat die politische Kultur der Schweiz im 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Zahlreiche Volksinitiativen belegen dies ebenso wie die Gründung von politischen Organisationen, die dieses Thema zum programmatischen Schwerpunkt erhoben. Die Art und Weise des Sprechens über Fremde hat Tradition und beeinflusst den Umgang mit Ausländerinnen und Ausländern bis heute. Das Buch spannt den Bogen vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1945. Es analysiert das Wechselspiel von Diskurs, rechtlichen Normen, behördlichem Handeln und wirtschaftlichen Erfordernissen, skizziert die einzelnen Phasen und beleuchtet die wichtigsten Protagonisten. Im Mittelpunkt stehen die zwanziger Jahre, als nach der Gründung der eidgenössischen Fremdenpolizei der Überfremdungsdiskurs eine neue Ausrichtung erhielt und das Reden über «Fremde» antisemitisch aufgeladen wurde.

Zürich: Chronos 2003. ISBN: 3-0340-0646-2, CHF 48.–


betrogen und verkauft.
Frauenhandel in der Schweiz und anderswo.

Marianne Schertenleib und Lisbeth Herger (Hg.)
Die vom FIZ herausgegebene Broschüre ist eine Dokumentation zu den gesellschaftlichen Bedingungen von Frauenhandel und den politischen Antworten darauf. Sie referiert aktuelle Schätzungen zum Ausmass, beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen und lässt eine Betroffene zu Wort kommen.

Zürich: FIZ 2003. Kann beim FIZ bezogen werden: www.fiz-info.ch. CHF 12.–


Die multikulturelle Schweiz.
La Suisse multiculturelle.
La Svizzera multiculturale.
La Svizra multiculturale.

Jahrbuch der Neuen Helvetischen Gesellschaft (Hg.)
Das Jahrbuch 2002 / 2003 versammelt die anlässlich der expo.02 gehaltenen Beiträge zu Themen rund um die multikulturelle Schweiz, die sich hauptsächlich auf die Mehrsprachigkeit in unserem Land beziehen.

Zürich / Chur 2003. ISBN: 3-7253-0748-2, CHF 38.–


Die Schweizer Sprachenvielfalt im öffentlichen Diskurs.
Eine sozialhistorische Analyse der Transformationen der Sprachenordnung von 1848 bis 2000.

Jean Widmer, Renata Coray, Dunya Acklin Muji, Eric Godel
Die Besonderheit der Schweiz liegt darin, dass sie sich als mehrsprachiger Staat konstituiert hat. Wie konnte eine nationale Einheit geschaffen und erhalten werden, die eine Vielfalt von Sprachen anerkennt? Die Studie untersucht anhand der Verfassungsdebatten von 1848 bis 2000 die Antworten auf diese Frage. Die erlangten Einsichten gehen über die Sprachenfrage hinaus. Die symbolische Ordnung, welche es in jeder Epoche erlaubte, die nationale Einheit sicherzustellen, ist nämlich Teil des Staatsverständnisses schlechthin.

Bern et al.: Peter Lang 2003. ISBN: 3-03910-208-7, CHF 99.–


Schatten und Licht im Exil.
Bertrand Cottet (Photos), Sonya Mermoud (Texte)
Wie kann man das Leben im Exil zeigen und ihm gerecht werden, ohne einen falschen Eindruck zu vermitteln oder ins Banale abzugleiten? Bertrand Cottet (Fotos) und Sonya Mermoud (Texte) haben es in feinfühliger Art und Weise geschafft.

Lausanne: Editions d'en bas 2003. ISBN: 2-8290-0300-4, CHF 35.–


Migration.
Friedemann Malsch und Christiane Meyer-Stoll (Hg.)
Migration einmal anders dargestellt: Der Katalog in deutscher oder englischer Sprache beinhaltet die Abbildungen der ausgestellten Werke und Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern zum Thema «Migration». Unter ihnen sind Vilém Flusser, Stephan Christoph Dorner, Nike Bätzner, Constant, Bernard Fibicher, Antje von Graevenitz, Majorie Jongbloed, Peter Lilienthal, Friedemann Malsch, Christiane Meyer-Stoll, Annette Philp, Roberto Ohrt. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Kunstmuseum Liechtenstein.

Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König 2003.ISBN: 3-88375-745-4, CHF 48.–


Staat und Religion in der Schweiz – Anerkennungskämpfe, Anerkennungsformen.
Sandro Cattacin, Cla Reto Famos, Michael Duttwiler und Hans Mahnig
Die vom Schweizerischen Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien (SFM) durchgeführte Untersuchung analysiert die Begründung der öffentlich-rechtlichen Anerkennung von Religionsgemeinschaften in der Schweiz und bietet eine Übersicht über den Status der Religionsgemeinschaften in den verschiedenen Kantonen.

Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) 2003. Download: www.ekr-cfr.ch


Aufgenommen, aber ausgeschlossen?
Die vorläufige Aufnahme in der Schweiz.

Martina Kamm, Denise Efionayi-Mäder, Anna Neubauer, Philippe Wanner, Fabienne Zannol
Die Studie untersucht die Lebenssituation von Menschen mit vorläufiger Aufnahme. Sie zeigt auf, dass die Einschränkungen, denen diese Menschen unterworfen sind, eine Reihe nicht beabsichtigter, bisher aber hingenommener Benachteiligungen nach sich ziehen.

Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) 2003. Download: www.ekr-cfr.ch


Vorläufige Aufnahme – Die Optik der Grundrechte.
Regina Kiener und Andreas Rieder
Das Gutachten des Instituts für öffentliches Recht der Universität Bern zur Situation der Personen mit einem Status der Vorläufigen Aufnahme kommt zum Schluss, dass Vorläufig Aufgenommene als eine über ihren Aufenthaltsstatus definierte Gruppe nicht zu den vom Diskriminierungsverbot geschützten Gruppen gehören. Die grundrechtsrelevanten Einschränkungen lassen sich zwar für eine kurze Dauer rechtfertigen. Sie sollten aber nicht über einen längeren Zeitraum wirksam bleiben, denn sonst kann die in der Bundesverfassung verankerte grundrechtliche Garantie der Menschenwürde tangiert werden.

Bern: Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) 2003. Download: www.ekr-cfr.ch


Aus- und Weiterbildung.
Interkulturelle Kompetenz, Konfliktintervention und Beratung in Diskriminierungsfällen.

Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB (Hg.)
Die Broschüre bietet einen Überblick über die in der deutschsprachigen Schweiz angebotenen Ausbildungen und Kurse in den Bereichen Mediation, Interkulturelle Kommunikation und verwandten Themen.

Bern: FRB 2003. Bestellung (kostenlos) bei: ara@gs-edi.admin.ch.


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Neue Periodika

Wiener Hefte zu Migration und Integration in Theorie und Praxis.
Die «Wiener Hefte» sind eine Publikation des Wiener Integrationsfonds (www.wif.wien.at) und möchten eine über die Tagespolitik hinausgehende Auseinandersetzung mit dem Thema Einwanderung und Integration ermöglichen sowie einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. Das erste Heft ist dem Thema «Defizitäre Demokratie – MigrantInnen in der Politik» gewidmet.

Bezug: Wiener Integrationsfonds, Mariahilferstrasse 103, A-1060 Wien oder medienzentrum@wif.wien.at.


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Audiovisuelle Medien

Familienszenen –Wege aus der Gewalt.
Videoreihe mit Begleitmaterial.

Rudolf Welten und Margrit Keller
Die vierteilige Filmreihe thematisiert Gewalt in und um Familien und zeigt Wege, anders mit Konflikten umzugehen sowie auf individueller und institutioneller Ebene Hilfe zu leisten. Die Filme von je ca. 27+10 Minuten Länge basieren auf authentischen Fallgeschichten und greifen folgende Themen auf: «Wir wollten doch gute Eltern sein», «Er bringt uns an unsere Grenzen», «Ausgerechnet du!» (Sexuelle Ausbeutung in der Familie), «Meine Kinder sollen es besser haben als ich». Die in deutsch, französisch und italienisch erhältlichen Filme eignen sich für den Einsatz in der Eltern- und Erwachsenenbildung, in der Ausbildung von Personen, die beruflich mit dem Thema Gewalt konfrontiert sind. Der Film zum Thema «Meine Kinder sollen es besser haben als ich» wurde speziell für den Einsatz in Migrantenkreisen konzipiert und ist deshalb in zusätzlichen 5 Sprachen erhältlich. Zu jedem Videofilm werden Begleitbroschüren mit Hintergrundinformationen und Anregungen mitgeliefert, wie Anlässe und Schulungen erfolgreich durchgeführt werden können.

Dryas Film 2003. Bezug: www.familienszenen.ch


Pubertät. Jugendliche und Eltern aus verschiedenen Kulturen über das Erwachsenwerden.
Pro Juventute (Hg.)
Die Filme werfen auf einem kulturspezifischen Hintergrund allgemeine Fragen zum Erwachsenwerden auf. Es kommen Menschen zu Wort, die alle in der Schweiz leben, hier geboren wurden oder einmal eingewandert sind.

6 Videos VHS in den Sprachen Albanisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Tamilisch, Türkisch, jeweils mit deutschen Untertiteln.
Bezug: Pro Juventute, Bookit, Postfach, 4601 Olten, bookit@sbz.ch

 

 

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