terra cognita 9/2006 Infothek

   

Bücher und Materialien

Integrationsdiskurse – Integrationspolitik

Der Integrationsbegriff im Gesetz.
Leitfaden für den Umgang mit neuen Bestimmungen.
Eidgenössische Ausländerkommission EKA
Der Leitfaden ist das Ergebnis mehrerer Hearings mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden, Wissenschaft und weiteren Fachleuten. Er gibt einen Überblick über die wichtigsten Gesetzesänderungen und deren Auswirkung auf die Praxis. Die Empfehlungen der EKA zielen darauf ab, den Grundsätzen der Chancengleichheit und Gleichbehandlung bestmöglich Rechnung zu tragen. Sie zeigen auf, dass Integration je nach Anwendungsbereich unterschiedlich zu beurteilen ist und Sorgfalt im Umgang damit geboten ist.

Bern: EKA 2006
Bestellung: eka-cfe@bfm.admin.ch
Download: www.eka-cfe.ch/d/publikation.asp

Probleme der Integration von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz.
Bundesamt für Migration BFM
Anfang 2005 beauftragte der Vorsteher des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes das BFM, zum Thema Integration eine Bestandesaufnahme vorzunehmen. Die Erkenntnisse sind in diesem Bericht festgehalten, der die derzeitige Situation hinsichtlich der Integration von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz beleuchtet, auf die bestehenden Probleme hinweist und die zur Problemlösung getroffenen Massnahmen darstellt. Der Bericht stellt erstmals die für die Schweiz vorhandenen Fakten und Analysen zusammen und bietet einen Überblick über Fragen der Integration in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Bern: BFM 2006
Download: www.bfm.admin.ch

Integrations-Charta.
FIMM Schweiz-Suisse-Svizzera
Das Forum für die Integration der Migrantinnen und Migranten FIMM Schweiz hat für die ihm angeschlossenen Vereinsmitglieder Grundsätze der Integration auf der Basis demokratischer Prinzipien festgehalten.

Bern/Olten: FIMM 2004.
Download: www.fimm.ch

Rechtliche Integrationshemmnisse. Auslegeordnung und Lösungsansätze.
Tripartite Agglomerationskonferenz (Hg.)
Bund, Kantone, Städte und Gemeinden unternehmen bereits heute beträchtliche Anstrengungen zur Förderung der Ausländerintegration. Die bisherigen Arbeiten der TAK haben aber auch gezeigt, dass gleichzeitig zum Teil erhebliche Integrationsschranken bestehen. Dieser Widerspruch ist nach Auffassung der TAK aufzulösen. Deshalb hat sich die TAK intensiv mit rechtlichen Integrationshemmnissen auseinandergesetzt. Unter anderem ist auch dem Zugang zu staatlichen Leistungen ein ganzes Kapitel gewidmet.

Bern: TAK 2005
Download: www.kdk.ch

Ausgrenzen, Assimilieren, Integrieren.
Die Entwicklung einer schweizerischen Integrationspolitik.
Josef Martin Niederberger
Im Mittelpunkt der Studie steht die rechtliche Entwicklung und politische Diskussion rund um das Thema der Integration von Migrantinnen und Migranten in der Schweiz seit Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Integrationspolitik wird in der Studie durch Beschreibungen des faktischen Integrationsgeschehens – oder seines Ausbleibens – vertieft. Josef Martin Niederberger legt mit dieser Studie eine facettenreiche Rekonstruktion vor, die den Hintergrund für das Verständnis heutiger Diskussionen über die Einbeziehung sowie über den Ausschluss von Migrantinnen und Migranten bietet.

Zürich: Seismo 2004
ISBN 3-03777-003-1, CHF 28.–

Integration und Ausschluss.
Schweizerisches Bundesarchiv (Hg.)
Diese Ausgabe der Zeitschrift «Studien und Quellen» widmet sich dem Thema «Integration und Ausschluss» und nimmt dabei Bezug auf das Nationalfondsprogramm NFP 51. Die Beiträge befassen sich mit den verschiedenen Phänomenen von Integrations- und Ausschlussmechanismen. Dabei werden Themen aufgegriffen, in denen es um die Aufnahme oder Ausgrenzung von gesellschaftlichen Gruppen, um Identität und Alterität, um Integration oder Ausschluss geht: Rassismus und Antisemitismus, Nationalismus und Staatsbürgerschaft, Delinquenz und Strafvollzug, Disziplinierung von Randständigen oder «Auffälligen».

Zeitschrift Band 29
Bern: Haupt 2003
ISBN 3-258-06725-2, CHF 44.–

Handbuch zur Integration für Entscheidungsträger und Praktiker. Europäische Kommission (Hg.)
In diesem Handbuch werden vorbildliche Verfahren und Erfahrungen aus 25 EU-Mitgliedstaaten zu folgenden Themen vorgestellt: Einführungskurse für Neuzuwanderer und anerkannte Flüchtlinge, Bürgerbeteiligung und Indikatoren. Es ist in enger Zusammenarbeit mit den nationalen Kontaktstellen für Integrationsfragen mit dem Ziel erarbeitet worden, den Austausch von Erfahrungen und Informationen zu erleichtern und damit zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Rahmens für die Integration beizutragen. Das Handbuch wendet sich an Entscheidungsträger und Praktiker auf lokaler, regionaler, nationaler und EU-Ebene.

Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaft 2005
ISBN 92-894-9775-0, Download: http://europa.eu.int

Die Integration von Einwanderern.
Rechtliche Regelungen im europäischen Vergleich.
Ulrike Davy (Hg.)
In dieser vergleichenden Studie wird der Prozess der rechtlichen Integration vom Zeitpunkt der Zuwanderung bis zum Erwerb der Staatsangehörigkeit des Aufnahmelandes für drei Gruppen von Einwanderern nachgezeichnet: für unselbstständige Beschäftigte, für Familienangehörige und für im Innland geborene Kinder und Jugendliche. Die Untersuchung konzentriert sich auf die Hauptzielländer der Nachkriegsmigration: Belgien, Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Österreich, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.

Frankfurt: Campus Verlag 2001
ISBN 3-593-36336-4, CHF 117.–

Integration mit aufrechtem Gang.
Wege zum interkulturellen Dialog.
Klaus Lefringhausen (Hg.)
In einem beispiellosen Programm des Integrationsbeauftragten der Landesregierung Nordrhein-Westfalen haben sich in mehr als 400 Dialoggruppen Migranten und Einheimische zu Gesprächen getroffen. Für die Einheimischen wurden die Zugewanderten durch ihr Erzählen von Defizit-Wesen zu Menschen mit Biografien und kulturellem Reichtum. Die Ergebnisse des Dialogprogramms sind Grundlage für ein Bündnis für Integration, das nun Politik und Öffentlichkeit vorgelegt wird. Im vorliegenden Buch ist dieses Bündnis formuliert. «Integration mit aufrechtem Gang» ist von Bedeutung für alle, die sich mit dem Thema Zuwanderung befassen.

Wuppertal: Peter Hammer Verlag 2005
ISBN 3-7795-0032-9, CHF 33.50

Integrationspotenziale einer modernen Gesellschaft.
Wilhelm Heitmeyer und Peter Imbusch (Hg.)
Die Frage nach den Möglichkeiten und der Bedeutung sozialer Integration ist nach den jüngsten dramatischen Erfahrungen mit gesellschaftlichen Desintegrationsprozessen wieder stärker in den Mittelpunkt sozialwissenschaftlicher Debatten gerückt. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Integrationsproblematik moderner Gesellschaften und dem Wissensfundus der unterschiedlichen Integrationstheorien werden zentrale Aspekte der Integrations- und Anerkennungsproblematik behandelt, die sich aus aktuellen Desintegrationstendenzen der Gesellschaft ergeben. Das Buch gibt einen Überblick über den Stand der neuesten Integrationsforschung.

Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften 2005
ISBN 3-531-14107-4, € 34.90

Identitätspolitik. Vom Missbrauch kultureller Unterschiede. Thomas Meyer
Die Globalisierung zeigt mit dem Schwinden der Grenzen für Terror und fundamentalistischer Identitätspolitik ein neues Gesicht. Immer mehr erweist sich nun Samuel Huntingtons Theorem vom Kampf der Kulturen nicht als Erklärung kulturell begründeter Konflikte, sondern als Teil ihrer Ursachen. Thomas Meyer analysiert soziale, wirtschaftliche, kulturelle und politische Faktoren, die fundamentalistischer Identitätspolitik heute zum Erfolg verhelfen. Empirische Befunde und Analysen der Struktur unterschiedlicher Kulturen machen gemeinsame Grundwerte ebenso wie Reichweite und Grenzen der Differenz von Kulturen und Religionen bewusst. Das Buch zeigt schlüssig, dass es nicht an den kulturellen Unterschieden selbst liegt, ob sie uns bereichern oder einander entfremden, sondern an dem Gebrauch, den wir von ihnen machen. Diese Erkenntnis ist auch für eine glaubwürdige und erfolgreiche Integrationspolitik zentral.

Frankfurt: Verlag Suhrkamp 2002
ISBN 3-518-12272-X, € 11.–

Zwischen den Welten.
Der lange Weg einer gelungenen Integration.
Yusuf Yesilöz (Buch und Regie)
Der Schriftsteller und Filmemacher Yusuf Yesilöz zeigt in seinem vielschichtigen Portrait die gelungene Integration von Güli Dogan, die im Alter von neun Jahren aus einem kurdischen Dorf in der Türkei in die Schweiz immigrierte. Sein Film dokumentiert die heute 35-jährige Frau an ihrem Arbeitsplatz im Winterthurer Einwohneramt, im Alltag mit ihren Töchtern, ihrem Mann, ihren Schweizer Freundinnen und bei Besuchen von älteren, stark in der Tradition ihrer Heimat verhafteten Lands­leuten. Dank der Offenheit von Güli Dogan wird auf eindrückliche Weise der Spannungs­bogen zwischen ihrem jetzigen Leben hier in der Schweiz und ihren Sehnsüchten nach ihrem Bergdorf der Kindheit spürbar. Ihre eigenen Kinder versucht sie deswegen vorerst an die Kultur ihres neuen Heimat­landes heranzuführen und hofft, ihnen zu einem späteren Zeitpunkt den Zugang zu ihrer alevitischen Tradition verschaffen zu können.

www.filmeeinewelt.ch, CHF 45.– (Schulen und Lehrpersonen)

Soziale Vernetzung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Eine qualitativ-empirische Studie in der Gemeinde Emmen.
Eva Mey, Miriam Rorato
In der Luzerner Gemeinde Emmen wurden zwischen Juni 2005 bis Mai 2006 biographisch-narrative Interviews mit Jugendlichen, italienischer, portugiesischer, albanischer, serbischer und schweizerischer Herkunft durchgeführt. Dieses Datenmaterial lieferte den Autorinnen vertiefte Kenntnisse über Bedingungen und Mechanismen von sozialen Beziehungen und Einbindungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Im Zentrum des Interesses stand nicht nur Zugang zu sozialem Kapital sondern auch die Art und Weise, wie soziale Anerkennung und Zugehörigkeit erlebt werden, beides Faktoren, die nach Ansicht der Autorinnen für eine gelingende Lebensführung entscheidend sind.

Luzern, 2006 Forschungsstelle HSA
www.hsa.fhz.ch

Migrantenorganisationen in der Grossstadt.
Entstehung, Strukturen und Aktivitäten am Beispiel Wien.
Harald Waldrauch, Karin Sohler
Es ist ein oft erkennbares Phänomen, dass Menschen sich in der Fremde mit Landsleuten zusammenfinden, sei es, um ein Stück Heimat zu bewahren, politische Interessen zu vertreten oder den eigenen Glauben zu pflegen. Bleiben aber die Zuwanderer tatsächlich unter sich oder schliessen sie sich auch in Organisationen mit Einheimischen zusammen? Warum gründen sie Vereine und wodurch wird der Prozess ihrer Organisierung beeinflusst? Die Autorin und der Autor untersuchen Entstehung und Entwicklung von Vereinen und Organisationen der Migationsminderheiten in Wien seit den 1960er Jahren und liefern einen Überblick über Geschichte und Gegenwart von Migranten und Zuwanderern in Österreich, über religiöse und sprachliche Minderheiten und ihre kulturellen und politischen Aktivitäten.

Frankfurt, New York: Campus Verlag 2004
ISBN: 3-593-37616-4, € 59.90

SelbstHilfe.
Wie Migranten Netzwerke knüpfen und soziales Kapital schaffen.
Karin Weiss, Dietrich Thränhardt (Hg.)
Zuwanderer in Deutschland haben ein reiches Vereinsleben und damit ein wesentliches Element unserer pluralistischen Gesellschaft geschaffen. Nach einem Überblick über den Stand der Fachdiskussion zur Frage der Selbsthilfe von Zuwanderern werden Typen und Zielsetzungen der Vereine charakterisiert, deren Orientierung auf Herkunfts- und Aufenthaltsland, die Kapazitäten zum Engagement der Migranten, die Unterschiede in der Organisationsentwicklung zwischen den einzelnen Gruppen und die Beteiligung von Frauen und Männern. Fallstudien zeigen, wie und inwieweit türkisch-alevitische, spanische, italienische und vietnamesische Vereine in ihren Gruppen soziales Kapitel schaffen. An den Beispielen Nordrhein-Westfalens, der neuen Bundesländer und der Städte München und Münster werden öffentliche Unterstützungs- und Förderungskonzepte vorgestellt. Anhand der Daten des Bundeszentralregisters wird zum ersten Mal ein quantitativer und qualitativer Gesamtüberblick über alle Zuwanderervereine gegeben.

Freiburg i.Br.: Lambertus 2005
ISBN 3-7841-1585-3, CHF 33.60

 

 
Neuerscheinungen
  Belletristik
   
   
 
 
 

Neuerscheinungen

Migrations- und Integrationspolitik

Einwanderungsland Schweiz.
Fünf Jahrzehnte halb geöffnete Grenzen.
Etienne Piguet
In der Schweiz haben die Einwandererzahlen in der Nachkriegszeit Rekordwerte erreicht, ein Drittel der Bevölkerung stammt heute durch einen Elternteil oder beide direkt von Migranten ab, ein Viertel ist im Ausland geboren. Kein Zufall also, dass Migrationsfragen seit längerem eines der wichtigsten Themen auf der politischen Agenda sind. Piguets Buch, das auf neuesten Forschungen beruht, liefert erstmals einen Gesamtüberblick über die Immigrationspolitik des Bundes. Der Autor zeichnet dabei die unterschiedlichen Phasen dieser Politik nach: offene Grenzen für Arbeitskräfte in der unmittelbaren Nachkriegszeit, fremdenfeindliche Impulse in den 1960er Jahren, Erdölkrise und massenhafte Rückwanderung in den 1970ern, neue Einwanderungsschübe in den 1980ern, Asylkrise.

Bern, Stuttgart, Wien 2005
ISBN 3-258-07055-5, CHF 19.80

Migration in einer interdependenten Welt: Neue Handlungsprinzipien.
Bericht der Weltkommission für internationale Migration.
Global Commission on International Migration
Der Bericht der Global Commission ist das Resultat einer von Kofi Annan angeregten Debatte über die verschiedenen Aspekte von Migration. Er ist die Grundlage für den im September 2006 angesetzten «High Level Dialogue on Migration and Development» an der UNO-Generalversammlung in New York. Der Bericht gibt eine Übersicht über Hintergründe von Migration und macht eine Reihe von Empfehlungen an die Staaten, wie den daraus sich ergebenden Probleme begegnet werden könnte.

Geneva : GCIM 2005
www.gcim.org

The Path of Somali Refugees into Exile.
A Comparative Analysis of Secondary Movements and Policy Responses.

Joëlle Moret, Simone Baglioni, Denise Efionayi-Mäder
Somalis have been leaving their country for the last fifteen years, fleeing civil war, difficult economic conditions, drought and famine, and now constitute one of the largest diasporas in the world. Organized in the framework of collaboration between UNHCR and different countries, this research focuses on the secondary movements of Somali refugees. It was carried out as a multi-sited project in the following countries: Djibouti , Egypt , Ethiopia , Kenya , the Netherlands , South Africa , Switzerland and Yemen . The report provides a detailed insight into the movements of Somali refugees, that is, their trajectories, the different stages in their migration history and their underlying motivations. It also gives a comparative overview of different protection regimes and practices.

Neuchâtel: SFM 2006
ISBN 2-940379-00-9, CHF 30.–
Download: www.migration-population.ch

Somali Refugees in Switzerland .
Strategies of Exile and Policy Responses.
Joëlle Moret in collaboration with Simone Baglioni and Denise Efionayi-Mäder
This study describes the profile of the Somali population living in Switzerland , as well as highlights their migration histories and trajectories. The analysis is complemented by a detailed insight into the living conditions and asylum policies in Switzerland and other host countries along the route. The aim of this double-layer analysis (micro and meso levels) is to provide a detailed understanding of the motives that prompt Somali refugees to undertake secondary movements from a first country of asylum in the search of better conditions in another one. This study is part of a wide-ranging, multi-sited project focusing on the secondary movements of Somali refugees in eight countries in Africa, the Middle East and Europe .

Neuchâtel: SFM 2006
ISBN 2-940379-04-1, CHF 30.–
Download: www.migration-population.ch

Verworfenes Leben.
Die Ausgegrenzten der Moderne.

Zygmunt Bauman
In seinem Buch blickt Zygmunt Bauman hinter die Kulissen unserer globalisierten Gegenwart. Seine These trifft den Kern der neuzeitlichen Rationalität: Ein – wenn nicht sogar das zentrale – Ergebnis von Modernisierungsprozessen besteht in der Exklusion von Menschen aus den sozialen, nationalstaatlichen und kulturellen Zusammenhängen. Ortlose Migranten, Flüchtlinge und für «überflüssig» gehaltene Menschen – in ihrem Schicksal manifestiert sich die Tatsache, dass die Entwicklung der modernen Gesellschaften in ökonomischer und politischer Hinsicht nicht etwa in der Integration aller besteht. Ganz im Gegenteil: Die Moderne wirkt sich höchst selektiv aus; Deprivation ist ihr besonderes Kennzeichen. Bauman zeigt auf, wie Exklusion mit der Modernisierung und Globalisierung einhergeht. Wenn die gesamte Welt von der ökonomischen Rationalität erfasst ist, existiert kein Ort mehr, der die wirtschaftliche «Freisetzung» oder kulturelle «Entwurzelung» von Menschen auffangen kann, und die Konsequenzen des sogenannten Fortschritts werden weltweit spürbar. Auf lokaler Ebene manifestiert sich dann die Notwendigkeit, Lösungen für global produzierte Probleme zu finden – ein Projekt ohne große Erfolgschancen, so scheint es.

Hamburg: Hamburger Edition, 2006
ISBN 978-3-936096-57-6, € 20.--


Historische Perspektiven

Die Einbürgerungspraxis im Deutschen Reich 1871-1945
Oliver Trevisiol

Das Deutsche Reich war seit den 1890er Jahren ein Einwanderungsland. Zahlreiche Einwanderer bemühten sich um die Einbürgerung. Dabei lagen die Einbürgerungsraten sowohl im Kaiserreich als auch in der Weimarer Republik wesentlich höher als in der Bundesrepublik. Untersucht wird die Einbürgerungspraxis in Deutschland zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Zweiten Weltkrieg anhand des Vergleichs der Entwicklung in Baden, Bayern und Preußen. Aus sozialgeschichtlicher Perspektive wird gefragt, wer wann zu welchen Bedingungen eingebürgert wurde und wie die Einbürgerungsbehörden ihren weiten Ermessensspielraum nutzten.

Göttingen: V&R unipress 2006
ISBN 3-89971-303-6, € 38.90


Bildung

Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Ansätze einer interkulturellen Sozialpädagogik.
Judith Stahl
Interkulturalität gehört zur Realität in Schweizer Heimen. Immer mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund werden aufgrund von Devianz in eine sozialpädagogische Einrichtung eingewiesen. Durch das Aufwachsen in bzw. zwischen zwei Kulturen haben Jugendliche mit Migrationshintergrund zusätzliche Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Diese können sich aufgrund der Migration als kritischem Lebensereignis, der kulturellen Unterschiede, aber auch durch die strukturellen Bedingungen im Aufnahmeland ergeben. Die Gefahr von Devianz steigt, wenn den Jugendlichen auch die personalen und sozialen Ressourcen fehlen, die für eine erfolgreiche Lebensbewältigung notwendig sind. Das Konzept der interkulturellen Pädagogik anerkennt die Normalität des Fremden in den sozialpädagogischen Organisationen, strebt interkulturelle Verständigung auf der Basis der Gleichberechtigung an und erzieht zum konstruktiven Umgang mit kultureller Diversität.

Bern: Edition Soziothek 2005
ISBN 3-03796-123-6, CHF 28.–

Schule - Nation - Migration.
TSANTSA, Zeitschrift der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft
Der erste Teil des Dossiers ist Ethnologinnen und Ethnologen, die in oder über Schule arbeiten, gewidmet. Die Beiträge zeigen auf, in welchen theoretischen, praktischen und institutionellen Zusammenhängen Schulforschung betrieben wird und welche Ansätze einer Schulanthropologie sich dabei abzeichnen. Der zweite Teil präsentiert Projekte aus dem Umfeld von Schule und Bildung, die von Ethnologinnen und Ethnologen initiiert und /oder durchgeführt werden. Sie widerspiegeln die aktuelle Diskussion um die Chancen und Gefahren angewandter Forschung sowie die Popularisierung der Ethnologie, deren Wissen um die soziale und politische Organisation kultureller Vielfalt im Rahmen einer Globalisierungs- und Multikulturalismusideologie zunehmend als soziale «Grundkompetenz» gehandelt wird.

Zürich: Seismo 2006
Zeitschrift Band 10
ISBN 978-3-03777-010-8, CHF 35.–

Mediation macht Schule.
Der Weg zu einer konstruktiven Konfliktkultur.
Sylvia Canori-Stähelin, Monika Schwendener
Konfliktmanagement an Schulen, soziale Kompetenz Jugendlicher und Peer-Mediation: Das Buch enthält alle Komponenten und eine Anleitung für die schrittweise Einführung der Schulmediation, die unter anderem Schüler/innen befähigt, als neutrale Vermittler Konflikte eigenverantwortlich zu regeln. Die Autorinnen zeigen auf, wie Mediation, als Schulentwicklung verstanden, zu einer wichtigen pädagogischen Ressource werden kann.

Zürich: Verlag Pestalozzianum, 2006
ISBN 3-03755-052-X, CHF 32.–

Rochade.
Prozessorientierte Videoprojekte an Schulen.
André Affentranger
Wie kann das Medium Video für die praktische Arbeit im Jugend- und Integrationsbereich sinnvoll eingesetzt werden? Vier eindrückliche Filme beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven die behandelte Problematik der Ausgrenzung. Das Buch gibt Einblick in den Verlauf des Projekts Rochade und stellt ein Arbeitsinstrument für die Videoproduktion zu sozial relevanten Themen dar (Sekundarstufe I und II). Die Publikation enthält eine DVD mit 4 Filmen zu Sozialthemen.

Zürich: Verlag Pestalozzianum 2006
ISBN 3-03755-060-0, CHF 35.–

Der zweite Blick - auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Kinderlobby Schweiz (Hg.)
Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund leiden oft unter einem negativen Image. Es ist die Ursache vieler  Konflikte und gewalttätiger Auseinandersetzungen. Die Broschüre der Kinderlobby Schweiz regt an, die eigenen Vorurteile unter die Lupe zu nehmen und genauer hinzuschauen. Kurze Hintergrundtexte erklären, wie Vorurteile entstehen und sich verfestigen und wie man sie verändern kann. Kinder und Jugendliche aus der deutschen und französischen Schweiz erzählen, wie sie leben und wie sie mit Vorurteilen umgehen. Ergänzt wird die Broschüre mit der Präsentation erfolgreicher Projekte für Schulen, Gemeinden und Jugendgruppen sowie Hinweisen auf neue Bücher und Filme. Die Publikation eignet sich für den Unterricht an Sekundar- und Berufsschulen, für Eltern, Jugendgruppen und Behördenmitglieder.

Bestellung: info@kinderlobby.ch, CHF 10.–

Sangeetha und Anita.
Interkultureller Dialog in der Schule. Eine tamilisch-schweizerische Freundschaft.
Sylvia Eileen Emch, Ursina Müller
Die 16-jährige Sangeetha ist tamilischer Herkunft, die 15-jährige Anita ist in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Die beiden Mädchen besuchen dieselbe Klasse und lernen sich besser kennen. Sangeetha beschreibt in ihren E-Mails nach Sri Lanka, was sie in ihrer neuen Heimat erlebt. Anita hält ihre Gedanken und Erlebnisse in einem Tagebuch fest. Die reich illustrierte Geschichte richtet sich an ein junges Publikum und regt zu Fragen über das interkulturelle Zusammenleben an.

Zürich: Verlag Pestalozzianum, 2006
ISBN 3-03755-057-0, Leseheft mit Materialien-CD, CHF 45.–

 

Arbeit

Mode-4: Die Regelung der Arbeitsmigration im Rahmen des GATS.
Sarah Bormann
Im Rahmen des WTO-Dientleistungsabkommens GATS wird nicht nur über der Handel mit Dienstleitungen, sondern auch über die grenzüberschreitende Migration von Arbeitskräften verhandelt. Die temporäre Migration soll im Dienstleistungssektor schrittweise liberalisiert werden. Diese Ausweitung des GATS zu einem Migrationsabkommen ist höchst problematisch. Den Entwicklungsländern droht die Abwanderung ihrer qualifizierten Arbeitskräfte. Doch auch die Arbeitsmigranten selbst werden in ihren Rechten beschnitten. Letztendlich wird weltweit eine neue Dimension des Standortwettbewerbs eingeleitet: Unterschiedliche Löhne und Arbeitsrechte treten unmittelbar zueinander in Konkurrenz und setzen eine Abwärtsspirale bei Lohn- und Sozialstandards wird in Gang. Die Studie gibt eine Einführung in das Thema GATS und Arbeitsmigration. Sie stellt die unterschiedlichen Interessen von Entwicklungsländern und Industrieländern in den Verhandlungen dar und schildert die Interessen europäischer Dienstleistungsunternehmen. Es wird nach den Auswirkungen einer so genannten«GATS-Migration» gefragt. Aus einer Perspektive, die die sozialen Rechte der Arbeitsmigranten in den Vordergrund stellt und entwicklungspolitische und arbeitnehmerrechtliche Interessen berücksichtigt, wird die Behandlung der Migration im Rahmen des GATS kritisiert.

Bonn: Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung 2005
ISBN 3-937383-37-9, € 5 (+4 € Versand)

Prekäre Arbeitsgesellschaft.
Widerspruch 49
Die Ausgabe 49 des «Widerpruch» beschäftigt sich mit Fragen der Massenarbeitslosigkeit und Deregulierung der Arbeitsmärkte im neoliberalen Marktregime und thematisiert Verteilungspolitiken und die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse. Die «Rückkehr der Unsicherheit» (R. Castel) ist unübersehbar; die Arbeitsgesellschaft, in der jahrzehntelang durch Lohnarbeit gesellschaftliche, soziale und kulturelle Integration gewährleistet war, ist nach Klaus Dörre entsichert. Notwendig ist eine Politik der Entprekarisierung als Alternative zu der von Eva Nadai untersuchten aktivierenden Sozialpolitik. Die gesellschaftliche Dynamik zwischen Integration und Ausschluss prägt nach Ueli Mäder eine neue Form der sozialen Ungleichheit: Exklusion als die soziale Frage im 21. Jahrhundert. Weitere Beiträge greifen die umstrittenen 1000-Franken Jobs oder Fragen rund um Grundeinkommen auf.

Zürich: Widerspruch 2005
Bestellung: vertrieb@widerspruch.ch, CHF 25.–

Wege zum Beruf.
Schweizerischer Verband für Berufsberatung SVB
Die DVD «Wege zum Beruf» widmet sich dem Thema der beruflichen Integration von Migrantinnen und Migranten. Sie will diese motivieren, ihre eigene Integration in die Arbeitswelt anzupacken, da diese erwiesenermassen einer der wichtigen Eckpfeiler der Eingliederung in die Gesellschaft ist. Der 45-minütige Hauptfilm auf der DVD zeigt am Beispiel von sechs Personen mit Migrationshintergrund verschiedene Aspekte der beruflichen Integration. Die Porträtierten beschreiben in eindrücklicher Weise ihren beruflichen Werdegang, ihre Erfolge und Misserfolge und erzählen von ihren Plänen für die Zukunft. Neben dem Hauptfilm befinden sich als Bonusmaterial verschiedene Interviewausschnitte zu den Themen «Beruflicher Werdegang», «Integration» und «Sprache» auf der DVD. Vertiefende Begleitmaterialien ermöglichen die Auseinandersetzung mit den Informationen aus den Aussagen und den Erfahrungen der porträtierten Personen.

Zürich: SVB/ASOSP, 2006
www.wege-zum-beruf.ch
ISBN 978-3-908003-03-8, CHF 39.–

Interkulturalität unter Auszubildenden im Betrieb.
Ein Handbuch für die betriebliche Praxis.

Iris Bednarz-Braun, Ursula Bischof
Das Handbuch gibt Einblick in die von den untersuchten Betrieben bereits praktizierten Massnahmen zur Förderung der interkulturellen Zusammenarbeit im Ausbildungsalltag und enthält die wichtigsten Befragungsergebnisse zum Stand der interkulturellen Beziehungen unter Auszubildenden in diesen Betrieben. Weiterhin beschreibt sie die von den Auszubildenden selbst entwickelten neuen Ideen und Massnahmen, die geeignet sind, sowohl gelungene interkulturelle Beziehungen zu sichern als auch auf bestehende Konflikte und Probleme präventiv oder intervenierend zu reagieren.

München: Deutsches Jugendinstitut e.V. 2006
Zu bestellen unter bednarz@dji.de
Download: www.dji.de

Demografie

Ausländer- und Asylstatistik 2005.
Bundesamt für Migration BFM
Zweibändige Statistik zu den aktuellen Zahlen im Ausländer- und Asylbereich basierend auf dem Zentralen Ausländerregister ZAR und der automatisierten Personenregistratur AUPER.

Bern: BFM 2006
Bestellung: info@bfm.admin.ch, CHF 25.–

Gewalt/Krisen

Das schwache Geschlecht – die türkischen Männer.
Zwangsheirat, häusliche Gewalt, Doppelmoral der Ehre.
Ahmet Toprak
Ist Zwangsheirat nur ein Thema der türkischmuslimischen Frauen oder betrifft es auch die Männer? Im Kontext der Zwangsehe ist das öffentliche und politische Augenmerk auf die Frauen gerichtet und die Männer werden kaum thematisiert. Was aber denken sie über Zwangsehen, Familiengründung, innerfamiliäre Kommunikation, Sexualität, Gewalt in der Ehe sowie sexuelle Gewalt in Form von Vergewaltigung? Diese Themen sind aus Sicht der Männer nie beleuchtet worden, weil sie die türkisch-muslimische Community tabuisiert. Der Autor rollt das Thema Zwangsheirat aus Sicht türkischer Männer der zweiten und dritten Generation auf. Er befragt Männer, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, aber ihre Ehefrauen bewusst in der Türkei aussuchen. Ein äusserst aufschlussreiches Buch mit einem differenzierten Blick auf die Fragestellungen rund um Zwangsheirat und arrangierte Ehe.

Freiburg i. Br.: Lambertus 2005
ISBN 3-7841-1609-4, CHF 31.90

Lebensweltliche Gewalterfahrungen Jugendlicher.
Eine empirische Studie über delinquente Jugendliche.
Olivier Steiner, Hector Schmassmann und Ueli Mäder
Die Gewaltanwendung Jugendlicher ist in den letzten Jahren zum Brennpunkt öffentlicher Debatten avanciert. Worin liegen die Gründe für die verstärkte Aufmerksamkeit? Sind Jugendliche gewalttätiger geworden oder werden sie kriminalisiert? Wer nimmt die Gewalt wie wahr? Und wie erleben straffällige Jugendliche die Gewalt? Das Buch nähert sich dem komplexen Geflecht der gesellschaftlichen und individuellen Gewalt und versucht im Anschluss Grundsätze für die Intervention und Prävention von Jugendgewalt zu beschreiben.

Basel: edition gesowip 2005
ISBN 3-906129-28-4, CHF 29.90

Roma unter uns.
Wer sind sie? Weshalb kommen sie? Wie gehen wir mit ihnen um?
Ruth-Gaby Vermot-Mangold (Hg.)
Mit den Roma, ihrer Mentalität und ihrer Kultur fühlen sich soziale Einrichtungen nicht selten konfliktreich konfrontiert. Das gilt auch für das Offene Haus «La Prairie». Kulturelle Konflikte erfordern Dialog, Engagement und Wissen. Deshalb organisierte die Institution die Tagung «Roma unter uns», die sich an Fachleute, sozial tätige und engagierte Personen sowie andere Interessierte. Die Tagungsbeiträge zur Geschichte, Sprache und Kultur der Roma flossen in eine Tagungsdokumentation ein. Diese vermittelten vertiefte Kenntnisse der aktuellen Situation in wichtigen Herkunftsländern der Roma.

Bern: Offenes Haus «La Prairie» 2006
ISBN 3-033-00829-1, CHF 20.–
www.laprairiebern.ch

Über dealende Asylsuchende und asylsuchende Dealer.
Eine qualitative Untersuchung der Motiv-. Verantwortlichkeits- und Schuldzuschreibung im Bereich des Kokainkleinhandels.
Monia Aebersold
Die Studie beschäftigt sich mit der Übertragung sozialpsychologischer Modelle der Motiv-, Verantwortungs- und Schuldzuschreibung auf das Phänomen des Kokainhandels. Die Autorin führte Leitfadeninterviews mit jugendlichen asylsuchenden Kokaindealern sowie mit Beamten der Drogenspezialeinheit «Krokus» der Stadtpolizei Bern durch. Dabei interessierte insbesondere die Frage, welche Faktoren aus Sicht der Akteure des Kokainhandels sowie aus der Fremdperspektive von Polizeibeamt/innen kriminogen wirken und welche Lösungen die Befragten vorschlagen.
Die Gespräche bestätigen die Annahme, dass situations-, orientierungs- und bedürfnisbezogene Motive von den beiden Interviewgruppen tatsächlich systematisch unterschiedlich gewichtet und bewertet werden. Aus Polizeisicht herrscht tendenziell das Bild des asylsuchenden Dealers vor, dessen primärer Aufenthaltszweck in der Schweiz der Drogenhandel und weniger asylrelevante Gründe sind. Die Betroffenen selber beschreiben sich hingegen als dealende Asylsuchende, die hier in erster Linie Schutz suchen und mangels Alternativen zu Kriminellen wurden. Bei der Beschreibung der Erklärungsansätze für das deviante Verhalten der Asylsuchenden ergeben sich aber interessante Berührungspunkte zwischen den zwei Interviewgruppen.

Bern: Edition Soziothek 2006
ISBN 3-03796-122-8, CHF 32.–


Wohnen/Raumplanung

Wohnen in der Schweiz.
Informationen rund um das Mieten einer Wohnung
EKA und Mitherausgeber
Viele Mieterinnen und Mieter wissen wenig über ihre Rechte und Pflichten. Deshalb geben jetzt 13 Partnerorganisationen unter der Federführung der Eidgenössischen Ausländerkommission EKA die Broschüre «Wohnen in der Schweiz» heraus. Sie enthält hilfreiche Informationen rund ums Mieten – nicht nur für Mieterinnen und Mieter ausländischer Herkunft. Die Broschüre geht kurz auf jene Punkte einer Hausordnung ein, die immer mal wieder für Streitigkeiten sorgen: Nachtruhe, Haustiere, gemeinsam genutzte Plätze. Aber «Wohnen in der Schweiz» behandelt nicht nur Rechte und Regeln. Wichtig ist den Herausgebern nämlich, dass die Broschüre für Mieterinnen und Mieter eine praktische Hilfe ist. So können sie aus ihr etwa erfahren, an wen man sich wenden soll, wenn man die Miete nicht bezahlen kann, oder was zu tun ist, wenn etwas kaputt geht. Und nicht zuletzt werden ein paar typisch schweizerische Gepflogenheiten des Mietwesens erklärt. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich in Deutsch, Französisch, Italienisch, Albanisch, Englisch, Kroatisch, Portugiesisch, Serbisch, Spanisch, Tamilisch und Türkisch.

Bestellungen: Bundesamt für Wohnungswesen BWO 2006
www.bwo.admin.ch

Quartierentwicklung in mittelgrossen Städten.
Zusammenfassung des Schlussberichts.
Doris Sfar, Chantal Deschenaux, Mark Reinhard
Im Rahmen eines Forschungsprogramms für die Jahre 2001-2003 hat das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) die Forschungsgruppe C.E.A.T. (Communauté d'études pour l'aménagement du territoire) mit einer Studie zu den Problemquartieren mittelgrosser Städte beauftragt. Die Behörden sind auf Quartierebene mit Fehlentwicklungen konfrontiert. Sie sehen sich vor die Aufgabe gestellt, die Lebensqualität in benachteiligten Quartieren mit geeigneten Mitteln zu erhalten, wieder herzustellen oder zu verbessern. Diese Studie soll dazu beitragen, die Entwicklungsdynamik von Wohnquartieren besser zu verstehen, die Parameter für Positiventwicklungen zu identifizieren und entsprechende Empfehlungen an die Behörden, insbesondere die Gemeindebehörden, zu formulieren.

Lausanne: Communauté d'études pour l'aménagement du terroire 2004/2005
Download: www.bwo.admin.ch

Soziale Integration: Birch Schaffhausen.
Evaluationsbericht 3. Projektjahr und Schlussbericht.

Gegenstand der Evaluation ist die Siedlung Birch am Rande der Stadt Schaffhausen. Im Rahmen einer Forschung des Bundesamts für Wohnungswesen wurde dort ein mehrjähriges Pilotprojekt durchgeführt, um dem wachsenden Leerwohnungsbestand und Segregationserscheinungen entgegen zu wirken. Vor dem Hintergrund einer vorher durchgeführten Sozialraumanalyse wurden anhand konkreter Massnahmen vor Ort die bessere Integration der Bewohnerschaft, die Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität und die Verbesserung des Siedlungs-Images angestrebt.

Bundesamt für Wohnungswesen 2006
Download: www.bwo.admin.ch

Sprache

Einbürgerung und Sprachnachweis.
Empfehlungen der EKA an die Gemeinden, die Kantone und den Bund.
Eidgenössische Ausländerkommission EKA
Sprachtests für Personen, die sich einbürgern lassen wollen, haben in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen und kontroverse Diskussionen gesorgt. Die steigende Zahl der Gesuche und die Verpflichtung, negative Einbürgerungsentscheide zu begründen, haben zahlreiche Gemeinden nach objektiven, messbaren Kriterien im Einbürgerungsverfahren suchen lassen. Ist die Sprache dabei der richtige Gradmesser? Und welche Prüfungsverfahren eignen sich dazu? Die Eidgenössische Ausländerkommission zeigt in ihren Empfehlungen Möglichkeiten auf, die Beurteilung der Sprachkompetenzen von Einbürgerungswilligen zu verbessern.

Bestellung: eka-cfe@bfm.admin.ch
Download: www.eka-cfe.ch

Wie gut ist mein Deutsch?
Bausteine zur Sprachstandsermittlung im Bereich SEK II.
Susann Schläppi
Die Sprachstandsermittlung ermöglicht das Erfassen der Kompetenzen (A1 bis B1) und Defizite der Lernenden. Lehrpersonen können die Lernenden damit kompetenter beraten, möglichen Handlungsbedarf aufzeigen und ihnen wenn nötig ein sinnvolles Stütz- und Förderangebot empfehlen. Zielgruppen: Fremdsprachige Lernende, die am Anfang einer Berufslehre stehen oder sich darauf vorbereiten.

Bern: h.e.p. verlag ag 2006
Ausgabe für Lernende: ISBN: 3-03905-228-4, CHF 4.–
Ausgabe für Lehrpersonen: ISBN: 3-03905-227-6, CHF 25.–

Psychologie / Gesundheit

L'impact de la migration sur les enfants, les jeunes et les relations entre générations.
Résultats de travaux de recherche
(mit deutscher Zusammenfassung der französischen Originaltexte).
Fonds National Suisse de la recherche scientifique PRN 52
A quels changements les familles d'immigrants sont-elles confrontées lorsque leur premier enfant entre à l'école? Comment les jeunes migrants s'intègrent-ils dans la société – ou comment la société les intègre-t-elle – lorsqu'ils passent à l'âge adulte? Comment les enfants et les jeunes exploitent-ils l'espace public, et quelles sont les rencontres possibles avec le monde des adultes dans l'espace public?
Le cahier thématique traite de ces questions entre autres, tout en présentant les résultats de trois projets de recherche. Les contributions des chercheurs sont complétées par les prises de position de deux spécialistes se référant à la pratique.

Berne: Fonds national suisse de la recherche scientifique 2006
Commandes: nfp@snf.ch, gratuit
Download: www.nfp52.ch

Vulnerabilität, Migration und Altern.
Medizinethnologische Ansätze im Spannungsfeld von Theorie und Praxis.
Peter van Eeuwijk, Brigit Obrist (Hg.)
Welche Zusammenhänge ergeben sich bei den Themen Vulnerabilität, Migration und Altern? Die Autoren beleuchten dieses vielfältige Spannungsfeld aus verschiedenen Optiken. Die Beiträge zu Vulnerabilität bzw. Verwundbarkeit und dem darin implizierten Begriff der Widerstandsfähigkeit («resilience») beschäftigen sich mit Gesundheitserhaltung, Kräftemobilisierung und Krisenbewältigung. Im Zusammenhang von Migration und Gesundheit werden sowohl soziales Leiden wie Ressourcennutzung der Betroffenen diskutiert. Beim Thema Altern stehen der Umgang mit Gesundheit, Krankheit und Sterben sowohl aus der Sicht von älteren Leuten wie auch aus einer politischen Perspektive im Vordergrund.

Zürich: Seismo 2006
ISBN 3-03777-001-5, CHF 38.–

Migration, Prekarität und Gesundheit.
Ressourcen und Risiken von vorläufig Aufgenommenen und Sans-Papiers in Genf und Zürich.
Christin Achermann, Milena Chimienti unter Mitarbeit von Fabienne Stants
Es ist bekannt, dass sich prekäre Lebens- und Aufenthaltsbedingungen negativ auf die Gesundheit auswirken. Diese Studie geht der Frage nach, wie Migrant/innen in prekären Aufenthaltssituationen mit ihren unsicheren Lebensumständen umgehen. Welche individuellen und strukturellen Ressourcen helfen ihnen, die damit verbundenen Risiken zu bewältigen? Und wie wirkt sich dies auf das Gesundheitsverhalten der Betroffenen aus? Die Autorinnen umreissen einleitend den rechtlichen und kantonalen Kontext und analysieren danach auf der Grundlage von qualitativen Interviews mit vorläufig aufgenommenen Migrant/innen (mit F-Ausweis) und Sans-Papiers in den Kantonen Genf und Zürich deren individuelle Probleme und Ressourcen.

Neuchâtel: SFM 2006
ISBN 2-940379-46-7, CHF 30.–
Download: www.migration-population.ch

Caring for migrant and minority patients in European hospitals.
A review of effective interventions.
Alexander Bischoff
Social changes in European societies place migration and cultural diversity on the European political agenda. The European initiative Migrant Friendly Hospitals (MFH) aims to identify, develop and evaluate models of effective interventions. It has the following objectives: To strengthen the role of hospitals in promoting the health of migrants and ethnic minorities in the European Union and to improve hospital services for these groups. This report reviews models of effective intervention in the medical literature and provides the background information needed to enable partner hospitals taking part in the MFH initiative to select and implement suitable interventions. The interventions reviewed in this study are grouped in four areas: Communication, Responsiveness, Empowerment of migrant and minority patients and communities, Monitoring of the health of migrants and minorities and the health care they receive.

Neuchâtel: SFM 2006
ISBN 2-940379-01-7, CHF 30.–
Download: www.migration-population.ch

Ratgeber /Unterrichtsmaterialien

Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche.
Susann Sitzler
Es heißt «Grü-ezi» und nicht «Grüzzi». Damit fängt es laut Susann Sitzler an. Aber es gibt noch viel mehr, was die Deutschen von den Schweizern nicht wissen. Sie halten sie irrtümlich für freundlich und eher harmlos. Dieses Buch gibt Auskunft über das wahre Wesen der Schweizer und über die verborgenen Seiten ihres Charakters: Wie sind sie zu dem geworden, was sie sind, und vor allem: wieso? Die Autorin bietet auch handfeste Hinweise für deutsche Leserinnen und Leser: Wie begegnet man Schweizern im Alltag, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit am besten? Ein Buch, das auch für Schweizerinnen und Schweizer in der Begegnung mit Deutschen interessant ist.

Berlin: Ch. Links Verlag, 3. akutalisierte Auflage 2006
ISBN 3-86153-331-2., CHF 28.50

Putesestvija po Svejcariji. Zurich.
Marina Karlin
Dieser Reiseführer mit seiner speziell anmutenden Vorliebe für Fotografien des winterlichen Zürichs, ist nicht nur für Touristen. Die detaillierten Hintergrundinformationen zur Geschichte und Kultur Zürichs - zum Beispiel zur sowjetisch anmutenden Nutzung der Wasserkirche als Stoffmarkt und Kartoffellager – sind auch für Zürcherinnen und andere Schweizer höchst lesenswert und spannend. Karlin erzählt nicht nur von Legenden, Zünften, Sprüngli, Elisabeth von Wetzikon, Zwingli und Chagall, sondern informiert in ihrem fünften Kapitel über Zürich von "a" bis " ? ", also von A bis Z, leicht ironisch über die Kosten eines Züri-Sack oder die Bedeutung von "Vitamin B", dessen Vorhandensein - laut Autorin - das Überleben in der Schweiz sehr erleichtert. Gerade für Neuzuzüger ist dieses Kapitel sicher hilfreich. Kurzum, ein höchst vergnügliches und lehrreiches Buch. Es ist zu hoffen, dass es bald auf Deutsch übersetzt werden wird.

Zürich: Russische Schweiz Media GmbH 2006
ISBN 3-9523139-0-4 CHF 29.–

Xenophilia Schweiz – Das interkulturelle Spiel für dich und andere. Ein Computer-Quiz für junge Leute.
Swiss Academy for Development
Xenophilia-Schweiz ist ein interkulturelles Lehrspiel, das durch Fragestellung, Layout und Sprache auf die Jugendlichen ansprechend wirkt. Das Spiel vermittelt auf spielerische Weise Wissen zu den Themen Migration und Integration, es hilft Vorurteile und Ängste vor dem Fremden abzubauen und sensibilisiert für einen konstruktiven Umgang mit Fremdheit und kultureller Differenz. Eine Begleitbroschüre zum Spiel gibt Hinweise auf Einsatzmöglichkeiten in der Schule und weitere Informationen.

1 CD mit einer Begleitbroschüre CHF 52.–
Klassenraumlizenz 10 CDs und eine Begleitbroschüre CHF 250.–
www.sad.ch/xenophilia/
 

Destination Schweiz. Migration und Asyl in der Schweiz.
Christoph Banderet, Thomas Weder
Die Ausländer- und Asylpolitik prägt seit Jahren die gesellschaftliche und politische Diskussion in der Schweiz. Das Lehrmittel «Destination Schweiz – Migration und Asyl in der Schweiz» bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich vertieft mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dadurch gelangen sie zu Erkenntnissen und Einsichten, die ihnen helfen, sich in diesen Bereichen eine eigene Meinung zu bilden und Positionen zu vertreten. Das Begleitheft für Lehrpersonen beinhaltet auf das Lehrmittel abgestimmte Unterrichtsideen und Hintergrundinformationen.

Bern: BFM 2004/2005
www.bfm.admin.ch, CHF 7.70

Ab ins Ausland.
Im Ausland leben, reisen, studieren, arbeiten.
Norbert Winistörfer
Lust auf Kofferpacken? Sehnsucht nach Exotischem? Jährlich realisieren 32'000 Schweizerinnen und Schweizer diesen Wunsch und wandern aus. Die Neuausgabe des Beobachter-Standardwerks zeigt, wie der Auslandsaufenthalt gelingt.

Zürich: Beobachter-Buchverlag, 6. überarbeitete Auflage 2006
ISBN: 3-85569-353-6, CHF 38.–

Reportagen / Porträts und Geschichten

Verschieden, aber vereint. Frauenstimmen.
Innocent Naki
Von Zürich über Solothurn, Bern und das Waadtland erzählen uns fünf Schweizerinnen anhand ihrer persönlichen Geschichte von kulturellem Austausch. Gemeinsam ist ihnen, dass sie mit einem Schwarzen zusammenleben und von ihren jeweiligen Perspektiven berichten.

Marly: Swiss Métis 2006
ISBN 2-8399-0161-7 (f), 2-8399-0184-6 (d), CHF 30.–

Tunesier sucht Europäerin – zwecks Heirat.
Amor Ben Hamida
Viele Ehen zwischen Europäerinnen und Nordafrikanern gehen in die Brüche – aber bei weitem nicht die Mehrheit. Einige Tragödien nach einer traumhaften, verliebten, alles gebenden Zweisamkeit hinterlassen Kinder und Mütter, allein stehend, vor einem Scherbenhaufen. Aber auch junge Männer stehen nach einigen Jahren Europa-Aufenthalt vor dem Nichts. Sie gehen mittellos, lediglich um eine bittere Erfahrung reicher, in ihre Heimat zurück und müssen dort viele Fragen beantworten und sich Vorwürfe machen lassen. Amor Ben Hamida beschreibt einfühlsam die Hintergründe, die Geschichte und die Motive dieser jungen Männer, aber auch die Einsamkeit, Verzweiflung und Naivität mancher Touristin. Er zeigt, dass hinter jeder Geschichte eine Fülle von Hoffnungen, Erwartungen und Enttäuschungen verborgen ist. Im Zentrum steht dabei der Tunesier Fathi, der von kurzen Liebschaften nichts hält, sondern eine auf Dauer angelegte Beziehung sucht, als er auf Djerba die Schweizerin Claudia kennen lernt.

Frankfurt: Glaré Verlag 2006
ISBN 3-930761-51-3, CHF 26.80

Sonderausgaben von Periodika

Gleichheit in der plurikulturellen Gesellschaft.
Tagungsbeiträge der Juristinnen Schweiz.
Frauenfragen 2006/1
Zeitschrift der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen
Die Tagungsbeiträge greifen Fragen rund um das Spannungsfeld von Gleichstellungsrechten und kulturell-religiöser Tradition auf.

Bern: EKF, 2006
www.frauenkommission.ch

Und viele Grüsse aus der Schweiz - Kultur und Migration.
Das Kulturmagazin, Monatszeitschrift für Luzern und die Zentalschweiz
Die drei Kulturzeitschriften Das Kulturmagazin (Luzern), ProgrammZeitung (Basel) und Saiten (St. Gallen) geben eine Sondernummer zum Thema Kulturschaffende und Migration heraus. Eine Reise durch die Schweiz führt die Zeitschrift zu kulturschaffenden Migratninnen und Migranten, die das Land aus ihrer Sicht beschreiben und ihre Ansichten in Postkarten verdichten.

Zeitschrift No. 6 Juni/Juli 2006
CHF 7.50

 

 
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Belletristik

Damaskus im Herzen und Deutschland im Blick.
Rafik Schami
Rafik Schami, der seine Heimat Syrien als Diktatur- und Kriegsgegner verlassen musste, hat sein Land nie wieder betreten. Aber vor allem Damaskus, die Stadt seiner Kindheit, hat er sich im Herzen bewahrt: die Farben und Gerüche, die Strassen und Plätze, die Menschen und Geschichten der uralten orientalischen Stadt. Rafik Schami macht in diesen über Jahren entstandenen Texten deutlich, wie sich arabische und europäische Kultur unterscheiden, und beschreibt – mal ernst, mal unterhaltsam – den Traum, sich eines Tages gegenseitig zu verstehen.

München, Wien: Hanser 2006
ISBN 3-446-20732-5, CHF 30.80

Am Strand ein Buch. Eine Erzählung.
Francesco Micieli
Sofia, eine erfolgreich integrierte Seconda mit Schweizer Pass, erinnert sich nach dem Tod ihrer Eltern an den grossen Traum der Mutter: Eine Reise nach Albanien , dem Land, das ihre Vorfahren vor mehr als 500 Jahren verlassen hatten, und das noch heute in Liedern und Erzählungen als «verlorene Heimat» besungen wird. Sofia glaubt, dass nur wenn sie die Reise von Albanien nach Süditalien möglichst realistisch nacherlebt, sie dem Wunsch der Mutter entsprechen kann. Francesco Micieli erzählt in «Am Strand ein Buch» die Suche und den Verlust von Heimat .

Bern: Verlag X-Time 2006
ISBN 3-909990-18-5, CHF 20.–

Der blinde Masseur.
Catalin Dorian Florescu
Als Halbwüchsiger ist Teodor durch die rumänischen Dörfer gereist und hat sich von den abergläubischen Bauern Geschichten erzählen lassen. Nun kehrt er als erfolgreicher Mann aus dem Westen in seine Heimat zurück, um herauszufinden, ob er dort glücklicher geworden wäre. Und auch, um seine Jugendliebe wiederzufinden. Am Ende aller Strassen trifft er auf den blinden Masseur und seine Freunde. Teodor ist fasziniert von dem Ort, wo Patienten Werke der Weltliteratur für den Masseur auf Band sprechen. Doch nicht alle sind so gastfreundlich wie die schöne Elena, bei der er sich eingemietet hat. Schon bald gerät er in ein Netz aus Hinterlist, Korruption und Gewalt. Florescu lässt eine Welt entstehen, die ebenso unbarmherzig wie poetisch, ebenso schön wie verzweifelt ist.

Zürich: Pendo Verlag 2006
ISBN 3-86612-079-6, CHF 32.–

 

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