terra cognita 7/2005 ouvertüre

   

Bücher und Materialien

Thema Öffnung der Institutionen

Untersuchungen über die Schweiz

Vorstudie Integrationsförderung in der Verwaltung.
David Wüest-Rudin, PriceWaterhouseCoopers
Die im Auftrag des Bundesamts für Zuwanderung, Integration und Auswanderung (heute BFM) und der Eidgenössischen Ausländerkommission erfolgte Vorstudie ist der Frage nachgegangen, ob und wie durch ein verbessertes Verwaltungsmanagement und eine interkulturelle Öffnung der öffentlichen Verwaltung der einheitliche und diskriminierungsfreie Zugang zu staatlichen Ressourcen und zu Leistungen von gleichmässiger Qualität für ausländische Personen gewährleistet bzw. verbessert werden kann, um damit eine Breitenwirkung der Integrationsförderung zu erreichen. Die Vorstudie prüfte die These, ob ein Vorstoss im Bereich des Qualitätsmanagements allenfalls unter Einsatz einer Zertifizierung das Ziel von gleichem Zugang und gleicher Qualität fördern kann. Sie kommt zum Schluss, dass ein generelles Qualitätsmanagement unter Anwendung eines Baukastensystems zur Umsetzung der Integrationsförderung in der Verwaltung angepasster ist.

Bern: EKA 2003
Kann beim Sekretariat der EKA bestellt werden oder von der Website heruntergeladen werden.

Öffnung von Institutionen der Zivilgesellschaft.
Grundlagen und Empfehlungen zuhanden des IMES und der EKA.
Brigitte Arn, Schweizerisches Rotes Kreuz
Die EKA unterstützt im Rahmen des Schwerpunkteprogramms zur Förderung der Integration von Ausländerinnen und Ausländern (2004-2007) mit dem Förderschwerpunkt B «Institutionen öffnen» Vorhaben, die eine Öffnung bestehender Einrichtungen für alle Bevölkerungsgruppen zum Ziel haben. Der Förderschwerpunkt unterstützt Institutionen der Zivilgesellschaft bei Projekten und Prozessen, welche die Beteiligung der ausländischen Bevölkerung verstärken, zum Beispiel durch die Ausweitung der Mitgliedschaft, die aktivere Beteiligung in Führungsfunktionen oder gemeinsame Planungs- und Entwicklungsprozesse.
Die im Auftrag der EKA durch das Departement Migration des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK durchgeführte Studie liefert eine Grundlage zum Thema der Öffnung von Institutionen der Zivilgesellschaft und zeigt mögliche Stossrichtungen für die Entwicklung einer Bundespolicy auf.

Bern: EKA 2003
Kann beim Sekretariat der EKA bestellt werden oder von der Website heruntergeladen werden.

Rechtliche Integrationshemmnisse. Auslegeordnung und Lösungsansätze.
Tripartite Agglomerationskonferenz (Hg.)
Bund, Kantone, Städte und Gemeinden unternehmen bereits heute beträchtliche Anstrengungen zur Förderung der Ausländerintegration. Die bisherigen Arbeiten der TAK haben aber auch gezeigt, dass gleichzeitig zum Teil erhebliche Integrationsschranken bestehen. Dieser Widerspruch ist nach Auffassung der TAK aufzulösen. Deshalb hat sich die TAK in den letzten zwei Jahren intensiv mit rechtlichen Integrationshemmnissen auseinandergesetzt. Unter anderem ist auch dem Zugang zu staatlichen Leistungen ein ganzes Kapitel gewidmet.
Gestützt auf diese Arbeiten hat die TAK im November 2004 vier grundsätzliche Empfehlungen an Bund, Kantone, Städte und Gemeinden verabschiedet. Diese Empfehlungen stellen eine gemeinsame politische Absichtserklärung zum Abbau von rechtlichen und institutionellen Integrationshemmnissen dar. Damit die zur Integrationsförderung eingesetzten Mittel wie z.B. im Bildungsbereich ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die bestehenden Integrationshemmnisse beseitigt werden. Von der Umsetzung ihrer Empfehlungen erhofft sich die TAK, den Erfolg der Integrationsarbeit längerfristig sichern zu können.

Der Bericht mit den Empfehlungen der TAK kann beim Sekretariat der KdK (Postfach 444, 3000 Bern 7) bezogen werden oder gratis heruntergeladen werden.

Aufbau einer Koordinationsstelle für interkulturelle ÜbersetzerInnen und VermittlerInnen. Konzeptstudie.
Janine Dahinden , Alexandra Felder, Gianni D'Amato
Der Bericht legt Vorschläge vor, welche Logik sich für den Aufbau einer Koordinationsstelle für interkulturelle Übersetzer/innen und Vermittler/innen für den Grossraum Zürich anbieten würde. Es werden Ideen zur Interventionslogik, zur strategischen und operativen Ausrichtung, aber auch zu den Produkten und dem Qualitätssicherungssystem einer solchen Koordinationsstelle präsentiert.

Schweizerisches Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien SFM, Neuchâtel 2004
Forschungsbericht/Rapport de Recherche 35, CHF 20.00
free download: www.migration-population.ch

Gleichgesinnt. Der Verein – ein Zukunftsmodell.
Tobias Madörin, Fotografie
Nadine Olonetzky, Text
Die Schweiz, ein Land von Vereinsmeiern? 41% der Wohnbevölkerung ist aktiv in einem oder mehreren Vereinen tätig. Diese Zahl ergab sich unter anderem aus der ersten, repräsentativen Umfrage zur Vereinskultur in der Schweiz (2003). Vereine sind nach wie vor populär. Tobias Madörin hat Mitglieder aus 36 Vereinen fotografiert und knüpft dabei an die Tradition der Vereinsgruppenbilder, wie sie im 19. Jahrhundert beliebt waren: Er gruppiert Bienenzüchter, Boxsportler, Zwillinge und Samichläuse zu ernsten und zugleich humorvollen Ensembles in denen er zeigt, was ihn als Fotograf interessiert: die Verbindung von Menschen, Ort und Ding im Bild. Die Untersuchung von Nadine Olonetzky zeichnet das soziokulturelle Bild der Vereinszugehörigkeit in der Schweiz nach.

Zürich: Kontrast 2004
ISBN 3-906729-25-7, CHF 48.–

Management of Diversity - Neue Personalstrategien für Unternehmen .
Wie passen Giraffe und Elefant in ein Haus?
R. Roosevelt Thomas
Was passiert, wenn eine Giraffe einen Elefanten zu sich nach Hause einlädt? Dies beschreibt der renommierte amerikanische Personalberater Roosevelt Thomas. Mit Hilfe einer kleinen Fabel führt er fantasievoll in das Thema Diversity ein. Er zeigt die Komplexität des menschlichen Miteinanders, betont die Bedeutung von Auseinandersetzungen für fruchtbare Kooperationen. Und er verschweigt keineswegs die Schwierigkeiten, die entstehen, wenn unterschiedliche Talente und Temperamente aufeinander prallen. So gewappnet, können sich Leserinnen und Leser schliesslich der zentralen Aufgabe des Diversity-Management stellen: ihr Giraffenhaus so umzubauen, dass auch Elefanten darin gut arbeiten können.

Thomas' Buch ist eines der wenigen in der Managing-Diversity-Literatur, welche den Bezug auf konkrete ethnische oder nationale Besonderheiten vermeiden und daher einen etwas andern Zugang zu dem Thema bieten.

Wiesbaden: Gabler Verlag 2001
ISBN 3-409-11742-3, CHF 78.—

Internationale Perspektiven

Förderung der Chancengleichheit ethnischer Minderheiten im öffentlichen Dienst.
Eine Studie zu den rechtlichen Grundlagen von Fördermaßnahmen und zur Übertragbarkeit von frauenfördernden Instrumentarien auf ethnische Minderheiten.
Hella von Oppen
Auf der Suche nach geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt, rückt der öffentliche Dienst stärker ins Blickfeld. Zu Recht, denn es steht fest, dass gerade hier Migranten und Angehörige ethnischer Minderheiten besonders stark unterrepräsentiert sind. Zugewanderte sind lediglich mit einem Anteil von 4 Prozent als Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst tätig. Ansonsten sind sie in der Raumpflege, als Gartenarbeiter oder in der Strassenreinigung vor allem «für deutsche Sauberkeit» zuständig.
Um die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten zu verbessern, richten sich viele Maßnahmen auf die Verbesserung ihres Qualifikationsprofils und die Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung junger Migrantinnen und Migranten. Andere Wege geht man in Ländern wie z.B. Großbritannien und der Niederlande, wo der öffentliche Dienst schon immer eine Vorreiterrolle bei der Förderung der Beschäftigung von Migranten gespielt hat. Förderpläne mit Zielvorgaben, die gezielte Anwerbung und Ansprache ethnischer Minderheiten und Fortbildungsmassnahmen für Personalleiter sind Bestandteile der Förderpolitik für Angehörige ethnischer Minderheiten, die seit vielen Jahren mit unterschiedlichem Erfolg durchgeführt wird. Die Studie untersucht Möglichkeiten, wie eine Förderpolitik in den Verwaltungen Nordrhein-Westfalens aussehen könnte.

Solingen: Landeszentrum für Zuwanderung NRW 2002
www.lzz-nrw.de/docs/Chancengleichheit.pdf

sozial managen.
Grundlagen und Positionen des Sozialmanagements zwischen Bewahren und radikalem Verändern.
Harald Fasching, Reingard Lange (Hg.)
«sozial managen» ist eine Zusammenstellung praxisrelevanter Grundlagen und Methoden des Sozialmanagements, geschrieben mit der zwanzigjährigen Erfahrung des Teams der Akademie für Sozialmanagement der Caritas Wien (ASOM). Ziel der Autor/innen ist es, die Leiter/innen sozialer Einrichtungen, von Gesundheits- und Bildungsorganisationen in den Spannungsfeldern des Sozialmanagements zu unterstützen. Das Buch bietet der Praktikerin und dem Praktiker eine gezielte Auslese aus dem inzwischen unüberschaubaren Berg an Management-Literatur. Modelle der Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften werden in die speziellen Anforderungen des Sozialmanagements übertragen. Das Buch bietet «Best offs» für soziales Management.

Bern, Stuttgart, Wien: Haupt 2005
ISBN 3-258-06814-3, CHF 73.—

Handbücher

Handbuch zur Interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ)
seco (Hg.)
IIZ ist eine Strategie zur verbesserten, zielgerichteten Zusammenarbeit verschiedener Partnerorganisationen aus den Bereichen Arbeitslosenversicherung, Invalidenversicherung, Sozialhilfe, öffentliche Berufsberatung und anderer Institutionen. Initiiert wurde IIZ durch eine gemeinsame Empfehlung der SODK und VDK . Diese hat auch zur Errichtung einer nationalen IIZ-Koordinationsgruppe geführt. Die Institutionen in den obgenannten Bereichen haben alle die (berufliche) Integration ihrer Kunden und Kundinnen zum Ziel. Mit IIZ wird angestrebt, die mit diesem Ziel verbundenen Verfahren der Institutionen aufeinander abzustimmen, zu vereinfachen und zu verkürzen. Insbesondere wird versucht, durch koordiniertes Vorgehen, Doppelspurigkeiten und krankmachendes Weiterreichen zwischen den Institutionen (sogenannter «Drehtür-Effekt») zu unterbinden. Dieses Bemühen setzt die Bereitschaft gegenseitiger Transparenz aber auch die Achtung allfälliger institutioneller Grenzen voraus. IIZ ist damit auch eine Strategie des Lernens und des interinstitutionellen Kulturaustausches.
Wichtiges Tool in der konkreten Umsetzung von IIZ ist das vom seco in Auftrag gegebene IIZ-Handbuch, das bisherige Erfahrungen der interinstitutionellen Zusammenarbeit zusammenfasst und konkrete Unterstützung bietet.

Bezug: seco, Effingerstrasse 31, 3003 Bern.
www.iiz.ch

St. Galler Leitfaden zur Integration am Arbeitsplatz.
«Mit Vielfalt gewinnen» und weitere Hinweise…
Die Broschüre «Mit Vielfalt gewinnen» und der «St. Galler Leitfaden zur Integration am Arbeitsplatz» zeigen die Möglichkeiten auf, wie der Arbeitsplatz als Ort der Integration genutzt werden kann.
Die beiden Publikationen basieren auf der Studie der Universität St. Gallen «Integrationspotential Arbeitsplatz des Kantons St. Gallen». Die Integrationsempfehlungen aus der Studie und die ausführlichen Resultate mit dem Ausgangskonzept des «Managing Diversity» finden sich ebenfalls auf der Website des ARGE Kompetenzzentrums Integration für den Kanton St. Gallen.

Gleiche Chancen im Betrieb.
Das Handbuch zur Gleichstellung von MigrantInnen.
Ziel dieses Handbuchs ist es, einerseits einen Überblick über die Thematik Vielfalt und Gleichstellung im betrieblichen Umfeld zu geben, und andererseits ganz konkrete Handlungsanweisungen darüber aufzuzeigen, wie ein Gleichstellungsprojekt im Betrieb verwirklicht werden kann. In diesem Handbuch wird beleuchtet, welche Auswirkungen Diskriminierung auf ein Unternehmen, seine Belegschaft und auch seine Kundschaft haben kann. Es werden Gegenstrategien vorgestellt, sowie betriebliche Anti–Diskriminierungsmassnahmen, die bereits im europäischen Raum durchgeführt werden und betriebswirtschaftliche, gesellschaftspolitische und rechtliche Aspekte beschreiben. Ein allgemeiner Informationsteil erläutert die Situation von Zugewanderten im Arbeitsmarkt, mögliche Diskriminierungsformen und –erscheinungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen gegen Diskriminierung im Arbeitsleben.
Als eines der möglichen Instrumente der Unternehmensentwicklung wurden im Rahmen dieses Projektes Codes of Conduct eingesetzt. Es werden für Veränderungsprojekte zielführende Methoden des Projektmanagements vorgestellt, bevor konkret auf die Erarbeitung von Codes of Conduct eingegangen wird. Die einzelnen Schritte und mögliche Massnahmen werden ebenso besprochen wie die nötigen Kontrollmassnahmen.

E-Learing-Tool: www.gleiche-chancen.at/manual/start.html

Gender Mainstreaming in der Bundesverwaltung.
Leitfaden für den Einbezug der Gleichstellung von Frau und Mann in die tägliche Arbeit der Bundesangestellten.
Arbeitsgruppe «Folgearbeiten zur 4. UNO-Weltfrauenkonferenz»
Gute Übersicht über mögliche Vorgehensweisen zur Anwendung des Gender-Mainstreaming in der Bundesverwaltung.

Bern: Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann
www.equality-office.ch/d2/dokumente/leitfadenGM.pdf

Professionelle Transkulturelle Pflege.
Handbuch für Lehre und Praxis in Pflege und Geburtshilfe.
Dagmar Domenig (Hg.)
Wie können Pflegende, Hebammen und andere in Gesundheitsberufen Tätige auf die Bedürfnisse und Lebenswelten von Migrantinnen und Migranten situations- und kontextgerecht eingehen? Wie können sie ihre transkulturelle Kompetenz erhöhen? Welche Themen und Probleme stehen in der Arbeit mit Zugewanderten im Mittelpunkt? Antworten auf diese Fragen gibt dieses Buch, indem es theoretische Grundlagen und Grundbegriffe der Transkulturellen Pflege vermittelt, Anamnesebögen u. a. Hilfsmittel zum Umgang mit Migrantinnen und Migranten vorstellt und mit zahlreichen Fallbeispielen sowie Übungen Bezüge zur Pflegepraxis herstellt und zur Selbstreflexion anregt.

Bern: Verlag Hans Huber 2001
ISBN: 3-456-83525-6, CHF 68.—

Verwirrende Realitäten.
Interkulturelle Kompetenz mit Critical Incidents trainieren.
Alain Bertallo, Raphaela Hettlage, Manuel Perez, Monica Reppas-Schmid, Kathrin Scherer, Martin Strickler, Aurelia Thomas, Yumiko Toh
Was können wir aus Schwierigkeiten bei der Verständigung mit Menschen aus anderen Kulturen lernen, und wie können so genannte Kulturmissverständnisse geklärt werden? Das Buch trägt– wenn auch teilweise etwas kulturalisierend – dazu bei, auf diese Fragen Antworten zu finden, indem es gut verständlich Theorien der interkulturellen Kommunikation erläutert und die praktische, erprobte Arbeit mit «Critical Incidents» vorstellt. 52 Geschichten erzählen und kommentieren Begegnungen und Ereignisse zwischen Angehörigen verschiedener sprachlicher, ethnischer und geographischer Gruppen. Die Texte vermitteln Hintergrundwissen über den Kontakt mit Menschen anderer Kulturen und können im interkulturellen Training verwendet werden.

Zürich: Verlag Pestalozzianum 2004
ISBN 3-03755-013-9, CHF 36.—

Sternstunden.
Management-Handbuch für Zuwanderer-Vereine.
Sedat Cakir, Sabine Jungk
Das Handbuch bietet aktiven Migrantinnen und Migranten in Deutschland ein umfassendes Kompendium für die professionelle Vereinsentwicklung. Es beruht auf erprobten und erfolgreichen Konzepten der Fortbildung mit Vereins-Führungskräften. Es stellt nicht einzelne Methoden vor, wie häufig in der Ratgeberliteratur üblich, sondern stellt den Zusammenhang zwischen einzelnen Veränderungsschritten her, um zu einer realistischen, planvollen und erfolgreichen Vereinsentwicklung zu kommen. Gleichzeitig ist das Buch alltagsnah und für Laien verständlich gestaltet. Checklisten, Planungsformulare und beispielhafte Umsetzungen unterstützen den praktischen Charakter des Handbuchs. Eine CD-ROM liefert direkt verwertbare Vorlagen.
Obwohl auf deutsche Verhältnisse zugeschnitten, liefert das Handbuch auch für Initiativen in der Schweiz nützliche Hinweise und interessante Anregungen.

Essen: Klartext 2004 (Hg. Landeszentrum für Zuwanderung Nordrhein-Westfalen)
ISBN 3-89861-323-2, € 14.90

 
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Themendossier «Öffnung der Institutionen» mit weiterführenden Links:
www.eka-cfe.ch/d/ouverture.asp

 

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Neuerscheinungen

Migrations- und Integrationspolitik

Die Integration der ausländischen zweiten Generation und der Eingebürgerten in der Schweiz.
Rosita Fibbi, Mathias Lerch, Philippe Wanner, Eva Mey, Miriam Rorato, Peter Voll
Die Publikation widmet sich dem Zusammenhang von Einbürgerung und Integration. Im ersten Beitrag werden die Faktoren herausgefiltert, die beim Entscheid der Jungen, sich einbürgern zu lassen, sowie bei der Wahrscheinlichkeit, aufgrund der Herkunft eingebürgert zu werden, ausschlaggebend sind. Analysiert werden die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen in der Schweiz, also in erster Linie die Jungen deutscher, französischer, italienischer, spanischer, portugiesischer, türkischer oder ex-jugoslawischer Herkunft. Der zweite Beitrag beschäftigt sich mit den Merkmalen der zweiten Generation in den Bereichen Bildung und berufliche Eingliederung. Als Angehörige der zweiten Generation gelten in dieser Studie Personen, die in der Schweiz geboren, jedoch ausländischer Herkunft sind; dabei können sie eingebürgert oder nicht eingebürgert sein.

Neuchâtel: Bundesamt für Statistik 2005
ISBN: 3-303-01194-X CHF 20.—
Bestellnummer: 001-0050 / (d/f)

Geschichten über Fremde .
Eine linguistische Narrationsanalyse von Schweizer Fernsehnachrichten von 1957 bis 1999.
Martin Luginbühl, Kathrine Schwab, Harald Burger
Fernsehnachrichten bilden die Wirklichkeit nicht einfach unverändert ab, sondern sie deuten die Ereignisse in ihren Beiträgen: Bestimmte Aspekte eines Themas werden in den Vordergrund gerückt, andere vernachlässigt, bestimmte Akteure werden ausgewählt, die zeitliche Reihenfolge der Geschehnisse wird nach bestimmten Mustern umgestellt. Damit rücken Nachrichtenbeiträge in die Nähe von fiktionalen Erzählungen und man kann sie mit den Mitteln der Erzähltechnik untersuchen. Die Beiträge aus unterschiedlichen Schweizer Fernsehnachrichtensendungen von 1957 bis 1999 zum Thema Schweizer Ausländerpolitik werden einer linguistischen Narrationsanalyse unterzogen. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, wie in den Tagesschau-Beiträgen Bedeutung und somit Wirklichkeit konstruiert wird und wie sich diese Muster im Laufe der Zeit ändern. Gerade der Wandel dieser Muster verweist darauf, dass die Tagesschau wie jede Nachrichtensendung eben nicht «objektiv berichtet», sondern über die Muster der Beiträge die Ereignisse deutet.
Die dem Buch beigelegte DVD enthält alle detailliert analysierten Beiträge der Tagesschau und anderer Sendungen aus den Jahren 1957 bis 1999.

Bern et al.: Peter Lang 2004 (Zürcher Germanistische Studien 59)
ISBN 3-03910-355-5, CHF 45.—

Prishtina – Schlieren.
Albanische Migrationsnetzwerke im transnationalen Raum.
Janine Dahinden
Thema dieses Buches ist der Zusammenhang zwischen Wanderungsverläufen und sozialen Netzwerken, behandelt am Beispiel albanisch sprechender Migrant/innen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Im ersten Teil wird aufgezeigt, wie soziale Beziehungen den Entscheid zu Migration beeinflussen; im zweiten Teil stehen die Unterstützungsnetzwerke der Albaner/innen in der Schweiz im Zentrum. Der dritte Teil widmet sich dem Wiedereingliederungsprozess von Rückkehrmigrant/innen unter dem Gesichtspunkt sozialer Netzwerke dargestellt. Neben der empirischen Netzwerkanalyse, in deren Mittelpunkt die albanisch sprechenden Migrant/innen stehen, enthält das Buch eine generelle theoretische Reflexion zur Rolle von Netzwerken für das Migrationsgeschehen und zur Bedeutung von Netzwerkanalysen im Rahmen der Migrationsforschung.

Zürich: Seismo 2005
ISBN 3-03777-035-X, CHF 49.—

Herausforderung Integration .
Städtische Migrationspolitik in der Schweiz und in Europa.
Gianni D'Amato , Brigitta Gerber (Hg.)
In modernen Gesellschaften bilden Städte Schnittstellen globaler Beziehungen. Hier finden sich Menschen, Treffpunkte, Medien, Organisationen und Unternehmen, die Lokales mit Transnationalem verbinden. Die Auseinandersetzung um eine liberale und offene Republik ist heutzutage insbesondere ein Streit um die Städte und in den Städten, denn in den urbanen Zentren kumulieren sich grösstenteils die Hoffnungen einer Mehrheit der in- und ausländischen Einwohner, hier werden auch die Konflikte bezüglich des sozialen Zusammenhalts geortet.
Der Sammelband dokumentiert die Beiträge einer Tagung aus dem Jahr 2000, als von Bundesseite her noch keine Fördermittel zur Integration bereit gestellt werden konnten. Sie stellt die Praxis von Schweizer Städten in den Mittelpunkt und thematisiert die Brennpunkte sozialer Integration. Die Kommentare der renommierten Stadt- und Regionenforscher Rinus Penninx, Heinz Kleger und Hartmut Häussermann stellen den Bezug zur urbanen Integrationspolitik in europäischen Ländern her.

Zürich: Seismo 2005
ISBN 3-03777-025-2, CHF 28.—

Historische Perspektiven

Flüchtiges Glück.
Die Flüchtlinge im Grenzkanton St. Gallen zur Zeit des Nationalsozialismus.
Jörg Krummenacher
Nicht nur Prominente wie Carl Zuckmayer, Walter Ulbricht oder Marschall Pétain gelangten während der Nazizeit nach St. Gallen: Fedora Curth etwa, Besitzerin einer kleinen Pension in Berlin, schwimmt durch den Rhein, darf in St. Gallen bleiben und entgeht so dem sicheren Tod. Der Kellner Hans Stricker aus Wien hingegen ist bereits gerettet, als er sich in eine St. Gallerin verliebt. Er wird deshalb wieder ausgewiesen und später in Auschwitz ermordet. Es sind zwei von über 40'000 Flüchtlingsschicksalen aus dem Kanton St. Gallen.
Jörg Krummenacher hat eine Gesamtdarstellung der St. Galler Flüchtlingspolitik von 1920 bis 1950 verfasst. Er erhielt exklusiven Zugang zu Akten, sprach mit vielen Zeitzeugen und fand bisher unbekannte Dokumente. Neben bekannten Fluchthelfern wie Paul Grüninger werden auch weniger bekannte porträtiert: etwa Ernest Prodolliet, Recha Sternbruch, Werner Stocker oder Christian Dutler. Das Buch legt dar, dass die Schweiz Zehntausende Flüchtlinge mehr aufnahm als bisher angenommen, aber auch, wie Familien mit Kindern ausgeschafft wurden. Die Brüche der Schweizer Flüchtlingspolitik treten nirgends so deutlich zutage wie im Kanton St. Gallen – im Guten wie im Schlechten.

Zürich: Limmatverlag 2005
ISBN 3 85791 480 7, CHF 48.—

Fremd in Zürich – fremdes Zürich?
Migration, Kultur und Identität im 19. und 20. Jahrhundert.
Peter Niederhäuser, Anita Ulrich (Hg.)
Das multikulturelle Zürich ist heute in aller Munde. Dabei geht jedoch rasch vergessen, dass Zürich bereits vor hundert Jahren der «Schmelztiegel» der Schweiz war. Die «Fremden» kamen allerdings weniger aus der Ferne als aus benachbarten Gebieten, wirkten aber als Innerschweizer Katholiken, süddeutsche Dienstboten, italienische Maurer oder osteuropäische Juden gelegentlich nicht minder exotisch auf die Zürcher Bevölkerung als heutige Einwanderungsgruppen. Die Migration führte und führt zu einem mehr oder weniger heftigen Aufeinanderstossen unterschiedlicher Kulturen, doch Umstände und Folgen gerade für die Identität der Betroffenen sind weit vielfältiger, als ein oberflächlicher Blick glauben lässt.
Im Mittelpunkt des Buches stehen Themen, die das «Fremdsein» in Zürich nicht nur am Beispiel von Ausländerinnen und Ausländern, sondern auch von Wanderungsbewegungen innerhalb der Schweiz, von Sprachen, Religionen oder Weltüberzeugungen untersuchen. «Fremd» ist immer eine Frage der Wahrnehmung und kann einem raschen Bedeutungswandel unterliegen. Was gestern «fremd» war, scheint heute oft selbstverständlich. Abgesehen davon sind Fremde nicht unbedingt Ausländer - und Ausländer nicht immer Fremde. Solche Aspekte greifen die verschiedenen Beiträge auf, die um fremde Heimat, unterschiedliche Welten oder Politik und Migration kreisen.

Zürich: Chronos Verlag 2005
ISBN 3-0340-0713-2, CHF 58.—

Transnationalismus und Migration.£
Barbara Lüthi, Bettina Zeugin, Thomas David (Hg.)
Migrationsgeschichte handelt in den meisten Fällen von der Überschreitung nationaler Grenzen. Gleichzeitig dominiert in der Geschichtswissenschaft die «nationale Geschichtsschreibung». Das Transnationalismuskonzept entwickelt sich aus einer Kritik an einem ausschliesslich auf «Territorium» und «Nation» fokussierten Kulturverständnis. Der von der Ideologie des Nationalstaates ausgehende Blick auf Migration wandelte sich in der Folge vermehrt in eine «transnationale» Perspektive. In diesem Themenschwerpunkt stehen dabei einerseits die «transnationalen Netzwerke» und «sozialen Felder» von MigrantInnen im Vordergrund, andererseits die «transnationale Kultur», die sich vor allem auf die Ströme von Ideen und materiellen Gütern bezieht.

Zürich: Chronos 2005
Traverse. Zeitschrift für Geschichte 2005/1.
ISBN 3-905315-34-3, CHF 28.—

Die Einbürgerung der Heimatlosen im Kanton Wallis (1850 – 1880)
Patrick Willisch
Die Bundesverfassung von 1848 verpflichtete die Kantone durch das Bundesgesetz betreffend die Heimatlosigkeit von 1850, die bei ihnen wohnenden Heimatlosen einzubürgern. Die eingehend recherchierte Darlegung der Heimatlosenfrage wird ergänzt durch lebensnahe Fallstudien zum Schicksal betroffener Familien. Die Zuerkennung des Bürgerrechts an Heimatlose im Kanton Wallis stellte eine politisch äusserst sensible Angelegenheit dar, welche während mehrerer Jahrzehnte gegen den Willen der massgebenden politischen Kreise und der Bürgergemeinden durchgesetzt werden musste. Heimatlos waren Personen, die kein Gemeindebürgerrecht besassen. Sie hatten zwar ein Wohnrecht im Wallis, sei es als «ewige Einwohner» oder als «Geduldete».
Die ablehnende Haltung der Bürgergemeinden ist umso erstaunlicher, als es sich bei den Heimatlosen in der Regel um völlig integrierte Personen handelte, welche sich zum grössten Teil mit Walliserinnen verheiratet hatten, im Wallis geboren wurden und als Angehörige der zweiten oder dritten Einwanderergeneration dort lebten. Man ist versucht, eine Parallele zur Ablehnung der Bürgerrechtsrevision im Herbst 2004 zu ziehen. Zugleich erinnert man sich daran, dass die Integration der ausländischen Bevölkerung nicht bloss auf deren Bereitschaft beruht, sich in die schweizerischen Verhältnisse einzugliedern, sondern auch die Aufnahmebereitschaft der schweizerischen Bevölkerung voraussetzt.

Visp: Rotten Verlag 2004
ISBN 3-907624-53-X, CHF 44.—

Bildung

Eine zweite Chance für Ungelernte?
Auswirkungen des nachgeholten Lehrabschlusses.
Regula Schraeder-Näf, Ruedi Jörg
Gemäss Artikel 41.1 des Berufsbildungsgesetzes (BBG) werden Erwachsene mit langer Berufserfahrung unte r b estimmten Bedingungen zu den regulären Lehrabschlussprüfungen zugelassen; sie können auf diese Weise einen eidgenössisch anerkannten Abschluss erwerben. Seit Inkrafttreten 1980 legten über 30000 Berufstätige eine solche Lehrabschlussprüfung ab. Das neue Berufsbildungsgesetz (nBBG) enthält keinen dem bisherigen Artikel 41 entsprechenden Artikel mehr. Der bisherige Weg zu einer Lehrabschlussprüfung besteht jedoch weiterhin; neu sind auch andere Qualifikationsverfahren, Modulabschlüsse und die Anerkennung ausserschulischer Lernerfahrungen zugelassen.
Die Projektergebnisse des Nationalfondsprojekts zeigen auf, welche Bedeutung das Erwerben eines Lehrabschlusses für Erwachsene hat, welche Hindernisse vor allem für Ungelernte bestehen und welche Rahmenbedingungen auch bei den neuen Qualifikationsverfahren das Erreichen der Zielgruppen fördern können.

Zürich/Chur: Rüegger 2004
ISBN 3-7253-0789-X, CHF 38.—

Bildungsmonitoring Schweiz.
PISA 2003: Kompetenzen für die Zukunft.
Zweiter nationaler Bericht.
BFS und EDK (Hg.)
PISA 2003 erlaubt der Schweiz, die Kompetenzen der Jugendlichen in Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften und in der Problemlösefähigkeit nicht nur international sondern dank Zusatzstichproben auch regional und kantonal zu vergleichen. PISA erfasst grundlegende Kompetenzen, die für ein lebenslanges Lernen und für die Bewältigung alltäglicher Herausforderungen notwendig sind. In der Publikation werden die Resultate von mehreren Kantonen und Liechtenstein einander gegenübergestellt. Dabei stehen die mathematischen Kompetenzen im Mittelpunkt. Neben der sozialen Herkunft und dem Migrationshintergrund sind auch Aspekte des Lernens und der Einstellung gegenüber einem Fachbereich zentrale Erklärungsfaktoren für die Leistungsunterschiede. Es wird ausserdem diskutiert, welche Bedeutung die kantonalen Schulmodelle für die individuellen Leistungen haben.

Neuchâtel: BFS, Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren 2005
ISBN: 3-303-15346-9, Numéro de commande: 471-0301

Bildungsmonitoring Schweiz
Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II: Entwicklungen und Perspektiven.
Laurent Gaillard, Jacques Babel
Wie wird sich in den nächsten zehn Jahren die Anzahl Schülerinnen und Schüler zu Beginn der nachobligatorischen Ausbildung (Sekundarstufe II) entwickeln? Welchen Einfluss werden die demografische Entwicklung und die Konjunktur auf die Schülerzahlen der verschiedenen Bildungswege (Berufsbildung, gymnasiale Maturitätsschulen, Diplommittelschulen) haben? Wie viele Jugendliche werden eine Übergangsausbildung absolvieren, bevor sie einen der drei anderen Bildungswege einschlagen? Die Studie versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben.

Neuchâtel: BFS 2004
ISBN: 3-303-15314-0, Bestellnummer : 611-0300, CHF 18.—

Arbeit

Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Schweizer Arbeitsmarkt – Eine erste Bilanz.
Bericht des Observatoriums zum Freizügigkeitsabkommen Schweiz-EU für die Periode vom 1. Juni 2002 - 31. Dezember 2004
Staatssekretariat für Wirtschaft / Bundesamt für Migration / Bundesamt für Statistik (Hg.)
Der von mehreren Bundesämtern vorgelegte Bericht zeigt, dass die Zuwanderung in die Schweiz seit der Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU-15 im Jahre 2002 abgenommen hat. Zugleich lassen sich keine Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit und das Lohnniveau feststellen.

Bern: seco, BFM, BFS 2005
Bericht

Verordnete Grenzen - verschobene Ordnungen.
Eine Analyse zu Frauenhandel in der Schweiz.
Maritza Le Breton, Ursula Fiechter
Auch in der Schweiz besteht offensichtlich eine Nachfrage nach weiblichen Arbeitskräften für gesellschaftlich minderbewertete Reproduktionsarbeit im Haushalt und im Sexgewerbe. Gemeinsam ist den Frauen, dass sie mit falschen Versprechungen angeworben werden, in der Schweiz jedoch nicht jene Arbeits- und Lebensverhältnisse antreffen, die ihnen in Aussicht gestellt worden sind. Wegen Schulden und unsicherem Aufenthaltsstatus bleiben sie an die Vermittler gebunden.
Die beiden Autorinnen haben im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 40 «Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität» die spezifischen Erfahrungen von betroffenen Frauen in der Schweiz untersucht.

Bern/Wettingen: eFeF-Verlag 2005
ISBN 3-905561-43-2, CHF 28.—

Sozialhilfe

Working poor in der Schweiz – Wege aus der Sozialhilfe .
Eine Untersuchung über Lebensverhältnisse und Lebensführung Sozialhilfe beziehender Erwerbstätiger.
Stefan Kutzner, Ueli Mäder , Carlo Knöpfel (Hg.)
Erwerbstätigkeit schützt nicht immer vor Armut. Haushalte, welche trotz Erwerbstätigkeit ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können (working poor), wenden sich zunehmend an die Sozialhilfe. Die Untersuchung geht der Frage nach, wie die Sozialhilfe beitragen kann, einen Weg aus der prekären Situation der working poor zu finden.
In zwei Schweizer Kantonen (Basel-Stadt und Freiburg) wurden die jeweiligen working-poor-Gruppen eingehend untersucht. Die Forscher/innen werteten Sozialhilfedossiers aus, führten biographische Interviews mit working poor einheimischer und ausländischer Herkunft durch und zogen Fachpersonen hinzu, die eingehend befragt wurden. Im Unterschied zu anderen working-poor-Studien werden neben den finanziellen Mängeln auch weitere Probleme erfasst. Working poor sind oft mit psychischen und somatischen Beschwerden, Integrationsproblemen, familiären Schwierigkeiten oder Verschuldung konfrontiert. Der mehrdimensionale Zugang gibt weiterhin Aufschluss über die Lebensführung von working poor, wie sie ihre Situation bewältigen, mit welchen Strategien sie versuchen, ihre Situation privat und im Erwerbsbereich zu verbessern, über welche Ressourcen sie verfügen und welche Unterstützung die Sozialhilfe leistet.

Zürich/Chur: Rüegger 2004
ISBN 3-7253-0781-4, CHF 45.—

Was heisst soziale Integration?
Öffentliche Sozialhilfe zwischen Anspruch und Realität.
Rahel Strohmeier, Carlo Knöpfel
Diese Studie zeigt die Grenzen des Eingliederungsansatzes der öffentlichen Sozialhilfe auf und präsentiert Vorschläge zu einer effektiveren und nachhaltigeren Integrationspolitik. Das Diskussionspapier plädiert für eine Neubestimmung des sozialpolitischen Integrationsbegriffs. Integration soll als wechselseitiger Prozess zwischen der Gesellschaft und dem Individuum verstanden werden, bei dem beide Seiten zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen.

Luzern: Caritas-Verlag 2005
ISBN 3-85592-089-3, CHF 16.–

Menschenwürdig leben?
Walter Schmid , Ueli Tecklenburg (Hg.)
«Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen.» So lautet das erste Grundrecht der Schweizer Bundesverfassung. Was abe r b esagt dieses Grundrecht für Menschen, die in Not geraten sind? Die Beiträge im vorliegenden Band befassen sich in der einen oder anderen Form mit den Grundsätzen der Bundesverfassung und mit der konkreten Lebenswirklichkeit. Sie denken aus einer theoretischen Perspektive oder aus dem Blickwinkel der Praxis über die Umsetzung verfassungsmässiger Ziele in der Politik nach. Das Buch erscheint zum 100-Jahrjubiläum der SKOS.

Luzern: Caritas Verlag. 2005
ISBN 3-85592-088-5. CHF 28.—

Wohnen

Lebensqualität in benachteiligten Quartieren verbessern: Skizzen, Thesen, Portraits.
Ein anwendungsorientiertes Dossier.
Adrian Gerber, unter Mitarbeit von Tanja Mirabile und Rita Echarte
«Integrationsförderung ist Quartierentwicklung.» Diese Erkenntnis ist die Basis des anwendungsorientierten Dossiers, welches in Zusammenarbeit mit Bundesämtern entstanden ist, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Fragen von Integration und Habitat beschäftigen. Das Dossier enthält Thesen und Resultate einer breit geführten Diskussion mit Verantwortlichen von Quartierprojekten. Verschiedene Portraits von solchen Projekten zeigen auf, wie zur Verbesserung der Lebensqualität in benachteiligten Quartieren je nach lokalem Kontext vorgegangen werden kann. Eine Übersicht über mögliche Finanzierungsquellen auf Bundesebene rundet die Publikation ab.

Materialien zur Integrationspolitik. Bern: EKA 2005
Bezug: eka-cfe@bfm.admin.ch. gratis

Wohnen 2000. Detailauswertung der Gebäude- und Wohnungserhebung.
Hans-Rudolf Schulz, Peter Würmli, Peter Farago, Beat Brunner
«Eigentumsverhältnisse und Nutzung der Gebäude und Wohnungen» sowie «Wohnverhältnisse ausgewählter sozialer Gruppen» sind die beiden Beiträge, die sich vertiefter mit den Ergebnissen der Volkszählung im Bereich Wohnen befassen. Aus einer Integrationsperspektive besonders interessant ist der Beitrag von Peter Farago und Beat Brunner, der auch die Wohnsituation von Personen ohne Schweizer Pass untersucht hat. Dabei zeigt sich, dass der Status des Ausländerseins nach wie vor dazu beiträgt, hinsichtlich verschiedenster Kriterien schlechter gestellt zu werden.

Grenchen: Bundesamt für Wohnungswesen 2005
Bezug: www.bbl.admin.ch/bundespublikationen. (725.075d), CHF 10.50

Sprache

Mehrsprachigkeit, Interkulturalität und Fremdsprachendidaktik in einem zweisprachigen Kontext.
Aline Gohard-Radenkovic, (Hg.)
Mit den neuen Studiengängen bestätigt sich die fächerübergreifende Funktion der Fremdsprachendidaktik. Die Begriffe «Mehrsprachigkeit» und «Interkulturalität» sind nicht nur in der universitären Forschung und bei den Erziehungswissenschaften, sondern auch in politischen Stellungnahmen zur internationalen Mobilität weit verbreitet. Diese Begriffe werden hier in ihren vielseitigen Dimensionen untersucht, ausgehend vom Lern- und ForschungsZentrum für Fremdsprachen der Universität Freiburg, welches dank seiner mehrsprachigen und multikulturellen Zusammensetzung einen idealen Ort bietet, um die individuelle Logik auf dem Sprachenmarkt sowie die institutionelle Logik auf dem universitären Markt zu beobachten. Die Beiträge dieses Bandes untersuchen die Zielsetzungen der schweizerischen und europäischen Sprachpolitik und ihre Auswirkungen auf die Konzeption der «Mehrsprachigkeit», wobei Lernsituationen und -verhalten im zweisprachigen Kontext betrachtet werden. Durch die Erforschung der Vorstellungen, Haltungen, Sprachpraktiken und Identitätsstrategien der Studierenden werden die Beziehungen zwischen Mehrsprachigkeit und Interkulturalität analysiert. Diese Reflexionen bieten Fachpersonen für Fremdsprachen und fremde Kulturen Anregungen für eine neue Didaktik der Mehrsprachigkeit und der Interkulturalität, um den Anforderungen an die Ausbildung der künftigen Generationen in einer Situation der sozialen, kulturellen, beruflichen und intellektuellen Mobilität gerecht zu werden.

Bern: Peter Lang 2005
ISBN 3-03910-770-4, CHF 60.—

Leben mit mehreren Sprachen.Sprachbiographien.
Rita Franceschini / Johanna Miecznikowski (Hg.)
Die hier aufgearbeiteten Sprachbiographien geben aus der Sicht der Betroffenen Antworten auf wichtige mit dem Spracherwerb zusammenhängende Fragen: Welche Sprachen und Dialekte spielten in der frühen Kindheit, in der Schule, im Freundeskreis und später im Berufsleben eine Rolle? Wie und unter welchen Umständen hat sich das mehrsprachige Repertoire verändert? Welche Lernstrategien waren subjektiv erfolgreich? Welche Erinnerungen, Emotionen und Einstellungen werden mit unterschiedlichen Sprachvarietäten verbunden?

Religion

Muslime in der Schweiz. Identitätsprofile, Erwartungen und Einstellungen.
Matteo Gianni, Stéphane Lathion, Mallory Schneuwly-Purdie, Magali Jenni
Wer sind sie, die Musliminnen und Muslime in der Schweiz? Was denken sie über sich, über die Schweiz? Wie sehen sie sich als Bürgerinnen und Bürger? Wie stehen sie zum säkularen Staat und den demokratischen Grundwerten? Wie praktizieren sie ihren Glauben? Wie beurteilen sie bestimmte Forderungen einzelner Muslime, die in den Medien für Schlagzeilen sorgen?
Mit solchen und ähnlichen Fragen ist ein Forscherteam an Musliminnen und Muslime gelangt. Die im Auftrag der EKA erstellte Studie zeigt, dass die Männer und Frauen, die sich zum Islam bekennen, ihre Religion auf sehr unterschiedliche Art und Weise praktizieren und dass lediglich eine kleine Minderheit als streng praktizierend zu beurteilen ist.

Materialien zur Integrationspolitik. Bern: EKA 2005
Bezug: eka-cfe@bfm.admin.ch. gratis

Der Islam und Europa – Moderne, Integration, Dialog.
Neue Zürcher Zeitung (Hg.)
Seit dem 11. September 2001 ist die islamische Welt in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit gerückt; was sich in den vergangenen Jahren in heftigen Debatten – etwa um das Kopftuchverbot an französischen Schulen oder den islamischen Religionsunterricht in Deutschland – niedergeschlagen hat. Dementsprechend gross ist der Wunsch nach Orientierung in dem komplexen, durch religiöse und kulturelle Faktoren geprägten Themenbereich. Die Sonderausgabe «Der Islam und Europa» versammelt Reportagen, Analysen und Kommentare, die in jüngerer Zeit in der NZZ erschienen sind. Grundsätzliche Fragen zum Verhältnis zwischen Religion, Staat und Moderne werden behandelt; der Schwerpunkt des Heftes liegt auf der Situation der muslimischen Bevölkerung in verschiedenen europäischen Ländern.

Bezug: fokus.bestellung@nzz.ch, CHF 16.— (Rabatte für Schulen und Nonprofit-Organisationen)

Ratgeber

Binational? Genial!
Der Ratgeber fü r b inationale Paare mit Kindern.
Urech, Christian, Schiess, Isabelle, Stucki, Valentin
Gut ein Drittel aller Ehen in der Schweiz werden zwischen Menschen unterschiedlicher Nationalität geschlossen. Die Zunahme von binationalen Beziehungen und kulturell gemischten Familien ist ein Haupttrend des 21. Jahrhunderts. Darauf reagiert der Elternratgeber fü r b inationale Paare, der erste im deutschsprachigen Raum.
Der neuste Band der Reihe FamilienPraxis behandelt Besonderheiten, Chancen und Schwierigkeiten eine r b inationalen Beziehung und gibt Antworten auf Erziehungsfragen, die sich besonders in kulturell gemischten Familien stellen. Positive Möglichkeiten und Knackpunkte des binationalen Familienlebens werden dabei leicht verständlich auf den Punkt gebracht. Ergänzt wird der Sachteil durch Interviews mit Fachleuten und Porträts von binationalen Familien in den unterschiedlichsten Konstellationen. Das Buch erläutert juristische, pädagogische, psychologische und soziologische Aspekte und bietet mit einem umfangreichen Serviceteil weiterführende Hilfe.

Zürich: Verlag Pro Juventute 2005
ISBN 3- 7152 -1051-6, CHF 26.80

Kadinlarin sesi.
Föderation Demokratischer ArbeiterInnen Vereine
Anschaulich gestaltete Informationsbroschüre für türkisch sprechende Frauen und Männer über das schweizerische Gleichstellungsgesetz.

Bestelladresse: DIDF, Freiburgstrasse 139c, 3008 Bern

Unser Baby (tamilisch) – Naša beba – Foshnja Jonë – bebeğimiz – unser Baby.
Pro Juventute (Hg.)
Der kostenlose Ratgeber «Unser Baby» richtet sich an tamilisch, albanisch, türkisch, serbisch oder kroatisch sprechende Eltern in der Schweiz. Die Broschüre umfasst 35 Seiten und gibt jeweils zweisprachig praktische Ratschläge über Pflege, Ernährung und Entwicklung von Säuglingen. Mit «Unser Baby» will pro juventute Kindern aus Migrantenfamilien in der Schweiz einen guten Start ermöglichen und die Integration erleichtern.
Die Mütter- und Väterberatungen sowie weitere Fachstellen im Gesundheitswesen bemühen sich, allen Eltern in der Schweiz optimale Unterstützung zu bieten und damit dem Baby einen guten Start zu ermöglichen. Der Zugang zu fremdsprachigen Eltern kann aber durch sprachliche und kulturelle Barrieren erschwert sein. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern, stellt pro juventute ein praxisorientiertes Arbeitsmittel zur Verfügung. Die Broschüre «Unser Baby» ist zweisprachig – jeweils deutsch plus tamilisch, albanisch, türkisch und serbisch/kroatisch, – und unterstützt mit ihrem einfach zu lesenden Inhalt und einer klaren, übersichtlichen Gestaltung die Kommunikation zwischen Migrationsfamilien und Fachstellen. «Unser Baby» kann bei pro juventute durch Fachstellen und Fachpersonen (wie Mütter- und Väterberaterinnen, Ärztinnen und Ärzte, Spitäler) kostenlos bezogen werden. Die Broschüre liegt in vier Sprachversionen vor und kann auch als pdf heruntergeladen werden: deutsch-albanisch, deutsch-tamilisch, deutsch-türkisch und deutsch-serbisch/kroatisch.

Bezugsadresse für die gedruckte Broschüre: pro juventute, Auftragsabwicklung, Seehofstrasse 15, Postfach, 8032 Zürich, Tel. 01 256 77 33, e- Mail: vertrieb@projuventute.ch

Reportagen, Porträts und Geschichten

In der Heimat ihrer Kinder.
Tamilen in der Schweiz.
Vera Markus
Nach dem Pogrom im Juli 1983 kamen erste Tamilen in die Schweiz – junge Männer zwischen 18 und 28. Inzwischen leben sie mit ihren Familien hier und sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Obwohl wir ihnen täglich begegnen, wissen wir kaum etwas über sie. Mittlerweile machen die in der Schweiz lebenden knapp 40'000 Tamilen den prozentual höchsten Anteil in Europa aus. Sie werden als fleissige und anpassungsfähige Arbeitskräfte geschätzt. Die Fotografin Vera Markus hat zwei Jahre lang Tamilen begleitet und dokumentiert ihr weitgehend verborgenes Leben. Das Buch gibt einen eindrücklichen Einblick in die unbekannte tamilische Welt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft.

Die Bilder werden durch Hintergrundtexte von Markus Spillmann, Martin Stürzinger und Damaris Lüthi ergänzt.

Zürich: Offizin 2005
ISBN 3-907496-35-3, CHF 68.—

Weiss auf Rot.
Das Schweizer Kreuz zwischen nationaler Identität und Corporate Identity.
Elio Pellin, Elisabeth Ryter (Hg.)
Ein einmal etwas anderer Blick auf die Schweizer Identität: Das Schweizer Kreuz hat in den vergangenen Jahren eine erstaunliche Wandlung durchgemacht – nicht in seiner Gestalt, die 1889 vom Bundesparlament festgelegt wurde, sondern in seinen Verwendungszusammenhängen. Vielen galt es noch bis vor kurzem als ein Zeichen für verstaubten Nationalismus. Mittlerweile wurde es als hippes Design-Ornament entdeckt und in einem überraschenden T-Shirt-Boom verwertet. Nicht nur rechte, sondern auch linke Parteien und Gruppierungen nutzen es für ihre politischen Kampagnen – nicht zuletzt im Zusammenhang mit Ausländer- und Asylpolitik. Und schliesslich ist es in der Werbung präsent wie noch nie, vor allem Lebensmittelhersteller rücken es in ihre Logos, um ihre Corporate Identity mit dem Aspekt Swissness aufzuladen.

Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung 2004.
ISBN 3-03823-111-8, CHF 48.—

Erzähl mir vom Leben.
Vier Generationen in verschiedenen Kulturen.
Ilse Thoma, mit Beiträgen von Claude Jansen
Der Bildband mit kommentierenden Texten porträtiert jeweils vier Generationen von Frauen einer Familie aus unterschiedlichen Kulturen. Die Biografien der Frauen werden in ihrem individuellen Umfeld nahe gebracht, ihre Auseinandersetzungen mit dem gesellschaftlichen Wandel, mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen. Eine berührende Annäherung an das Leben von Frauen in unterschiedlichen Umfeldern und aus dem Blickwinkel verschiedenen Lebensalter.

Wabern/Bern: Benteli Verlag 2004
ISBN 3-7165-1327-X Fr. 72.–

China in der Schweiz.
Zwei Kulturen im Kontakt.
Paul Hugger (Hg.)
Chinesische Gastronomie und Medizin gehören heute zum schweizerischen Alltag. Und erstaunt nehmen wir zur Kenntnis, dass chinesische Jugendliche immer zahlreicher an unsere Fachhochschulen drängen. Im Zentrum des Buches steht eine packende Fotoreportage über diese jungen Menschen, ergänzt durch Berichte über ihre Befindlichkeit. Als Botschafter einer fernen Denk- und Lebensweise tragen sie bei zur Pluralität der Schweizer Kultur. Bekannte schweizerische und chinesische Autoren diverser Fachgebiete (Sinologen, Ethnologen, Kunsthistoriker) haben ein einzigartiges Grundlagenwerk über die vielfältigen Beziehungen der Schweiz zu China seit dem 17. Jahrhundert verfasst.

Zürich: Offizin 2005
ISBN 3-907496-32-9, CHF 98.—

Auf der Suche nach Freiheit und Brot.
Spuren der Kroaten in der Schweiz.
Tihomir Nuić
Detailreiche Spurensuche über die Beziehung zwischen der Schweiz und Kroatien sowie Persönlichkeiten, die das gesellschaftliche Leben der Kroaten in der Schweiz prägen.

St. Gallen: Verlag Ivo Ledergerber 2005
ISBN 3-906771-41-5, CHF 28.--

Emigration and Return: Photo Stories of Armenian migrants.
Carine Bachmann, Janine Dahinden, Martina Kamm, Anna Neubauer, Aurélie Perrin (ed.); Photographs by Zaven Khachikyan
Since the independence of Armenia in 1991 approximately a quarter of the population has left the country. This massive emigration movement has a big impact on the Armenian society, an impact which has been little investigated until now.
The publication gives an insight on contemporary Armenia and its different migration movements since independence. It furthermore presents an analysis of interviews conducted with 43 Armenian migrants living in Russia , Switzerland or who have recently moved back to Armenia . The two chapters are presented both in English and Armenian language. The last part of the book is dedicated to photo stories of the interview participants.

Geneva : Cimera 2004
ISBN: 2-88490-009-8, CHF 25.—

Kosovo – Schweiz – Kosova. Flucht.
Flucht- und Rückkehrbewegung 1998-2001.
Xhevdet Kallaba, Jan Poldervaart (Hg.)
Die Krise, die Anfang der neunziger Jahre den Balkan erfasste und 1998/99 in der Vertreibung von einer Million Menschen aus Kosova gipfelte, war für Europa eine Herausforderung ungeahnten Ausmasses. Die Schweiz nahm – gemessen an der Bevölkerungszahl – mit über 60’000 Menschen die grösste Anzahl Vertriebener aus Kosova auf. Sie erbrachte eine herausragende Leistung bei Aufnahme, Betreuung und Rückkehrhilfe für die Flüchtlinge. «Kosovo – Schweiz – Kosova» bietet einen Überblick über die damaligen Ereignisse und dokumentiert die verschiedenen Ansichten, Programme und Strategien zur Bewältigung der Flüchtlingsstroms.

Verlag der Schweizerischen Stiftung des Internationalen Sozialdienstes 2005
ISBN 3-907873-06-8, CHF ca. 25.--

Sonderausgaben von Periodika

Häusliche Gewalt und Migration.
Eidgenössische Kommission für Frauenfragen (Hg.)
Die neuste Nummer von Frauenfragen widmet sich dem Themenkomplex von häuslicher Gewalt und Migration. Die Beiträge reflektieren die Zusammenhänge von Gewalt, Migrationserfahrung und Geschlechterbeziehungen. Eine Reihe von Projekten wird vorgestellt, die dazu beitragen können, häuslicher Gewalt zu begegnen.

Frauenfragen – Questions au féminin – Questioni femmi nil i 1/2005.
Bezug: ekf@ebg.admin.ch

Botërat kulturore të Zvicrës.
Kulturelle Welten der Schweiz.
Pro Helvetia (Hg.)
Das Kulturmagazin Passagen macht mit dieser Ausgabe den Auftakt zum zweijährigen Programm «swixx» von Pro Helvetia. Unter dem Titel «Kulturelle Welten der Schweiz» möchte die Stiftung den Blick für das aktuelle Schaffen in Musik, Theater, Literatur, Tanz, visuellen Künsten und Alltagskultur schärfen und zwar unter dem Aspekt, dass dieses Schaffen immer öfter aus Begegnungen und künstlerischen Auseinandersetzungen von Menschen unterschiedlichster Herkunft entsteht.

Passagen 37.
Zürich: Pro Helvetia 2004
Bezug: alangenbacher@pro-helvetia.ch. CHF 12.50

Ein Blick zurück nach vorne.
SFM (Hg.)
Die Sondernummer zum zehn-jährigen Bestehen des Schweizerischen Forums für Migrations- und Bevölkerungsstudien liefert neben einem Rückblick auf die Arbeiten, die im Rahmen des Forums entstanden sind, einen Einblick in die Forschungsbereiche, die unter Migrationsforschung gefasst werden können. Eine interessante Übersicht für all jene, die die Vielfalt der Fragestellungen noch nicht kennen.

Forum, Spezialnummer, Numéro spécial.
Neuchâtel: SFM 2005. CHF 25.--
Bezug: secretariat.sfm@unine.ch

Jugo. Wer soll das eigentlich sein?
NZZ Folio
Die März-Ausgabe des NZZ-Folio greift den kontroversen Begriff «Jugo» auf. Spannende Berichte und erfrischende Reportagen geben Einblick in eine Welt, die vielen nach wie vor fremd ist.

Zürich: NZZ Folio-Verlag 2005
Bezug: Tel. 044 258 13 78, CHF 12.—

Belletristik

Buch von Glück.
Dragica Rajčić
Dragica Rajčić hat sich als Stimme der Immigrantinnen einen Namen gemacht, indem sie immer wieder witzig und genau die Schweiz aus dem Blickwinkel der «Ausländer» aufs Korn nimmt und die Situation der «Fremden» reflektiert. Mit ihrer Lyrik in gebrochenem, schillerndem Deutsch unterstreicht sie die Fremdheit auch sprachlich, sie irritiert und fasziniert mit eigentümlichen Wendungen und gekonnten Pointen und lässt in den Bruchstellen die Funken sprühen. Die Auseinandersetzung mit der eigen-fremden Sprache – vertraute und trügerische Stütze – gehört zu den Fragestellungen, die sie in all ihren Gedichtbänden, auch in diesem, begleiten. Im Vordergrund steht im Buch von Glück aber ein anderes Thema: Die Liebe. Die Liebe mit ihrer Sehnsucht und Entgrenzung, mit dem Aufbrechen des Gefestigten, den unlebbaren Entwürfen.

Zürich: edition 8 2005
ISBN 3-85990-078-1, CHF 27.—

Fremde Hände.
Petra Ivanov
In einer Kehrrichtverbrennungsanlage in Zürich Nord wird in einer Auto-Dachbox die Leiche einer jungen Frau gefunden. Bezirksanwältin Regina Flint und Kriminalpolizist Bruno Cavalli machen sich auf die Suche nach den Tätern. Im Zürcher Rotlichtmilieu kommen sie Frauenhändlern auf die Spur, die vor nichts zurückschrecken. Je verworrener die Spuren werden, desto klarer das Motiv: Geld. Bis ein zweiter Mord geschieht. Und dieser hat viel mit dem Fall, aber gar nichts mit Geld zu tun.
Gleichzeitig kämpfen Flint und Cavalli gegen eine Liebe an, die sie in der Vergangenheit bereits einmal an den Abgrund geführt hat und nun droht, sie erneut aus dem Gleichgewicht zu werfen. «Fremde Hände» erzählt von Beziehungen, die unbezahlbar sind, und von Liebe, die käuflich ist.

Herisau: Appenzeller Verlag 2005
ISBN 3-85882-390-2, CHF 39.80

Emigrant aus Leidenschaft. Ein literarischer Reisebericht.
Robert Louis Stevenson
Von Schottland aus überquert Stevenson 1879 mit dem Schiff den Atlantik, besteigt in New York den Zug und reist weiter nach Chicago und San Francisco. Obwohl er für die Überfahrt eine Kajüte gebucht hat, sind es vor allem die ärmeren Zwischendecks-Passagiere, denen seine Aufmerksamkeit und Sympathie gelten. Ob die Herkunft ihres Akzents, ihre politische Meinung, die Spiele ihrer Kinder oder ihre Lieder: alles wird zum Stoff, aus dem ein spannender Reisebericht entsteht, lebendige Charakter-Miniaturen, «Typologien» europäischer Emigranten seiner Zeit. Dass Krankheit, Dreck und Entbehrung die Begleiter dieser Fahrt waren, die ihn zu seiner zukünftigen Braut nach Amerika bringen sollte, weiss Stevenson mit Witz und Melancholie zu kommentieren.

Zürich: Manesse Verlag 2005
ISBN 3-717520-30-X, CHF 31.90

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