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Neuerscheinungen
Migrations- und Integrationspolitik
Integrationsförderung des Bundes – die ersten drei
Jahre. Evaluationsbericht.
Eidgenössische Ausländerkommission und Bundesamt für
Zuwanderung, Integration und Auswanderung (Hg.)
Was hat die Integrationsförderung der ersten drei Jahre seit Einführung
des Integrationskredits gebracht? Welche Schwerpunkte wurden gesetzt und
welche Lernprozesse ausgelöst? Die Gesamtevaluation geht diesen Fragen
nach und beschreibt Erfahrungen und Erfolge, Prozesse und weiter zu entwickelnde
Bereiche. Der Evaluationsbericht wird ergänzt durch eine Einschätzung
aus integrationspolitischer Sicht.
Materialien zur Integrationspolitik, Bern: EKA/CFE/CFS 2004.
Bestellungen: eka-cfe@imes.admin.ch.
Migration und Integration: Ausländerinnen und Ausländer
in der Schweiz.
Philippe Wanner
Gegen 28% der in der Schweiz wohnhaften Personen waren zum Zeitpunkt ihrer
Geburt ausländischer Nationalität: Mehr als ein Viertel von
ihnen (526'700 Personen) liess sich im Laufe ihres Lebens einbürgern.
Zu den 350'000 in der Schweiz geborenen ausländischen Staatsangehörigen
gehören auch 32'500 Kinder unter 15 Jahren, die zur «dritten
Generation» zählen. Der sozio-professionelle Status und die
familiäre Lebensweise sind stark von der Herkunft abhängig:
Migrantinnen und Migranten aus Südeuropa und dem Balkan leben im
Allgemeinen in Familienhaushalten mit Kindern, während es sich bei
deutschen und französischen Migrantinnen und Migranten häufig
um «Singles» handelt. Das sind einige Ergebnisse aus der Analyse
der Volkszählung 2000, in welcher Bilanz über die Situation
der Migrantinnen und Migranten in der Schweiz und ihre Integrationsmerkmale
gezogen wird.
Neuchâtel: Bundesamt für Statistik, 2004, Bestellnummer 001-0027,
CHF 30.-
Integration und Ausschluss.
Schweizerisches Bundesarchiv (Hg.) /
Die neueste Ausgabe der Zeitschrift «Studien und Quellen»
widmet sich dem Thema «Integration und Ausschluss» und nimmt
dabei Bezug auf das neu gestartete Nationalfondsprogramm NFP 51. Die Beiträge
befassen sich mit den verschiedenen Phänomenen von Integrations-
und Ausschlussmechanismen. Dabei werden Themen aufgegriffen, in denen
es um die Aufnahme oder Ausgrenzung von gesellschaftlichen Gruppen, um
Identität und Alteriät, um Integration oder Ausschluss geht:
Rassismus und Antisemitismus, Nationalismus und Staatsbürgerschaft,
Delinquenz und Strafvollzug, Disziplinierung von Randständigen oder
«Auffälligen».
Zeitschrift Band 29, Bern: Haupt 2003, ISBN: 3-258-06725-2, CHF 44.-
Und es kamen Menschen.
Die Schweiz der Italiener.
Marina Frigerio Martin und Susanne Merhar
Was haben ein bekannter Bildhauer, ein SVP-Nationalrat, eine engagierte
Journalistin, ein Schriftsteller und ein ehemaliges Flüchtlingskind
gemeinsam? Schang Hutter, Toni Bortoluzzi, Maria Roselli, Franco Supino
und Annarella Rotter Schiavetti erzählten den Autorinnen ihre Geschichte
als Nachkommen italienischer Einwanderer. Das Buch vereinigt die Porträts
von Menschen der ersten, zweiten und dritten Generation von Italienerinnen
und Italienern in der Schweiz.
Die Porträts verdeutlichen es: Integration ist ein stiller Prozess
– ohne Trommeln und Fahnenschwinger. Langsam wird man gewahr, dass
einem die Fremden nicht mehr so fremd sind. Die Geschichte der Italiener
in der Schweiz gilt – nach allen mehr oder weniger überwundenen
Schwierigkeiten – als Geschichte einer «erfolgreichen Integration».
Zürich: Rotpunktverlag 2004, ISBN: 3-85869-275-1, CHF 38.-
Kampf gegen unerwünschte Fremde.
Von James Schwarzenbach bis Christoph Blocher.
Thomas Buomberger
Kein Abstimmungskampf hat die Schweizer Bevölkerung je so aufgewühlt
wie die Abstimmung über die Schwarzenbach-Initiative 1970. Das Volk
musste entscheiden, ob es 300'000 Ausländer aus der Schweiz ausweisen
wollte. Viele hatten das Gefühl, die Schweiz sei überfremdet.
Der Autor geht den Anfängen der Überfremdungsdiskussion nach,
analysiert das Phänomen Schwarzenbach und zieht Parallelen zu aktuellen
politischen Strömungen, die fremdenfeindliche Positionen vertreten.
Thomas Buomberger liefert mit seinem Buch eine Übersicht zum Thema
«Überfremdung».
Zürich: Orell Füssli 2004, ISBN: 3-280-06017-6, CHF 49.-
Toleranz im Konflikt.
Geschichte, Gehalt und Gegenwart eines umstrittenen Begriffs.
Rainer Forst
Der Begriff der Toleranz ist umstritten: Für die einen bezeichnet
er eine Tugend des gegenseitigen Respekts, für andere ist er Synonym
für eine herablassende Haltung oder repressive Praxis. Der Autor
zeigt, dass solche Ambivalenzen das Ergebnis einer komplexen Geschichte
von philosophischen und sozialen Auseinandersetzungen sind. Die Rekonstruktion
dieser Geschichte kann dazu beitragen, so der Autor, eine systematische
und kritische Theorie der Toleranz zu entwickeln.
Frankfurt a. M. Suhrkamp 2003.
ISBN: 3-518-29282-X, CHF 35.30
draussen – drinnen – dazwischen. Women of Black Heritage.
Olympe, Feministische Arbeitshefte zur Politik No. 18
Die Ausgabe der Zeitschrift befasst sich mit der besonderen Situation
von Schwarzen Frauen. Die «Women of Black Heritage» verstehen
sich als aktiven Teil der schweizerischen Gesellschaft. Sie sind mit dieser
auf vielfältige Art und Weise verbunden. Je nach biografischen und
situativen Kontexten sind sie «drinnen», «draussen»
oder «dazwischen». Die Beiträge analysieren das Schwarzsein
aus verschiedenen Blickwinkeln und zeigen auf, dass Ausgrenzung oft subtil
geschieht.
Zürich: Olympe 2003, Bestellungen@olympeheft.ch,
CHF 21.-
Multikulturelle Identität: Integration statt Anpassung.
Psychoscope No. 3/2004
Die Sondernummer von Psychoscope thematisiert in einem Dossier Fragen
der multikulturellen Identität aus psychologischer Sicht. Wie wichtig
ist «Kultur» für Therapie und Sozialarbeit? Über
welche Ressourcen verfügen Migrantinnen und Migranten? Welche Strategien
sind einzuschlagen, wenn Menschen ausländischer Herkunft sich «lost
in translation» fühlen? Fachleute aus Psychologie und Psychotherapie
versuchen Antworten darauf zu geben.
Bern: Zeitschrift der Föderation der Schweizer Psychologinnen und
Psychologen / psychoscope@psychologie.ch,
CHF 8.50
Prominente Flüchtlinge im Schweizer Exil.
Bundesamt für Flüchtlinge (Hg.)
Die humanitäre Tradition, Verfolgten Schutz zu gewähren, ist
Teil des Schweizer Selbstverständnisses geworden. Diese Tradition
reicht weit vor die Gründung des schweizerischen Bundesstaates zurück.
Die moderne Schweiz hat seit der Mitte des 19. Jahrhunderts das humanitäre
Denken fortgesetzt und zahlreichen Menschen in Not Aufnahme und Sicherheit
gewährt. In besonders ausgeprägtem Ausmass wurde das Land im
20. Jahrhundert zum Zufluchtsort für zahlreiche Flüchtlinge.
Die traditionell humanitäre Politik der Schweiz wird aber überschattet
von den Ereignissen während des Zweiten Weltkrieges, als zwar eine
grosse Anzahl von Flüchtlingen Aufnahme fand, zahlreichen an Leib
und Leben bedrohten Menschen die Schutzgewährung aber versagt wurde.
Unter den Schutzsuchenden finden sich seit jeher Personen, die einen hohen
Bekanntheitsgrad hatten. Unter ihnen waren Bertolt Brecht, Thomas Mann,
Ignazio Silone und Agota Kristof.
Bern: BBL 2003, ISBN: 3-9522901-0-6, CHF 32.-
Die Schweiz in der Vernehmlassung. Warum wir sind, wie wir sind.
Gerda Wurzenberger und Nicole Schiferer (Hg.)
Wie kann das funktionieren: eine radikal direkte Demokratie ohne jede
formelle Opposition, keine Obrigkeit, jeder redet mit – und der
Konsens regiert. Ein derart ausgeklügeltes politisches System wie
das schweizerische ist nicht nur schwer zu erklären, es fördert
und erfordert auch besondere Eigenschaften der Staatsbürgerinnen
und -bürger. Die 21 erzählerischen Essays (u.a. von Ruth Schweikert,
Martin Heller, Maja Beutler, Joachim Rittmeyer, Carol Franklin), illustriert
von Anna Sommer und ergänzt mit einem prägnanten Glossar der
politischen Redensart, regen zu einer lustvollen Auseinandersetzung mit
dem schillernden Sonderfall Schweiz an.
Zürich: Kein & Aber 2003, ISBN: 3-0369-5114-8, CHF 38.-
Bildung
Schul- und Bildungslaufbahn von immigrierten «leistungsschwachen»
Schülerinnen und Schülern.
Sonja Rosenberg, Rolf Lischer, Winfried Kronig, Michel Nicolet, Alois
Bürli, Peter Schmid, Regina B. Bühlmann
Der Bericht enthält die anlässlich des Convegno der EDK von
2002 gehaltenen Referate zur Problematik von «leistungsschwachen»
Kindern und wie deren Situation verbessert werden könnte. Von Interesse
sind insbesondere die schlussfolgendernden Empfehlungen, die die Selektionsmechanismen
in der Schule kritisch beleuchten.
EDK/CDIP: Bern 2003, www.edk.ch
CHF 15.-
Wege in die nachobligatorische Ausbildung.
Die ersten zwei Jahre nach Austritt aus der obligatorischen Schule. Zwischenergebnisse
des Jugendlängsschnitts TREE.
Bildungsmonitoring Schweiz (Hg.)
Wie vollziehen Jugendliche in der Schweiz den Übergang von der obligatorischen
Schule in weiter führende Ausbildungen? Wer schlägt welche nachobligatorischen
Ausbildungswege ein, mit welchem Erfolg und mit welchen Schwierigkeiten?
Die Publikation enthält einen speziellen Beitrag zur Situation von
Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Neuchâtel: Bundesamt für Statistik 2003.
ISBN 3-303-15309-4 Bestell-Nr. 602-0000 (d), CHF 18.-
Neue Wege der sprachlichen Frühförderung von Migrantenkindern.
Zvi Penner
Leitfaden für Eltern und Lehrkräfte zur sprachlichen Förderung
von Kindern mit Migrationshintergrund.
Berg: kon-lab 2003, ISBN: 3-906864-00-6, CHF 24.80
Brückenangebote: Struktur und Funktion. Die Rolle von Geschlecht
und Nationalität. Projekt im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms
Bildung und Beschäftigung.
Josef Martin Niederberger unter Mitarbeit von Christin Achermann
Zwischen den Grenzen von Schule und Wirtschaft hat sich im Laufe des letzten
Jahrhunderts fast unbemerkt, von der Wissenschaft nicht beschrieben und
von der bildungspolitischen Diskussion kaum berührt, der schulische
Bereich der Brückenangebote etabliert. Der NFP-Bericht versucht die
Welt der Brückenangebote aus einer institutionellen und individuellen
Perspektive zu analysieren.
Neuchâtel: Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien
SFM, 2003, Forschungsbericht 30, CHF 30.-
Download: www.sfm.ch
Die zweite Generation: Etablierte oder Aussenseiter?
Biografien von Jugendlichen ausländischer Herkunft.
Anne Juhasz und Eva Mey
Im Mittelpunkt des Buches stehen Biographien von Jugendlichen ausländischer
Herkunft in der Schweiz. Die Auswertung der erzählten Lebensgeschichten
zeigt, dass insbesondere das Erlangen einer höheren Stellung im sozialen
Raum, aber auch die Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung sowie
Erfahrungen von sozialem Ausschluss und Diskriminierung wichtige Themen
in den Biographien der zweiten Generation darstellen. Erkennbar wird ein
komplexes Ineinandergreifen von sozialen Aufstiegs- und Ausschlussprozessen,
das sich je nach sozialem Ort, an dem sich die Jugendlichen befinden,
anders gestaltet. Die Analysen der erzählten Lebensgeschichten machen
deutlich, wie und durch welche Mechanismen soziale Positionen erlangt,
zugeteilt und reproduziert werden. Damit rücken die Fragen ins Zentrum,
wie sich «Klasse» und «nationale Herkunft» als
Kategorien sozialer Ungleichheit im biographischen Verlauf verschränken
und in welchem Verhältnis individuelles Handeln und strukturell bestimmte
Möglichkeiten zueinander stehen.
Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 2003, ISBN: 3-531-14101, CHF 52.20
Arbeit
Integration am Arbeitsplatz in der Schweiz. Probleme und Massnahmen.
Janine Dahinden, Rosita Fibbi, Joëlle Moret, Sandro Cattacin
Der Bericht ist das Resultat einer Studie zur Integration von Migrantinnen
und Migranten der ersten Generation am Arbeitsplatz in der Schweiz. Darin
wird aufgezeigt, welche Probleme existieren und durch welche Massnahmen
und Lösungen die verschiedenen Akteure die Integration der Zugewanderten
am Arbeitsplatz unterstützen können. Gleichzeitig werden Empfehlungen
präsentiert, wie Interkulturalität und Gleichbehandlung am Arbeitsplatz
umgesetzt werden könnten.
Neuchâtel: SFM 2004, Forschungsbericht, CHF 30.—
Download: www.sfm.ch.
Wirkungen von Beschäftigungsprogrammen für ausgesteuerte
Arbeitslose.
Daniel C. Aeppli, Roli Kälin, Walter Ott und Matthias U. Peters
Sind Beschäftigungsprogramme für ausgesteuerte Arbeitslose ein
geeignetes Instrument zur beruflichen Wiedereingliederung dieser Personengruppe?
Sind sie ein geeignetes Instrument zur sozialen Wiedereingliederung der
ausgesteuerten Menschen? Inwieweit werden durch solche Beschäftigungsprogramme
bestehende reguläre Stellen bzw. Firmen konkurrenziert? Dies waren
die drei hauptsächlichen Fragestellungen, denen das Forschungsprojekt
«Wirkungen von Beschäftigungsprogrammen für ausgesteuerte
Arbeitslose» im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms (NFP)
45 «Probleme des Sozialstaats» des Schweizerischen Nationalfonds
nachging. Die Studie umfasste die Kantone Basel-Stadt und Genf und die
Stadt Zürich. Das nun vorliegende Buch stellt die Resultate, Schlussfolgerungen
und Empfehlungen dieser Forschungsarbeit vor.
Zürich/Chur: Verlag Rüegger 2004, ISBN: 3-7253-0767-9, CHF 45.-
Sexarbeit tabuisiert – zum Nachteil der Frauen,
Eine juristische Analyse von Straf- und AusländerInnenrecht.
Susanne Bertschi
Die Studie untersucht die rechtlichen Hürden, die sich auf die Sexarbeit
beziehen. Im Fokus steht die Frage, wie die Ausbeutung der Frauen weitgehend
verhindert und der Frauenhandel unterbunden werden kann. Dabei wird auf
internationale Konventionen und Deklarationen Bezug genommen.
Bulletin 7 des NFP 40 «Gewalt im Alltag»
Zu beziehen beim Schweizerischen Nationalfonds: www.nfp40.ch.
Gesundheit
Migration – eine Herausforderung für Gesundheit und
Gesundheitswesen.
Departement Migration, Schweizerisches Rotes Kreuz (Hg.)
Die Beratung und Behandlung von Personen mit einem Migrationshintergrund
stellt an das Gesundheitswesen und sein Fachpersonal neue Anforderungen.
Die verschiedenen Beiträge beleuchten die unterschiedlichen Praxisfelder
und theoretischen Ansätze. Diskutiert werden dabei die Möglichkeiten
institutioneller Anpassungen an die Gegebenheiten einer pluralistischen
Gesellschaft, die sprachliche Verständigung als Integrationsinstrument
oder der Zugang zum Gesundheitswesen für Personen mit unsicherem
Aufenthaltsstatus wie Asyl Suchende oder Sans-Papiers-Frauen. Weitere
Beiträge befassen sich mit der Traumatisierung von Kriegs- und Folteropfern
sowie der spezifischen Thematik alternder Zugewanderter im schweizerischen
Gesundheitssystem.
Zürich: Seismo 2004, ISBN 3-03777-033-3, CHF 29.-
Needed Basic Research in «Migration and Health» 2002-2006
in Switzerland.
Jenny Maggi, in collaboration with Sandro Cattacin
In spite of its recent expansion, the amount of scientific literature
on migration and health remains limited in Switzerland. Identifying lack
of research is particularly important, since appropriate measures can
only be implemented if they have scientific foundation and support. The
aim of the present study is to identify priority areas and related issues
of problem-oriented basic research that need to be addressed in Switzerland.
Neuchâtel: SFM 2003.
Scientific Report 29, CHF 20.-, Download: www.sfm.ch
Ratgeber
Auswandern im Alter.
Acht Lebensgeschichten von Schweizer Senioren an der Costa Blanca –
ein Lesebuch und Ratgeber.
Andreas Huber
Wer selber mit dem Gedanken spielt, den Lebensabend in Spanien zu verbringen,
bekommt in den Geschichten – sozusagen aus erster Hand – Informationen
zum Alltag und Leben von acht Schweizer Rentnerinnen und Rentnern an Spaniens
Küsten. Das Buch enthält einen Serviceteil mit nützlichen
Informationen über die Auswanderungsvorbereitung, Sozial- und Krankenversicherung,
Steuern, Immobilienkauf und weitere Themen.
Zürich: Seismo 2004, ISBN 3-03777-000-7, CHF 38.-
Information für Cabaret-Tänzerinnen.
Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau
und Mann (Hg.)
Das Informationsfaltblatt (in 16 Sprachen) für Cabaret-Tänzerinnen
ist neu aufgelegt worden. Das Faltblatt gibt den Ausländerinnen mit
einer Cabaret-Tänzerinnen-Bewilligung (L-Ausweis) Auskunft über
ihre Rechte in der Schweiz. Über folgende Bereiche wird informiert:
Aufenthaltsstatus, Arbeitsvertrag, Prostitution, Opferschutz, Sozialversicherungen,
Steuern, Wohnen Schwangerschaft/Mutterschaft und Vaterschaftsklage.
Bestellungen: www.equality-office.ch.
Der Rote Faden. Für anerkannte Flüchtlinge. Ein Leitfaden
durch die Schweiz.
Bundesamt für Flüchtlinge (Hg.)
Die Broschüre gibt kurz und verständlich Auskunft zu den wichtigsten
Fragen des Alltags, der Politik, des Gesundheitswesens, der Bildung, des
Asyls und der Integration und weist auf nützliche Adressen hin.
Bestellungen: BBL, 3003 Bern, Nr. 415.015 (d/f/i/e), CHF 8.25.
Kommentierte Literaturliste und Buchbesprechungen zu binationalen
Themen.
Interessengemeinschaft Binational (Hg.)
Das Heft liefert eine Fülle von Literatur mit Kurzbeschreibungen
zu Themen rund um binationale Partnerschaften. Aufgelistet werden sowohl
Sachbücher zu Fremdheit in interkulturellen Paarbeziehungen und mehrsprachiger
Erziehung wie auch eine Zusammenstellung von belletristischen Werken mit
spannenden Liebesgeschichten über die Grenzen hinweg.
Zürich: IG Binational 2004.
Gratis, zu bestellen bei: versand@ig-binational.ch
Belletristik und Erfahrungsberichte
Den Wasserspiegel schneiden. / Sot il pêl da l’âga.
Leonardo Zanier
Gedichte Friaulisch/Deutsch, mit italienischer Übersetzung des Autors
zu den originalsprachigen Gedichten.
Der Band versammelt Gedichte des Friulaners Leonardo Zanier, die zwischen
1960 und 2000 entstanden sind. Zaniers Gedichte führen zu menschlichen
Grundfragen. Sie handeln von Menschen unterwegs, von Ausgegrenzten und
Gezeichneten, fremd in der Fremde und fremd in ihrer Heimat, von Menschen
im Krieg, von Liebenden und Geliebten. Zaniers Poesie ist lyrisches Kondensat
der Geschichte des Friauls/Karniens von der Zeit des Zweiten Weltkriegs
bis auf den heutigen Tag. Und seine Gedichte begleiten das Leben italienischer
Emigranten in der Schweiz der Nachkriegszeit.
Zürich: Limmatverlag 2002. ISBN 3-85791-379-7, CHF 44.-
Eine italienische Familie.
Franca Magnani
Franca Magnani, die mit ihren Eltern mehrere Jahre im Schweizer Exil lebte,
erzählt die Geschichte ihrer Familie, die sich gegen den Faschismus
in Italien engagierte. Die Aufzeichnungen sind auch ein Dokument, wie
sich die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs aus der Optik einer
jungen Ausländerin darstellte, und sind somit auch ein Kapitel sowohl
der schweizerischen wie auch der italienischen Geschichte.
Köln: Kiepenheuer & Witsch 2002 (3. Auflage).
ISBN: 3-462-03045-0, CHF 18.30
Flut.
Ruth Wälti
Anna, die Erzählerin, zieht in eine neue Wohnung und findet auf dem
Küchenschrank die Aufzeichnungen ihrer Vorgängerin. Es ist das
Tagebuch von Miriam, der sie bei der Lektüre näher kommt. Miriam
schrieb ihre Eintragungen, als sie auf den Entscheid wartete, ob sie Asyl
erhalten würde. Die Texte der Asylsuchenden wechseln sich ab mit
den Überlegungen der Leserin Anna, die ihr eigenes Weltbild in Frage
zu stellen beginnt.
Frankfurt a.M.: Cornelia Goethe Literaturverlag 2004.
ISBN: 3-8267-5456-5, CHF 16.30
Vielleicht werden wir ja verrückt.
Ulla Berkéwicz
Weltweit offenbaren die Völker ihre gefährlichste Gemeinsamkeit
in einem archaisch anmutenden, blutigen Fundamentalismus. Ulla Berkewicz
fordert in ihrem Essay den Mut zur Sorge um das, was an uns verloren geht,
wenn wir dem Verbund von technokratischem Nihilismus und archaischem Fanatismus
nicht widerstehen. Orientierung in einer wie im Rausch sich beschleunigenden
Reaktionskette sucht sie in einer tiefgreifenden Analyse religiöser
Überlieferung, in der Auslegung von Quellen aus dem Talmud, dem Koran
und der Bibel, im Studium historischer und gegenwärtiger islamischer
und jüdischer Quellen und von Material des amerikanischen Sektensumpfes.
Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag, 2002. ISBN 3-518-41379-1, CHF 26.20
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